5 Kompetenzen, die Führung von morgen braucht! – Teil 1

0

Hierarchische Strukturen – hier entscheiden idealerweise die „Besten“ – haben die Menschheit in den letzten Jahrhunderten durch verschiedene Etappen der Industrialisierung katapultartig nach vorne entwickelt. In der hochkomplexen Informations- und Wissenswelt aber scheitern sie … und damit all die Führungskräfte, die rigide an Hierarchie festhalten. Denn einige Rahmenbedingungen haben sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert. So führen verkürzte Halbwertszeit von Wissen, komplexe Strukturen in Organisationen, internationale Vernetzung von Prozessen sowie hohe Dynamik von Veränderung nahezu an allen „Fronten“ dazu, dass hierarchische Ansage von oben die anstehenden Probleme nicht mehr lösen kann. Wo in der komplizierten „alten“ Welt wenige „Super-Kompetente“ (z.B. in Ausschüssen und Kommissionen) eine gute Lösung erarbeiten und dann „ausrollen“ konnten, funktioniert dieses Vorgehen in der VUCA-Welt heute nicht mehr (VUCA = volatil, unsicher, komplex und ambivalent). Jetzt müssen sich ständig ändernde Herausforderungen überall in der Organisation gelöst werden. Das geht nur durch Entwicklung von Kompetenz und Verlagerung der Entscheidungen an den Ort des Geschehens – und der ist ÜBERALL! Dabei helfen folgende Kompetenzen.

1. Anderen Zuhören und Konflikte zu Win-Win-Lösungen führen

Ansage war gestern. Heute benötigen wir vielfältiges Wissen und Erfahrung – personifiziert in unterschiedlichen Menschen – in einem Raum, um daraus Synergien zu kreieren. Doch was sind die Voraussetzungen, damit Menschen ihr Wissen beitragen wollen? Dieser gemeinsame Raum, z.B. das Team, erfordert eine Kultur des wertungsfreien Zuhörens. Er braucht Offenheit, Vertrauen, Umgang auf Augenhöhe sowie Wettbewerbsfreiheit im Sinne, dass nicht der Eine belohnt wird, der/die den entscheidenden Beitrag bringt. Das Wohl der Sache steht wahrhaftig vor dem Ausleben von individuellen Bedürfnissen. Wie oft wird heute in Meetings nicht zugehört, weil alle beschäftigt sind, ihren nächsten Beitrag vorzubereiten, um sich in der (informellen) Hierarchie bestmöglich zu positionieren!? Damit alle Team-Mitglieder offen und vertrauensvoll zuhören können, müssen die Bedürfnisse aller gleich wichtig und gleich wertig sein. So  – und nur so! – können auch im Konfliktfall echte Win-Win-Lösungen „Ego-frei“ erreicht werden. Das braucht eine beschuldigungsfreie Kommunikation die Fremd- und Selbst-Empathie in einer gesunden Balance hält zum höchsten Wohl der Sache.

Bedürfnisorientierte Kommunikation ist die Basis von Vertrauen, was wiederum die Voraussetzung ist, dass Wissen bereitwillig beigetragen wird. Nach Jahrtausende langer anderer Prägung lernt sich Hierarchie-freie Kommunikation auf Augenhöhe leider nicht mit einem Fingerschnipp. Es bedarf viel Übung, ein unterstützendes Umfeld und die wiederholte Erfahrung, dass das Ego ein Gedankenkonstrukt ist, das vielleicht gar nicht ständig geschützt werden muss, und wie wohltuend wirklich offenes empathisches Zuhören sein kann.

http://www.wings-of-future.de/change-oe/

Disclaimer:
„Für den oben stehenden Beitrag sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Nutzer verantwortlich. Eine inhaltliche Kontrolle des Beitrags seitens der Seitenbetreiberin erfolgt weder vor noch nach der Veröffentlichung. Die Seitenbetreiberin macht sich den Inhalt insbesondere nicht zu eigen.“

Share.

Es sind keine weiteren Kommentare möglich.