Browsergames immer beliebter

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Seit ein paar Jahren erfreuen sich Browserspiele einer immer größer werdenden Beliebtheit. Vorbei scheinen die Zeiten der PC-Spiele in Form von CDs. Spätestens seit dem Boom der Smartphones und Tablets hat sich das Spielverhalten komplett verändert.

Was sind Browsergames?

Browserspiele werden, wie der Name schon verrät, im Internetbrowser gespielt. Dazu braucht man keine CD, sondern nur einen Internetzugang. Dann erstellt man ein kostenloses Nutzerkonto beim Anbieter des Spiels. Browserspiele werden oft auch Massive-Multi-Player-Onlinegames (MMOs) genannt. Das heißt, dass mehrere Millionen Nutzer das Spiel spielen und gegeneinander antreten. Entweder handelt es sich dabei um ein Strategiespiel, wo man z. B. mit seinem Volk ein Gebiet besiedeln, den Fortschritt durch Forschung vorantreiben und sich gegen Feinde (andere Spieler) verteidigen muss – oder man muss mit seiner Figur Abenteuer bestehen und kann mit anderen Spielern interagieren (Rollenspiele/RPG). Besondere Aufgaben (Quests) oder Gadgets werten die Spiele noch zusätzlich auf. Kleine App-Spiele in den sozialen Netzwerken gehören ebenfalls zu den MMOs.

Erfolgreiche Hersteller von Online-Games

Durch den starken Zuwachs an Online-Spielern hat die Onlinegame-Branche in den letzten Jahre große Gewinne verzeichnet. Ein solch erfolgreicher Hersteller von Browsergames ist das Hamburger Unternehmen InnoGames, das weltweit an die 120 Millionen registrierte Nutzer zählt und damit zu den führenden Anbietern von Onlinespielen gehört. Am beliebtesten sind die Aufbau-Strategiespiele „Die Stämme“ (engl. Tribal Wars), „Grepolis“ und „Forge of Empires“. In Tribal Wars baut man sein eigenes mittelalterliches Dorf auf; Grepolis spielt im antiken Griechenland, hier bekommt man es auch mit antiken Gottheiten zu tun und muss in besonderen Quests Schätze finden. In „Forge of Empires“ beginnt man mit seiner steinzeitlichen Siedlung und forscht durch die Jahrhunderte gehend nach neuen Errungenschaften, führt Kriege gegen Feinde und baut sich so ein Imperium auf.

Der Erfolg dieser Spiele liegt wohl nicht nur in der fantasievollen Umsetzung und detailverliebten Ausführung begründet, sondern auch daran, dass die Nutzung kostenlos ist. Sie beruhen aber auf einem internen Bezahlsystem, z. B. Gold oder Geldmünzen, die man für den Kauf von neuer Ausrüstung, Waffen oder bestimmten Ressourcen braucht. Natürlich kann man sie während des Spiels auch über Handel oder auf Quests einnehmen, für die Ungeduldigen oder auch Profi-Spieler genügt dieses Budget allerdings nicht, sodass sie Virtuelles mit echtem Geld kaufen „müssen“.

Mobile Browserspiele auf dem Smartphone und Tablet

Ein weiterer Erfolgsfaktor ist vermutlich die Möglichkeit, die Spiele auch unterwegs als Apps auf dem Smartphone oder Tablet spielen zu können. Viele Spieler „zocken“ auch in Bus und Bahn, kaufen mal hier schnell ein Schiff oder bauen dort ein neues Gebäude. Die Spiele selbst verleiten natürlich dazu, da es sich oft um Echtzeit-Spiele handelt, das heißt, die Zeit im Spiel schreitet weiter voran, obwohl man nicht online ist. Da Tablets inzwischen sogar beliebter als Laptops sind, werden sie auch mit ins Büro genommen. Vom Online-Spielen während der Arbeitszeit sollten Arbeitnehmer allerdings die Finger lassen, das kann schnell eine Kündigung nach sich ziehen.

Bild: Screenshot aus dem Browserspiel Grepolis, © Innogames

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