Betriebliches Gesundheitsmanagement und Personaldiagnostik?

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In den letzten Tagen sind die Medien voll mit Meldungen über die hohe und vor allem dramatisch angestiegene Zahl von Krankheitstagen und Ausfällen aufgrund psychischer Erkrankungen. Auch die Politik und die Gewerkschaften haben dadurch die Problematik wieder aufgegriffen und stellen heute Forderungen nach einer „Anti-Stress-Verordnung“ in den Raum. Diese Verordnung ist wichtig und sollte einige Rahmenbedingungen neu ordnen und auch optimieren, aber der Tenor der Berichte lässt oft den Eindruck zu, dass die Firmen in diesem Bereich nicht aktiv sind oder gar ihre Fürsorgepflicht (rechtliches Prüfungsverfahren des DGB) verletzen.

Befragt man nun die Unternehmen, ob und in welchem Umfang Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) betrieben wird, bzw. vorhanden ist, so stellt man fest, dass ein sehr hoher Grad der Aktivität in den Firmen zu verzeichnen ist. Unterhält man sich weiter mit den Firmen, die ein aktives BGM betreiben, so kommen leider sehr oft Aussagen zu Tage, die eine gewisse Erfolglosigkeit der eingeleiteten Maßnahmen widerspiegelt. Dies sind Aussagen wie: „seit dem wir BGM betreiben sind unsere Krankheitstag und Ausfälle gleich hoch“, „kostet viel Geld und bringt nichts“.

Bei einer näheren Betrachtung stellt man meistens fest, dass die BGM-Maßnahmen sehr oft im „Gießkannen-Prinzip“ auf die Mitarbeiter verteilt werden. Zum Teil über Rundschreiben, zum Teil über Aushänge an den „Schwarzen Brettern“, immer aber mit der Aufforderung an die Mitarbeiter, sich zu melden, wenn sie Maßnahmen in Anspruch nehmen möchten. Was passiert nun? Es melden sich natürlich Mitarbeiter und freuen sich, dass die Firma etwas unternimmt. Somit werden die Gelder in Anspruch genommen. Aber wer meldet sich? In der Regel melden sich Mitarbeiter, die bereits einen sehr großen Fokus auf die eigene Person haben und aus diesem Grund weniger zu psychischen Erkrankungen neigen, da sie wissen, wann sie bremsen müssen. Die Mitarbeiter, die hochgradig Burnout gefährdet sind, melden sich leider nicht. Bei diesen herrscht Angst, eine Schwäche zugeben zu müssen und Angst, über diese Schwäche den Arbeitsplatz zu verlieren. Diese Mitarbeiter schweigen lieber und arbeiten sich auf. Aus diesem Grund sind auch die meisten Burnout-Ausfälle sehr überraschend, weil es im Vorfeld keine Warnsignale oder Andeutungen der betroffenen Person gab. Hinzu kommt, dass Betroffene in der Regel selbst nicht merken, dass sie sich in der abwärts Spirale bewegen – wer macht diese Entwicklung auch bewusst und freiwillig?

Somit ist die dringlichste Aufgabe für die Firmen, einen Weg zu finden, gezielt betroffene Mitarbeiter zu fördern und zu unterstützen und nicht über die Gießkanne Geld zu verteilen. Diese Aufgabe ist nur durch zeitintensive Gespräche der Vorgesetzten oder externer Berater zu lösen und verursacht dadurch hohe Kosten, bzw. einen extrem hohen Produktivitätsverlust.

Oder man setzt Personaldiagnosetools ein. Wichtig hierbei ist es aber, dass man darauf achtet, dass dieses Tool neutral, unbeeinflussbar und „valide“ ist und der Mitarbeiter als Mensch und Individuum berücksichtigt wird. Das eingruppieren in Schubladen oder Typen führt hier nicht wirklich zum Ziel, was bereits der Bundesverband deutscher Psychologen festgestellt hat und diese Verfahren im Rahmen der Personalauswahl und – entwicklung als für Unternehmen nicht geeignet eingestuft hat.

Somit kommen nur noch Verfahren in Frage, die eine wissenschaftliche Fundiertheit haben und nicht über Selbstbildverfahren ermittelt werden. Die Fa. profiling24.com hat auf Basis der Studien von Robert S. Hartmann und dem damit verbundenen Hartman Value Profile ein System entwickelt, das alle Kriterien für eine Auswahl und
Selektion berücksichtigt: ValueProfilePlus.

Mit ValueProfilePlus ist es einer Firma möglich, einfach und unkompliziert, eine Erhebung zu machen, die als Ergebnis in Form einer Ampel die gefährdeten Mitarbeiter aufzeigt. Da nur mit Zugangscodes und/oder Personalnummern, nicht aber mit Namen gearbeitet werden kann, ist auch den Anforderungen des Datenschutzes ausreichend Rechnung getragen. Durch den Aufbau im Internet, können alle Mitarbeiter ihre Bewertung jederzeit und an jedem Ort (z.B. auch Zuhause und/oder am Wochenende in diskreter Umgebung) bearbeiten.

Mit diesem Instrument und dem Ergebnis kann nun gezielt in die Förderung gegangen werden. Somit wird BGM zu einem erfolgreichen Instrument. Und ganz nebenbei steigt das Image der Firma. Warum? Die Mitarbeiter haben bei einer gezielten Förderung nicht mehr das Gefühl, in der Firma redet man ja nur über BGM, sondern erkennen nun, dass es der Firma ernst ist und den Ankündigungen auch Taten folgen. Solch positive Ansätze werden natürlich auch
bei Freunden und Bekannten erzählt und schon steigt das „Employer Branding“, das sich die meisten Unternehmen
mit der Teilnahme an „Beste Arbeitgeber“-Aktionen teuer erkaufen.

Es ist einfach, etwas für seine Mitarbeiter zu tun und den Menschen nicht nur verbal, sondern tatsächlich in den Mittelpunkt zu stellen, berichtet Carsten Dictus von profiling24.com. Alles was man machen muss, ist, es einfach zu TUN! Die vielen Gespräche, die Herr Dictus in der vergangenen Zeit geführt hat, zeigen, dass der Umdenkprozess in Gang gesetzt wurde, aber leider oft vom scheinbar wichtigeren Tagesgeschäft überholt wird. Also warum nicht über eine Unterstützung wie z.B. ValueProfilePlus viel Geld sparen und die Bemühungen der Vergangenheit in ein erfolgreich und mit einer beeindruckenden Imagewirkung zu Ende führen.

Es liegt an jeder einzelnen Firma, die vorhandenen Potentiale zu heben. Aber auch hier liegt der Erfolg wie bei jeder Gipfelbesteigung im ersten Schritt.

Autor: Horst Veitl

Bild: © leroy131 – Fotolia.com

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