CardioSecur® – das mobile EKG

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Die Initiative Mittelstand im Gespräch mit Harrie van Baars, CEO der Personal MedSystems GmbH

CardioSecur® für das iPhone bietet das erste 12-Kanal EKG als personalisierten Herz-Check. Es ermöglicht eine sofortige Auswertung von ischämischen und rhythmischen Veränderungen des Herzens und gibt Patienten eine direkte Handlungsempfehlung. Damit konnte die Personal MedSystems GmbH den INDUSTRIEPREIS in der Kategorie Medizintechnik gewinnen.

Ihr Produkt ist Sieger beim INDUSTRIEPREIS 2015. Können Sie uns Ihre Lösung in drei prägnanten Sätzen beschreiben?

CardioSecur® ist das unkomplizierte und mobile EKG, mit dem man Messungen in Klinik-Qualität machen kann. Mit nur vier Elektroden messen wir zwölf Kanäle und geben dem Nutzer nach der Messung personalisiertes Feedback zu seiner Herzgesundheit.

Was ist aus Ihrer Sicht das Innovative an Ihrer Industrielösung?

Zum einen ist CardioSecur® ein mobiles EKG, das einfach an das iPad, iPhone oder den iPod angeschlossen werden kann. Man nimmt, wenn man sich wohl fühlt und keine Beschwerden hat, eine Basis-Messung auf. Mit der werden alle folgenden (Kontroll-)Messungen verglichen. Ist die Differenz zwischen beiden Messungen an bestimmten, wichtigen Punkten sehr groß, wird der Patient sofort alarmiert einen Arzt aufzusuchen. Zum anderen können wir mit nur vier Elektroden Insgesamt 15 (12 + V7, V8 und V9) Kanäle des Herzens messen, betrachten also das Herz nicht nur zu 65 Prozent, sondern zu 85 Prozent und können somit auch Hinterwandinfarkte erkennen.

Warum braucht ein Unternehmen eine Lösung wie Ihre und welche Vorteile bietet sie anderen Industrieunternehmen?

Bei CardioSecur® geht es nicht nur um Unternehmen, es geht um Menschen und Menschenleben. In nur zehn Sekunden Messzeit schaffen wir es ein klinisch einwandfreies EKG zu erstellen und im Falle eines Ereignisses den Nutzer zu warnen. Der Arzt hat durch den automatischen Upload in die Datenbank sofort Zugriff auf das EKG und kann von überall auf der Welt seinen Patienten diagnostizieren. Die Vorteile liegen also vor allem in der Prävention eines möglichen Infarktes oder anderer Herzkrankheiten.

Wie lange dauerte die Entwicklung Ihrer innovativen Lösung und planen Sie weitere Optimierungsmaßnahmen?

Man kann gar nicht genau sagen, wie lange die Entwicklung der Lösung gedauert hat. Wir haben mit einem Standalone-Gerät angefangen und sind jetzt bei einer iOS basierten Version, die sich ständig weiterentwickelt. Sowohl in der Kompatibilität als auch in den Features. Gerade wurde die App neu aufgesetzt, die Android Version ist für Herbst 2015 geplant. Weiterhin arbeiten wir an einer 360°-Lösung. Das heißt, wir können dann nicht nur 85 Prozent des Herzens betrachten, sondern ganze 100 Prozent. Das wäre bahnbrechend, dann könnten wir ein komplettes Real-Time-3D-Modell des Herzens darstellen, direkt nach der Messung.

Welche fünf Keywords würden Sie mit Ihrer Lösung verbinden?

  • Herzgesundheit
  • Sicherheit
  • Klarheit
  • mobiles EKG
  • Herzmessung

Wie wichtig ist für Sie die Teilnahme an Wettbewerben wie dem INDUSTRIEPREIS und was bedeutet ein solcher Preis für Ihr Unternehmen und Ihre Arbeit?

Wir versuchen auf regelmäßiger Basis an solchen Wettbewerben teilzunehmen. Nicht nur um zu gewinnen, was natürlich schön ist, aber auch um zu überblicken, wohin der Trend geht, was es Neues gibt und geben wird. Durch solche Wettbewerbe knüpft man oft tolle Kontakte und lernt sehr interessante Projekte kennen.

Welche Rolle spielt das Thema „Industrie 4.0“ Ihrer Meinung nach für die Wettbewerbsfähigkeit deutschsprachiger Unternehmen?

Da bereits der Terminus der „Industrie 4.0“ in Deutschland entstanden ist, sehen wir uns natürlich ganz vorne in der Bewegung und die Wettbewerbsfähigkeit deutschsprachiger Unternehmen keineswegs unter der anderer. Auch wenn man hier rein über die Fähigkeit spricht, denn was die Durchführung angeht, bleibt noch Luft nach oben. Die wichtigsten Branchen gehen sehr zögerlich an das Thema heran, das intelligente Supply Chain/ Process Management ist erst bei 44 Prozent der Unternehmen implementiert, das reicht nicht für eine „Revolution“. Aber der Wille ist da, es gilt nur noch die üblichen Hürden zu meistern.

Wie schafft es Ihr Unternehmen, dauerhaft innovativ zu bleiben? Wie sieht Ihre Zukunftsplanung aus?

Dauerhaft innovativ bleiben hört sich sehr gezwungen an. Man kann nicht auf Abruf innovativ sein. Wir setzen uns nicht unter Druck, sondern arbeiten an unseren Visionen, an dem wo wir mal hinwollen, an dem Produkt, das bahnbrechend ist. Das reicht für uns aus, um absolut innovativ zu sein und mit all unserem Herzblut dabei zu sein. Und das ist auch unsere Zukunftsplanung.

 

Weitere Informationen zur Lösung finden Sie hier

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