Damit Arbeit nicht krank macht: Wie man mit Stress fertig wird

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„Ich kann mich nicht zweiteilen!“ – So klingt es aus dem Mund von gestressten Kolleginnen und überarbeiteten Vätern, oft mit einem Schuss Verzweiflung. Über viele Menschen bricht so viel Arbeit herein, dass sie das Gefühl haben, die Dinge nicht mehr stemmen zu können. Die Konsequenzen aus einer fehlenden Work-Life-Balance treffen aber nicht nur einzelne Individuen, sondern auch die Wirtschaft als Ganzes.

Eine zunehmende Anzahl leidet am allgegenwärtigen Zeitdruck durch Arbeitsbelastung. Der Begriff „Arbeit“ umfasst dabei auch die Tätigkeiten, die jeder Mensch erledigt, ohne Geld dafür zu bekommen: Wäsche waschen, Geschirr sortieren, Kinder erziehen. Rechnet man diese sogenannte „unbezahlte Arbeit“ hinzu, kommen wir Menschen schnell auf eine Woche mit 50 bis 60 Arbeitsstunden. Selten bleibt bei diesem Pensum noch Zeit für Ruhe und Entspannung.

Die Auswirkungen dieser Belastung sind verheerend, sowohl für den Einzelnen als auch für Unternehmen. Burnout hat in den letzten Jahren immer mehr Aufmerksamkeit erregt und zunehmend werden immer mehr Fälle davon als ausgewachsene Depression diagnostiziert. Das geht aus dem Gesundheitsbericht für 2013 der DAK hervor. Die Verluste für die Volkswirtschaft liegen bei ungefähr 21,9 Milliarden Euro, wobei knapp ein Viertel aller Krankheitstage von Depressionen verursacht werden, so eine Studie der Allianz Versicherungen.

Stress durch eine fehlende Work-Life-Balance ist mit ein Grund von vielen für die Zunahme psychischer Erkrankungen. Der erste Schritt, um Stress zu vermeiden, ist Planung: Welche privaten Aufgaben müssen bis wann erledigt werden? Welche Pflichten kann man sich mit dem Partner oder der Familie teilen? Speziell bei berufstätigen Eltern mit Kindern ist eine sorgfältige Planung wichtig. Aber gerade durch den Nachwuchs können selbst die besten Pläne durchkreuzt werden, beispielsweise wegen einer Krankheit.
Egal ob Kinder da sind oder nicht: Die sicherste Methode, für eine gesunde Work-Life-Balance zu sorgen, ist Arbeitsstunden zu reduzieren. Falls dies nicht möglich ist, dann sollten zumindest Regelungen zu Homeoffice oder flexiblen Arbeitszeiten in Anspruch genommen werden. Denn eine größere Freiheit in der Zeiteinteilung bedeutet für viele auch ein größeres Gefühl von Selbstbestimmung und damit mehr Zufriedenheit. Zudem ist das Homeoffice für mache Tätigkeiten viel effizienter als der Büroalltag. Mit den Kollegen kann man auch per Mail oder Telefonkonferenz Kontakt halten.

Die Formel „Arbeit macht krank“ ist trotz der vielen Statistiken zur Erkrankungen durch Stress und Burnout zu kurz gegriffen. Arbeit ist für viele nicht nur Mittel zum Zweck sondern auch Erfüllung. Allerdings sollte die Lösung für die zunehmende Belastung nicht erst in einer fernen Zukunft liegen. Zum Glück gibt es einige Maßnahmen, damit sich niemand tatsächlich zweiteilen muss, um das Privatleben und den Beruf unter einen Hut zu bringen.

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