Deutsche achten auf Sicherheit beim mobilen Online-Banking

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Ein Viertel der Smartphone-Anwender hat keine Bedenken, intime Fotos und Videos auf dem Handy oder Tablet aufzubewahren, so eine aktuelle Studie von Security-Anbieter AVG. Wenn es jedoch um Finanzen auf dem Smartphone geht, sind Verbraucher deutlich zurückhaltender: Insbesondere deutsche Nutzer reagieren auf mobiles Banking mit hohen Sicherheitsbedenken.

Knappe Öffnungszeiten der Bankfiliale, langes Anstehen am Schalter: Laut Branchenverband BITKOM hat das fast die Hälfte der Deutschen hinter sich gelassen und wickelt Bankgeschäfte lieber über das Internet ab. Doch im Büro, am Flughafen oder auf Reisen gibt es selten vertrauenswürdige und geschützte WLAN-Schnittstellen. Daher wird Online-Banking am liebsten von zu Hause aus getätigt. Wer viel unterwegs ist, braucht jedoch flexible Lösungen, mit denen er seine Bankgeschäfte jederzeit sicher erledigen kann. Das Potenzial für mobiles Banking ist entsprechend groß, insbesondere der mobile Geldtransfer gilt als attraktives Anwendungsfeld. Doch noch überwiegen insbesondere bei deutschen Verbrauchern Sicherheitsbedenken. Sicherheits- und Datenschutzfragen stehen der breiten Nutzung von mobilen Bankdiensten im Weg. Dies zeigen die Ergebnisse der aktuellen weltweiten Mobility-Studie von AVG. Nur elf Prozent der Deutschen wickeln Finanzgeschäfte über mobile Geräte ab und nur ein Viertel überprüft den Kontostand via Smartphone. Im weltweiten Vergleich ist dies jeweils der niedrigste Wert.

Öffentliche WLAN-Nutzung in Deutschland Tabu

Auch im öffentlichen WLAN haben deutsche Verbraucher ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit – mehr als die Bürger anderer Länder. 82 Prozent der in Deutschland befragten Studienteilnehmer gaben an, dass sie Sicherheitsbedenken bei offenen WLAN-Schnittstellen hätten. Nur knapp die Hälfte der Deutschen hat sich über mobile Geräte überhaupt schon einmal in öffentliches Internet eingewählt. Hier sind die Deutschen Tabellenletze: Weltweit haben schon rund zwei Drittel offenes WLAN genutzt, in Brasilien sogar 88 Prozent. So überrascht es nicht, dass deutsche Nutzer gerade dem Online-Banking im öffentlichen WLAN besonders skeptisch gegenüberstehen: Deutsche Verbraucher nutzen weder Smartphone (93 %) noch Tablet (90 %) für Online-Transaktionen. Nur fünf Prozent der Deutschen bewahren vertrauliche Finanzdaten wie PINs oder Kreditkarteninformationen auf ihrem mobilen Endgerät auf. Damit bilden sie gleichauf mit Frankreich das Schlusslicht im internationalen Vergleich.

Die Umfrage zeigt deutlich, dass Verbraucher noch keine klare Vorstellung davon haben, wofür sich mobile Geräte sicher und vernünftig nutzen lassen. Fast 50 Prozent der Nutzer glauben, dass Smartphones nicht so sicher sind wie Computer oder Notebooks. Dementsprechend ziehen nur 36 Prozent der Verbraucher in Betracht, ihren Kontostand per Smartphone zu überprüfen, während 78 Prozent ihre Kontoinformationen über den PC abrufen. Umso erstaunlicher: Trotz der Sicherheitsbedenken speichert jeder vierte befragte Smartphone-Nutzer intime Fotos oder Videos auf seinem mobilen Gerät.

Verbraucher-Aufklärung ist notwendig

Ganze 70 Prozent der Verbraucher kennen die Sicherheitsfunktionen nicht, mit denen  persönlichen Daten im Notfall auch aus der Ferne gelöscht werden können – ganz abgesehen vom hohen Risiko, das generell für persönliche Daten besteht, wenn ein Gerät in falsche Hände gelangt oder verloren geht. Es ist also höchste Zeit, dass die Branche aufwacht und Verbraucher verstärkt über Privatsphäre und Datensicherheit aufklärt. Geschieht dies nicht, bleiben Verbraucher dem mobilen Handel gegenüber skeptisch und den Herstellern drohen unter Umständen Ausfälle in Millionenhöhe.

Zur Information: Weltweite AVG Mobility-Studie:

Bei der Mobility-Studie handelte es sich um eine Online-Umfrage unter 5.107 Smartphone-Nutzern aus Großbritannien, USA, Frankreich, Deutschland und Brasilien. Die Feldphase fand im Januar 2013 statt und wurde von Qualtrics durchgeführt.

Weltweite AVG Mobility-Studie: Deutsche Verbraucher wickeln Finanzgeschäfte ungern via Smartphone ab.

Weltweite AVG Mobility-Studie: Deutsche Verbraucher wickeln Finanzgeschäfte ungern via Smartphone ab.

Weltweite AVG Mobility-Studie: Nur ein Viertel der Deutschen überprüft Kontostände via Smartphone.

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Weltweite AVG Mobility-Studie: Deutsche Verbraucher nutzen öffentliche WLAN-Schnittstellen selten für Smartphone & Co.

Weltweite AVG Mobility-Studie: Deutsche Verbraucher nutzen öffentliche WLAN-Schnittstellen selten für Smartphone & Co.

Weltweite AVG Mobility-Studie: Deutsche speichern vertrauliche Finanzdaten ungern auf dem Smartphone.

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