ByteActionMail: Alternative zu De-Mail-Services

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Die E-Mail als digitales Einschreiben: In den Medien haben Provider in den vergangenen Monaten ausführlich auf die Einführung von De-Mail-Services aufmerksam gemacht. Ziel dieses Dienstes ist es, Zustellungen über das Internet verbindlich vorzunehmen. Jeder soll vertrauliche Dokumente, ähnlich wie bei einem Einschreiben, sicher auf dem digitalen Weg versenden können. Das Unternehmen ByteAction bietet mit ByteActionMail eine Alternative.

Im Unterschied zur herkömmlichen E-Mail ist der Dienst De-Mail für die verschlüsselte Kommunikation entwickelt worden. Er ermöglicht den ”sicheren” Versand von offiziellen Dokumenten übers Internet. Die Alternative ByteActionMail funktioniert ähnlich, allerdings ist der Nutzer nach eigenen Angaben flexibler. So behält der Nutzer seine bestehende E-Mail-Adresse, er muss sich lediglich beim Dienst anmelden.

Nutzer beziehungsweise Administratoren können ihn einfach in lokale Lösungen (Microsoft Outlook, Lotus Notes etc.) integrieren. ByteActionMail, kurz BAM, basiert auf der Lösung „regimail“ aus dem Hause „regify“. BAM-Nutzer können damit untereinander und mit jedem anderen regimail-Nutzer sicher elektronische Briefe austauschen.

ByteActionMail in der Praxis:

Der Sender verfasst seine Nachricht entweder als herkömmliche E-Mail, die ByteActionMail dann mit Rückschein versendet. Er erhält so einen eindeutigen Beleg darüber, wann die E-Mail geöffnet wurde. Die Nachricht wird verschlüsselt übertragen – um welche Art Verschlüsselung es sich dreht, wird nicht verraten. Anschließend kann der Empfänger der E-Mail die Nachricht entweder über das Webportal oder mittels Client Software öffnen.

Ein ”ähnliches” Prinzip spricht den Endkunden meist über den Preis an. Das Unternehmen nennt auf den eigenen Seiten allerdings keine Preise, spricht lediglich von ”günstigen Flat-Preisen”. Auf Anfrage unsererseits hat ByteAction bisher nicht geantwortet. Zumindest ist das Empfangen und Lesen von ByteActionMails kostenlos. Ein Testzeitraum von 30 Tagen steht jedem Interessenten zur Verfügung. Danach muss nicht extra gekündigt werden.

Bild: ByteAction

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4 Kommentare

  1. Wieso Alternative ?? Für De-Mail gibt es eine gesetzliche Grundlage !! Bei dem oben Beschriebenen handelt es sich lediglich um eine stinknormale kommerzielle Lösung….sicher ist das ganz bestimmt, aber kein rechtsverbindlicher Austausch rechtsgültiger elektronischer Dokumente. Der Aufwand dürfte gleich groß, wenn nicht größer sein. Also das dürfte sich nicht durchsetzen….zumal alle öffentlichen Einrichtungen sich der De-Mail anschließen werden ( und müssen…gesetzliche Grundlage…).

    • Markus Henkel am

      Ich bin mir da nicht sicher. Einen rechtsverbindlichen Hintergrund hat das Gesamtpaket ja durch die Rechnung. Adresse, Name des Kunden usw. sind demnach hinterlegt. Eine E-Mail ist ja mit Rechnung immer zurück-recherchierbar. Das ist zumindest meine persönliche rechtliche Grundlage – aber ich kann mich auch irren. :-). Die Alternative wäre ja in Sachen Daten zumindest sicherer, weil private Unternehmen wesentlich besser kontrollierbarer sind, oder?

  2. Das Problem ist, dass z.B. Kommunen einzig und allein auf Gesetzestexten arbeiten können. E-Mail ist per Definition als unsicher einzustufen. Das De-Mail System mit seiner gesetzlichen Grundlage und den darauf basierenden zertifizierten De-Mail-Providern, ändert das entscheidend. Die Idee von Regify ist keine schlechte, aber es ist kein offener Standard, wird nur von einer Firma entwickelt und entbehrt jeglicher gesetzlichen Grundlage. Daher ist die Aussage „rechtssicher“ irreführendes Marketing. Es hält nicht, was es verspricht und kann keine Alternative sein, solange es kein Regify-Gesetz gibt.

    • Markus Henkel am

      Rechtssicherheit besteht zweifelsohne durch die Rechnung. Aber den Rest kann man gerne in Frage stellen. Bin aber unsicher – auch kein Jurist. Schade, dass sich das Unternehmen dazu nicht äußert.

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