Cloud for Europe: Auf dem Weg in die europäische Wolke

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Einheit und Gemeinschaft – das sind wohl die wichtigsten Schlagworte der Europäischen Union (EU). Ob Politik, Wirtschaft oder Kultur, die insgesamt 28 Mitglieder des Staatenverbundes wollen zusammenwachsen. Das gilt auch bei einem der wichtigsten IT-Themen in diesem Jahr: Cloud Computing. Aus diesem Grund wurde die „Cloud for Europe“ (CfE), eine Initiative der EU, ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, die Wolke für den öffentlichen Sektor europaweit zu vereinheitlichen. Geleitet wird das Programm von einem Konsortium bestehend aus elf europäischen Staaten.

Diese Arbeitsgemeinschaft hat die Aufgabe, ein Konzept zu entwickeln, das vor allem zwei Ziele verfolgt. Zum einen die Vereinheitlichung der Insel-Lösungen, wodurch sich ein Gegengewicht aufbauen lässt – etwa zu US-amerikanischen Anbietern. Zum anderen ein grenzübergreifender Datenschutz, der es Nachrichtendiensten wie der NSA erschwert, in Europa Informationen einzusehen.

Um diese Ziele zu erreichen, wurden drei Arbeitsschritte definiert: An erster Stelle steht die Ermittlung von Hindernisse für die Cloud-Nutzung im Public Sector. Dann folgt die Bestimmung von Dienstleistungen, die helfen, diese Hürden zu überwinden. In einem letzten Schritt suchen die Verantwortlichen nach innovativen Lösungen für Cloud-Services. Dabei spielen vor allem die Erfahrungen aus dem europäischen Wirtschaftssektor eine große Rolle. Die Initiative CfE startete bereits im Juni 2013 und läuft bis November 2016.

„Für die EU-Mitgliedstaaten bietet Cloud for Europe eine große Chance“, sagt Christian Fredrikson, CEO bei F-Secure und Mitglied des European Cloud Partnership Steering Boards, das Mitte November 2013 in Berlin tagte. „Mit einheitlichen Standards, etwa für die Datenverschlüsselung, können wir die öffentliche Verwaltung und ihre Prozesse verbessern – und damit auch ihre Dienstleistungen für die Bevölkerung, beispielsweise im Gesundheitssektor. Wenn wir es klug anstellen, könnten überall in Europa dieselben strikten Regeln für Datensicherheit und für den Schutz der Privatsphäre gelten. Für die NSA oder andere außereuropäische Nachrichtendienste würde das bedeuten, dass sie erst einmal einen Gerichtsbeschluss oder eine andere Legitimation im Rahmen grenzübergreifender Ermittlungsarbeit brauchen, bevor sie Daten einsehen können.“

Laut der Agenda für Cloud for Europe soll das Konsortium bis Mitte nächsten Jahres alle nötigen Standards und die entsprechenden technischen Anforderungen definieren. Damit nimmt die Initiative eine weitere Hürde auf dem Weg in eine gemeinsame, europäische Wolke – Richtung Einheit und Gemeinschaft.

Bild: Christian Fredrikson, CEO bei F-Secure: „Für die EU-Mitgliedstaaten bietet Cloud for Europe eine große Chance“. (Quelle: F-Secure)

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