5 Kompetenzen, die Führung von morgen braucht – Teil 2

0

Eine Entscheidung, die gestern in einem komplizierten Kontext gut durchdacht und dann mittelfristig perfekt war, ist in unserer heutigen komplexen und vernetzten Welt vielleicht schon 2 Stunden später nicht mehr die richtige. Zu viele Einflussfaktoren ändern sich rasant schnell, bedingen einander und sind oft gar nicht mehr eindeutig einzuschätzen. Das macht Entscheidungen nach dem Rezept „Problem- und Ursachenanalyse dann Lösungsideen sammeln und bewerten“ alles in unserem Haupt-Arbeitsorgan – dem Gehirn – immer weniger geeignet. Wir brauchen die Change-Fähigkeit komplex-vernetzte und sich ständig wandelnde Parameter ganzheitlich im Blick zu halten und wie ein schemenhaftes Gesamtbild als Entscheidungsgrundlage für die Organisationsentwicklung zu nutzen. Vielleicht hilft hier ein Blick auf Studien, die schon vor vielen Jahren zeigten, dass Hausfrauen bei Anlageentscheidungen nicht nur den DAX, sondern auch hochprofessionelle Investmentbanker outperformen konnten. Was ist ihr Geheimnis? Sie wissen weit weniger Details, in deren Analyse sie sich damit auch nicht verlieren können, und müssen sich auf ihr „Gefühl“ verlassen. Dieses vergleichsweise zu harten Daten eher vage Gefühl ist im Dschungel unendlich vieler schnell beweglicher Fakten oft hilfreicher (= näher an der Realität) als rationale Endlos-Analysen, die versuchen „hard facts“ belastungsfähig einzuschätzen.

Auch in der Medizin ist heute klar, dass wir nicht nur unser „Kopfgehirn“ besitzen, sondern weitere „Gehirne“ im Herzen und im Gedärm. Diese funktionieren weniger Detail- und Fakten-basiert, sondern können viele auch bewegliche Fakten zu einem Gesamtbild formen, unserem Gefühl oder Bauchgefühl. Vielleicht haben wir diese Kompetenz in den letzten paar Jahrhunderten seit der Aufklärung nach dem Motto „cogito ergo sum“ zu wenig genutzt?

Heute sprießen jedoch vielerorts neue holistischere Methoden und Ansätze, die hilfreich unterstützen sich in der VUCA-World*) zu orientieren und stimmige Entscheidungen zu treffen. Wir können Situationen z.B. durch die integralen AQAL-Quadranten (Ken Wilber) betrachten und so ausgewogen sowohl Haltung und Verhalten von Individuen, sowie Kultur und Strukturen/Prozesse in Organisationen einschätzen und gestalten. Wir können mit Hilfe des U-Process (Otto Scharmer) in die Tiefen des wertungsfreien und generativen Zuhörens hinabtauchen und so Wissen aus der „Quelle der Zukunft“ anzapfen oder – wie das neue Wording geht – „emergieren“ lassen und uns überraschen lassen, welch unerwartete Lösungen auftauchen. Oder wir verbinden uns durch Futuring oder Readings mit der Entelechie (Aristoteles) – der innewohnenden Blaupause – einer Organisation oder eines Vorhabens und arbeiten auf Basis dieser Informationen viel energieeffizienter mit und nicht gegen den Strom der Lebensenergie, die sich verwirklichen will. Oder – um hier eine letzte der unzähligen zukunftsweisenden Orientierungshilfen aufzuführen – wer auf die Intelligenz des Körpers vertraut und diese direkt „befragen“ will, kann sich mit einfachen Muskeltests der Kinesiologie behelfen. Wer die einfachen z.B. Finger-Tests öfter anwendet und die Stimmigkeit der Antworten auch verifiziert, wird vielleicht überrascht feststellen, welche Wahrheits-Stabilität dieser einfache Test aufweist!

Interesse an Mehr zu diesen Methoden?

Change-Ausbildung 2017/18 „Change leben und integral gestalten“

Oder nehmen Sie Kontakt mit uns auf!
T. +49 / 8065 / 906 18-81 oder -82 oder info@wings-of-future.de.

*) VUCA-World = amerikanisches Akronym für eine Welt, die volatil, unsicher, komplex und ambivalent ist.

http://www.wings-of-future.de/change-oe/

Disclaimer:
„Für den oben stehenden Beitrag sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Nutzer verantwortlich. Eine inhaltliche Kontrolle des Beitrags seitens der Seitenbetreiberin erfolgt weder vor noch nach der Veröffentlichung. Die Seitenbetreiberin macht sich den Inhalt insbesondere nicht zu eigen.“

Share.

Es sind keine weiteren Kommentare möglich.