Die digitale Transformation braucht das neue Miteinander auf allen Ebenen.

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Im ersten Quartal dieses Jahres begleitete ich ein Bewerbungsverfahren für einen Kunden. Es wurde eine neue Abteilungsleitung gesucht. In der Vorbereitung wurde ich gefragt, ob ich eine Einschätzung der in frage kommenden Bewerber vornehmen könnte. Zum Thema ihrer sozialen Kompetenz. Das Unternehmen wollte eine Einschätzung, wie die potentielle neue Leitung ihre sozialen Beziehungen aufbaut, pflegt und stärkt. Das Motto im 20. Jahrhundert lautete sehr oft: Einstellung aufgrund der fachlichen Fähigkeiten – Kündigung aufgrund der (falschen) Persönlichkeit.

Heute: Durch die gesellschaftlich-organisationalen Anforderungen der VUKA-Welt (Unberechenbarkeit, Unsicherheit, Komplexität, Ambivalenz) ist die Einstellung der Führungskräfte aufgrund der persönlichen Reife (passend zum Unternehmen und angestrebten Führungsstil) essentiell und befähigt zur agilen Führung – und dann kann die Entwicklung der fachlichen Fähigkeiten starten.

Die Bestimmungsgrößen der VUKA-Welt erfordern neben der agilen Führung auch eine flexible, kooperative und integrative Arbeitsform.  „Was kann ich tun, um Situationen besser zu gestalten? Welche Möglichkeiten habe ich mit meinem Verhalten oder meiner Haltung zur Person?“ kommt dann oft als Frage in meinen Coachings oder in Seminaren zu den Veränderungsprozessen des Unternehmens.

Der Einzelne braucht die Verbindung mit den anderen. Der Mensch ist ein Rudeltier. Im Büro sind wir voneinander abhängig. Kein Erfolg ohne die Unterstützung des Anderen. Mein Handeln bestimmt deine Realität – das bedeutet, dass wir beide in einer  Interaktion sind. Soweit, so gut – oder doch nicht gut?

Hand aufs Herz: Hast du nur dich und deine Karriere im Blick? Du bist egoistisch im Büro? Dann wird dir keiner helfen, wenn du mal Hilfe brauchst. Andere werden wahrscheinlich sagen, dass du arrogant wirkst und kein Feingefühl zeigst. Du kannst nur das vom Anderen erwarten, was du selbst bereit bist zu geben. Dies ist dann auch meist der Grund für eine Entlassung. Du kannst dich mit den anderen sozial nicht verbinden. Du zentrierst dich auf deine Bedürfnisse. Das ist als Führungskraft der Tod. Für das Unternehmen der Verlust von vielen Ressourcen – menschlich, fachlich, innovativ, synergetisch oder schnittstellenbedingt. Hier kann Fuelbox einen wichtigen Beitrag leisten. FuelBox ist ein einfach zu bedienendes Werkzeug – wähle eine Karte und schon geht´s los! Ein gut durchdachter Implementierungsplan und der FuelGuide erhöhen die Chance FuelBox als echten Veränderer zu nutzen! Mehr Infos dazu gibt´s hier (Link www.fuelboxworld.de hinterlegen)

Die agile Führung hat das Ziel andere Menschen zu unterstützen. Die anderen werden sich mit mir nur gut fühlen, wenn ich ihnen das Gefühl gebe willkommen zu sein. Hast du schon mal daran gedacht, jemandem ein Lob einfach mal so auszusprechen? Ohne Hintergedanken? So einfach aus dem Nichts heraus? Kannst du dir das überraschte Gesicht vorstellen? Was machen deine Mitarbeiter am Wochenende? Kannst du dir vorstellen mit ihnen darüber zu reden?

Die agile Führungskraft geht wohlwollend mit Mitarbeitern und Kollegen um. Sie nimmt die Mitarbeiter in ihren Wünschen und Bedürfnissen ernst. Die agile Führungskraft ist authentisch und ehrlich – ein Vorbild. Das kann manchmal auch anstrengend sein. Oder auch unpopulär.

Ich zeige meinem Gegenüber, dass ich von ihm überzeugt bin. Ich wertschätze seine Fähigkeiten und spiele seine „Fehler“ herunter (Ich glaube nicht an Fehler – eher an Erfahrungen. Darum die Anführungsstriche). Als Vorgesetzter überlege ich was ich dazu beitrage den „Fehler“ nicht zu wiederholen. Ich reagiere auch mit Humor und Spaß, wenn „Fehler“ oder unpassende Reaktionen auftauchen. Soll nicht heißen, dass ich den Anderen auslache. Ich gebe dem Anderen meine Unterstützung, indem ich ihn bestärke, seinen Weg zu gehen. Ich erlaube ihm aus den „Fehlern“ zu lernen. Denn „Fehler“ sind Erfahrungen, die aufzeigen, dass etwas nicht funktioniert oder unpassend ist.

Aus diesen Gründen sollten Unternehmen eher nach der Persönlichkeit einstellen. In erster Linie zählt der Charakter. Denn die unpassende  Persönlichkeit kostet das Unternehmen die meisten Kollateralschäden. Die Persönlichkeit kann ich nur von innen heraus ändern – z.B. durch persönliche Coachings, durch Seminare oder Workshops.

Die agile Führung als neue Ebene des Miteinanders

Das agile Führen in der VUKA-Welt braucht eine Rollenklarheit. Dazu zählen unter anderem die Aufgabe, die Verantwortung in der Rolle, die Entscheidungsbefugnisse und die Klärung der Schnittstellen. Dafür brauchen Unternehmen die Führungskräfte, die das Führen in der VUKA-Welt verkörpern. Als Voraussetzung dafür kann die Führungskraft den eigenen Standpunkt vertreten und gleichzeitig die anderen Meinungen anerkennen. Miteinander arbeiten auf Augenhöhe ist die Devise. Dazu braucht jedes Unternehmen eine gewissenhafte Analyse, welche Stufe der Agilität sie für welche Abteilung verträgt oder ob sie erst zu einem agilen Miteinander entwickelt werden muss. Hier kann Fuelbox (Link www.fuelboxworld.de hinterlegen) ebenfalls gut eingesetzt werden, die Vertrauensebene unter den Mitarbeitern und die Neugier für das Kommende stärken. In den agilen Strukturen tauchen gleiche Herausforderungen der Teamentwicklung auf – sie müssen miteinander geklärt werden wie in traditionell aktiven Teams.

Der Autor

Thomas Wehrs wirkt seit fast zehn Jahren als systemischer Coach, Organisationsentwickler und transaktionsanalytischer Berater. Er doziert an der Macromedia Hochschule Berlin zu Unternehmertum, zu Führung und Motivation als auch zu Organisationspsychologie.

Sein Hauptaugenmerk liegt auf den Auswirkungen zwischenmenschlicher Bindungen in Zeiten der Digitalisierung in Teams, den Führungsebenen und den Anforderungen an Mitarbeiter und Unternehmern in Zeiten der Veränderung. Dazu hat er auch das Sachbuch „Störfall Mensch“ (2018) veröffentlicht.
www.thwehrs.com

 

 

 

 

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