Apples MacBook Pro nicht wirklich erweiterbar

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Das neue MacBook Pro bekommt nun doch ein wenig Breitseite ab. Die Kollegen von iFixit haben sich das Prachtstück vorgenommen und auseinander gebaut. Die verbaute SSD von Samsung sowie der Arbeitsspeicher sind nicht erweiterbar. Aber auch andere Bauteile sind mit Nachteilen behaftet. Das Gerät bleibt aber, abgesehen von der fehlenden Mobilität (Nachtrag: Meinung des Autors – siehe dazu die Kommentare), natürlich ein Kracher (für die Fanboys).

Ich will jetzt nicht einen hasserfüllten Artikel zum Thema Apple präsentieren. Doch die Kollegen von iFixit haben das neue Flaggschiff von Apple aufgeschraubt und unter die Haube des neuen MacBook Pros geschaut (schaut euch dazu unbedingt den Artikel an – verrückte Kerls). Die verbaute SSD von Samsung etwa kann demnach nicht erweitert werden. Will der Nutzer in naher Zukunft eine Festplatte mit beispielsweise einem Terabyte Speicher einsetzen, wird das leider nichts.

Acht Gigabyte RAM, das wars

Ebenfalls nicht zum Aufrüsten gedacht: Die verbauten acht Gigabyte RAM sind enorm, keine Frage. Doch ein Aufrüsten auf 16 Gigabyte ist nicht möglich. Bei einem Preis von knapp 2.200 Euro (Standard) ist das schon ein Knaller. So hat mein altes MacBook von 2009 auch acht Gigabyte RAM. SSD und RAM sind nach eigenen Angaben fest verlötet.

Was allerdings überrascht sind die verbauten Elemente. So ist der Akku wohl mit dem Gehäuse verklebt und das wunderschöne Retina-Display angeblich so mit dem Inneren „verschmolzen“, dass ein Ersatz teurer wird, als ein neues Gerät – wo wir wieder beim Thema 2.200 Euro wären. Natürlich ist das neue MacBook Pro mit Retina-Display ein Kracher. Doch kann der Nutzer bei dem Preis nicht doch ein wenig mehr erwarten?

Via: Engadget

Bilder: iFixit

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16 Kommentare

  1. Sorry Jungs, aber die Aussage ist ja wohl mal voll für die Tonne: „Das Gerät bleibt aber, abgesehen von der fehlenden Mobilität, natürlich ein Kracher (Für die Fan-Boys).“

    Wieso bietet das Gerät keine Mobilität? Es ist ein Laptop in der weit verbreitetsten Bildschirmdiagonale mit ner verdammt guten Akkulaufzeit. Warum keine Mobilität?

  2. Markus Henkel am

    Entschuldigen, versuche mal bitte mit dem 15-Zöller über die IFA zu laufen. Nach 20 Minuten sind Deine Schultern platt. Dann lieber ein 13-Zöller. Das ist mit Mobilität gemeint.

    • Sorry, aber das heißt ja nun nicht, dass das MBP 15″ KEINE Mobilität mit sich bringt. Natürlich ist ein 13″ angenehmer, ein 15″ ist aber durchaus auch mobil.

  3. Markus Henkel am

    @Stefan: Ich glaube zunächst dem Praxistest – Apple kann wahrscheinlich tatsächlich die Bausteine herausbrechen und wieder anlöten. Doch alleine kannst Du da nichts mehr machen. Sollte es doch nicht dem Praxistest entsprechen, werde ich das natürlich hier als Update vermerken.

    • Markus Henkel am

      Ich gebe Dir dahingehend ein „wenig“ Recht und habe den Teaser angepasst. Ist halt meine Meinung. Ich nutze ja selbst auch ein MacBook und MacBook Pro (13″ beide). Also nicht falsch verstehen… 🙂

      • Verstehe ich nicht falsch und will auch nicht kleinlich sein 😉 Aber „mangelnde“ oder „eingeschränkte“ Mobilität wären einfach schönere Worte gewesen 😉

        • Markus Henkel am

          Ich verstehe Dich doch nicht falsch. Doch für mich besteht halt bei diesem Gewicht und dieser Größe keine Mobilität – wie ich sie verstehe. Alles wird gut und dafür sind die Kommentare ja auch da.

  4. Christoph Strobel am

    Noch ein paar Anmerkungen, die nicht als Kritik am Autor zu verstehen sind, aber noch einmal helfen, das Produkt einzuordnen:

    – Natürlich kann man die Mobilität eines 15-Zöllers immer in Frage stellen. Ich persönlich bin auch lieber mit einem 13-Zöller unterwegs. Wobei man anmerken muss, dass die aktuellen 13-Zoll-Modelle von Apple mehr wiegen als das 15 Zoll MacBook Pro mit Retina-Display.

    – Mit dem 15 Zoll MacBook Pro hat Apple mal wieder etwas neues probiert und die Qualitätsstrategie in Sachen Bildschirmauflösung vom iPhone über das iPad auf das MacBook übertragen. Mit irgendetwas muss man anfangen, deshalb wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis das Retina-Displays auch für kleinere Bildschirmformate verfügbar sein wird.

    – Es ist immer wieder eine Freude, den iFixit-Jungs über die Schultern zu schauen. Aber der praktische und Alltagsnutzen steht weit hinter dem Unterhaltungsfaktor zurück. Ich möchte einfach mal annehmen, das ein Großteil der Apple-Nutzer (und deshalb sind sie Apple-Nutzer) von einer Aufrüstung während des Lebenszyklus‘ eines MacBooks gar keinen Gebrauch macht. Und wenn, dann wird sich nur ein homöopathischer Bruchteil die Mühe machen, das Gerät selbst aufzuschrauben.

    Meines Erachtens ist Apple zurzeit der einzige Hardware-Hersteller, der versucht – auch technologisch – neue Trends zu setzen: SSD, Thunderbolt, Retina,… Andere mögen auch gute Notebooks bauen, aber letztlich sind die Komponenten austauschbar.

      • Markus Henkel am

        Ich gebe Dir zum Teil recht Christoph. Und natürlich kritisierst Du nicht meine Wenigkeit. Ich würde Dich ansonsten täglich in Berlin besuchen – wer will das schon. 🙂

        Doch ich kenne einige, die aufrüsten wollen. Ich selbst habe mein Book komplett aufgerüstet. Apple hat dabei allerdings schon lange keine Innovationen hervorgebracht, auch die anderen Hersteller schlafen. Retina, ok. Doch zu welchen Preis? Apple wird in Zukunft zu kämpfen haben, Preis-Leistung entscheidet und ich glaube, dass Apple und auch andere Hersteller mit Boliden Schwierigkeiten bekommen – Produktionsstätten kommen hinzu. Aber man wird halt schauen. Andere würde sich wahrscheinlich gerne das Book mit Retina zulegen, wollen allerdings mobiler sein und keine Kilos schleppen…Hach, egal. Ich mag meine MacBooks, mein iPad, AirPort Express und mein iPod touch…aber sehe dahinter keinerlei Innovationen mehr…seit 2007.

  5. Pingback: Apple verzichtet auf Umweltzertifikat | MIT

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