Bewerbungsprozesse beschleunigen

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Unternehmen setzen sich gerade im Zusammenhang mit IT-Projekten permanent mit der Frage auseinander, wie sie die richtigen Mitarbeiter für ihre Projekte finden. Firmen müssen auf die Herausforderungen der Globalisierung reagieren und das Arbeiten in virtuellen und globalisierten Teams organisieren können. Von den Beschäftigten wird erwartet, dass sie sich ständig weiterbilden, mobil sind und stets offen für Innovationen. Personalabteilungen und Projektleiter stehen vor der Herausforderung, die Kompetenzen der potenziellen Mitarbeiter zu überprüfen und einzuschätzen, wie sie sich in den künftigen Bedarf und das Team einfügen. Unterlagen von Bewerbern sind schwer im Detail überprüfbar. Es ist beispielsweise nicht immer möglich, vormalige Arbeitgeber oder Kundenunternehmen zu befragen. Deshalb sind die Berufsbildzertifizierungen, wie sie GECO Systems mit CeLS nun möglich macht, eine wichtige Ergänzung zu den bisherigen Auswahlprozessen.

Aktive IT-Community

„Certified by Professionals", kurz CeLS, sind herstellerunabhängige Zertifikate, die einen neutralen und praxisorientierten Qualitätsnachweis über Berufe liefern. Dazu werden alle für ein Berufsbild wichtigen Fähigkeiten, Fachkenntnisse, Methoden und Soft Skills abgefragt. Das Besondere an dem ganzheitlichen Verfahren: Die Testinhalte entwickelt die Community selbst. Ausgesuchte Fachleute einer Branche, ob Unternehmen oder Einzelpersonen, finden sich in Autorenteams zusammen und erarbeiten alle für das Berufsbild erforderlichen Testbausteine selbst. Den Autoren steht ein interaktives Online-Portal zur Entwicklung der Tests bereit. Zur Qualitätssicherung werden alle neu entwickelten Berufsbildzertifikate innerhalb des Teams überprüft. Um die Neutralität des Standards zu überwachen und weiterzuentwickeln, wurde zusammen mit unterstützenden Unternehmen der CeLS-Beirat gegründet. Zum CeLS-Beirat gehören Vertreter von akquinet, Bechtle Onsite Services, Airbus, Tisson & Company, Fielmann, Bitmarck Technik, projektwerk Unternehmensberatung, TÜV Rheinland Cert GmbH und der kommunalen Unfallversicherung Bayern/ Bayerische Landesunfallkasse. Günter Hilger, Initiator und Geschäftsführer von GECO Systems: „Durch die hochkarätigen Vertreter erreichen wir Bekanntheit und Akzeptanz bei den Kundenunternehmen. Gleichzeitig können wir durch deren Feedback schnell reagieren."

DIN-normierte Soft-Skill-Tests

Neben den technischen und methodischen Befragungen der Berufsbildzertifizierungen, die von den Autorenteams beigesteuert werden, stellt GECO Systems die erforderlichen Soft-Skill-Tests und die Plattform selbst zur Verfügung. Diese Tests wurden von Professor Dr. Uwe Kanning an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster entwickelt und validiert und entsprechen den Gütekriterien der DIN 33430. Der Wirtschaftspsychologe, der mittlerweile an der Hochschule Osnabrück lehrt, ist davon überzeugt, dass neben Fachkompetenz, Intelligenz und Berufserfahrung vor allem Leistungsmotivation und soziale Kompetenz eine wichtige Rolle bei der Bewerberauswahl spielen. Leider sei aber zu beobachten, dass die Firmen immer weniger in die Auswahl ihrer Mitarbeiter investieren. „Valide Testmethoden sind notwendig, um die Trefferquote zu erhöhen", so Kanning. CeLS basiert auf „beCertified", einer patentierten Softwaretechnologie zur Eignungsdiagnostik, die bereits Anfang 2000 von GECO Systems entwickelt wurde. Auch damals herrschte eine große Nachfrage nach IT-Experten. Als Dienstleister war GECO auf der Suche nach einem Werkzeug, um möglichst schnell und zuverlässig die Qualifizierung und Soft Skills von potenziellen Mitarbeitern und Freelancern zu überprüfen. Günter Hilger: „Wir waren die Ersten, die einen ganzheitlichen Ansatz verfolgten und auch Fragen zu Soft Skills implementierten."

