Auszeiten für kluge Entschleunigung

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Auch wenn Meditation im privaten Bereich längst Zeitgeist ist, mit der Geschäftswelt ist sie einfach nicht kompatibel. Ein Chef, ein Kollege, ein Mitarbeiter, ein Kunde, der sich mitten am Tag zur Meditation zurückzieht? Höchst befremdlich! Eine glatte 10 auf der Geht-Gar-Nicht-Skala!

Schon einfach nur Pause zu machen, ist in vielen Unternehmen gar nicht so einfach. Wir aber meinen mehr, als nur Kaffeepause zu machen oder mit Kollegen Kicker zu spielen…

Interessante Ideen sind nicht das Ergebnis von permanenter Beschäftigung. Neue Perspektiven entstehen nicht durch Beschleunigung und höhere Arbeitsintensität. Um kreativ zu sein – und das ist die Königsdisziplin der Wirtschaft im 21. Jahrhundert! – brauchen wir einen frischen Geist. Und den gibt es nur mit bewusster, gezielter, kluger Entschleunigung. Wir können auf Dauer nur dann nach außen wirken, wenn wir uns auch immer wieder rausnehmen und nach innen wenden.

Für uns gilt: Mit dem türkislilafarbenen Esoterik-Klingelklüngel-Räucherstengel-Omm können Sie uns jagen. Trotzdem haben wir die Meditation für uns entdeckt. Mehr noch: Wir schwören drauf.

Wir haben einfach einige Apps und CDs ausprobiert und gefunden, was uns taugt: Anja kommt mit Sphärenklängen auf dem Ohr und geschlossenen Augen super in einen meditativen Zustand – Peter wird es schnell langweilig, wenn er nichts denken soll: Da driften seine Gedanken erst recht ab. Darum hilft ihm eine angenehme Stimme auf dem Kopfhörer, die ihn führt. Und das wirkt wie ein Reset-Button, man ist mitten am Tag nochmal so frisch wie am Morgen. Eine Viertelstunde genügt.

Meditation ist ein weites Feld, aber uns ist klar geworden: Es gibt für jeden einen passenden, leichten Einstieg und eine alltagsverträgliche Form der Entschleunigung. Vielleicht auch nur ein regelmäßiger Spaziergang. Vielleicht ein kurzes Nickerchen. Wichtig ist nur: Verbringen Sie diese Minuten mit sich allein! Gehen Sie in sich und ziehen Sie die Fühler ein – also gerade nicht Tischkicker mit den Kollegen (was Sie ja außerdem noch tun können)!

Was uns wichtig ist:

1. Diese Sorte kluge Entschleunigung ist keine Auszeit VON der Arbeit, sondern Teil eines vernünftigen Arbeitsprozesses.

2. Sie ist keine Unterbrechung der Höchstleistung, sondern die Grundlage für Höchstleistung.

3. Sie ist kein „nettes Extra“ und keine Banalität, sondern in seiner Bedeutung strategisch.

Und das gilt für jeden, ob Mitarbeiter oder Chef. Und es funktioniert im Unternehmen im Übrigen nur, wenn der Chef Vorbild ist…

Dieser Beitrag stammt aus dem monatlichen Online-Magazin Backstage Report von Anja Förster & Peter Kreuz

Bild: © Förster & Kreuz GmbH

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