Zahlreiche IT-Berufsbilder

Die erste Zielgruppe von CeLS sind IT-Profis, die ihre projektbezogenen Fähigkeiten, inklusive der Soft Skills, mit einem Zertifikat nachweisen möchten, um ihre Chancen am Projekt- und Arbeitsmarkt zu verbessern – oder auch um geforderte Honorare fundiert begründen zu können. Denn die herstellerbezogenen und produktorientierten Zertifikate reichen den Auftraggebern oftmals als Auswahlkriterium nicht aus. „CeLS ist ein ganzheitliches Verfahren, das mehr über einen Experten aussagt, als herkömmliche Tests", erklärt Günter Hilger, „es verkürzt den Rekrutierungsprozess von Unternehmen, denn so können sie schon im Vorfeld beurteilen, ob der Kandidat zu der Aufgabe und dem Projektumfeld passt." Auf dem Portal www.certbycels.com befinden sich inzwischen 50 Berufsbildtests der IT-Community, die entweder bereits freigeschaltet wurden oder in Kürze online sind. Pro Monat gehen weitere fünf Berufsbildzertifizierungen online. Die Zertifizierungen sind noch kostenlos. Für jedes Berufsbild gibt es je nach Qualifikationstiefe unterschiedliche Zertifizierungen. So finden 86 Prozent der rund 500 Kandidaten, die ihre IT-Skills und Soft Skills online testen ließen, die CeLS-Idee gut oder sehr gut, 94 Prozent sind an weiteren Berufsbildern interessiert und 93 Prozent halten die abgefragten fachlichen Themen für aktuell und fortschrittlich. Co-Initiator der Berufsbildzertifizierungen in der IT-Branche ist der IDG-Verlag mit Zeitschriften wie Computerwoche und CIO. CeLS soll auch in anderen Branchen etabliert werden. Nächste Schritte sind die Branchen Engineering und Medizintechnik.

CeLS in der Praxis

Bechtle Onsite Services muss beispielsweise in relativ kurzer Zeit Mitarbeiter in ganz Deutschland für IT-Projekte bereitstellen. „Unsere Herausforderung ist es, die richtigen Mitarbeiter mit der richtigen Qualifikation am richtigen Ort einzusetzen", erläutert Jörg Öynhausen, Geschäftsführer von Bechtle Onsite Services: „Das ist nicht immer so einfach, deshalb sind wir froh über gute Möglichkeiten, unsere Auswahlprozesse zu vereinfachen und noch präziser zu gestalten." Auch die Bewerber profitieren von den Online-Tests. Softwareentwickler Benjamin Vehse von akquinet, der den Test „Mobile Application Professional" mit seinem Team entwickelte, fasst zusammen: „CeLS schließt eine Lücke: Durch die Fragestellungen bekommen Bewerber vorab einen wichtigen Einblick in ihr neues Aufgabenfeld, was bisher im normalen Bewerbungsverfahren nicht möglich war." Für Jörg Öynhausen ist CeLS eine sinnvolle Ergänzung zu den bisherigen Auswahlverfahren: „Bedingt durch den Fachkräftemangel müssen wir genau filtern können, um den Prozess zu präzisieren. Unsere Bewerber bekommen mit den Berufsbildzertifizierungen einen genauen Einblick in ihr neues Arbeitsumfeld, sie können sich noch vor dem persönlichen Gespräch ein erstes Bild machen und wissen, was von ihnen verlangt wird." Die Herstellerzertifikate sind durch CeLS nicht grundlegend ersetzbar. „Herstellerzertifizierungen sind meist proprietär auf ein Produkt ausgelegt. Das Erlernte ist nicht selbstverständlich auf andere Bereiche und Technologien übertragbar", erklärt Benjamin Vehse, „CeLS gibt jedoch einen Überblick über ein ganzes Berufsbild."

https://www.geco-group.com//

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