Die neue ISO 9001:2015

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Warum wir die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer wieder relativieren müssen.

Alle erfahrenen Projektleiter kennen den Spruch: „Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Leute zusammen, um Holz zu beschaffen und Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern wecke in Ihnen die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer“ (Antoine de Saint-Exupéry). Manche haben sich auch darin verloren und den Weg  zum Festland nicht mehr gefunden. In den meisten Betrieben spielt die Musik aber am Festland und nicht auf der „Insel der Glückseeligen“. Möchte man ein Ziel erreichen, wird jede einzelne Hand bzw. Kopf gebraucht und man sollte Brücken bauen um Inseln mit dem Festland zu verbinden.

Welche Brücken meinen Sie – fragen Sie sich vielleicht? Zwischen Entwicklung und Produktion oder zwischen Vertrieb und Einkauf?

Stellen Sie sich vor es wäre tatsächlich möglich, dass der Vertrieb und der Einkauf Partner werden. Keine Ehepartner aber Sie würden lernen einander zu wertschätzen.  Sie fragen – wie soll das denn gehen? Wir sind den Weg schon gegangen und geben Ihnen gerne die Koordinaten dafür.

Es ist an der Zeit im Rahmen von Qualitätsmanagement-Systemen (QMS) umzudenken. Qualität findet nicht nur in der Produktion oder am Counter statt. Qualität ist ALLES oder NICHTS, braucht ALLE oder KEINEN. Qualität wird genährt durch jeden einzelnen Prozessschritt  (z.B. Akquise, Einkaufsverhandlung, Preisanalyse, Produktion, Lieferung, Aftersales).

Das ISO Komitee ISO/TC 176 Quality Management und Quality Assurance hat in Ihrer fünften Ausgabe (ISO 9001:2015) die im November 2015 herauskam, einen wichtigen Einleitungssatz verankert:

„Die beständige Erfüllung von Anforderungen und die Berücksichtigung zukünftiger Erfordernisse und Erwartungen stellen eine Herausforderung für Organisationen in einer zunehmend dynamischen und komplexen Umgebung dar. Zum Erreichen dieses Ziels kann es für die Organisation notwendig sein, zusätzlich  zur Korrektur und fortlaufenden Verbesserung, verschiedene Formen der Verbesserung, z.B. bahnbrechende Veränderungen, Innovationen und Neuorganisationen, einzuführen.“

 

Was hat sich tatsächlich geändert von der 2008 auf die 2015 Version:

(Auszüge aus der Norm)

 

* Fokus auf Kontext der Organisation und der interessierten Parteien

* Risikobasiertes Denken im strategischen Ansatz

* Rechenschaftspflicht auf Führungsebene

* prozessorientierter Ansatz in allen Kernprozessen mit messbaren Leistungskennzahlen

* flächendeckende Steuerung von Nichtkonformitäten bis zur Wirksamkeit

* Das Wissen, die Kompetenz und das Bewusstsein der Organisation langfristig absichern

* Nachweispflicht der Supply Chain hinsichtlich Produkthaftung

* Das Qualitäts-Ergebnis zählt – nicht das beschriebene Verfahren

 

Für viele Organisationen steht hier ein „MUSS“ davor, wenn Sie nicht langfristig auf der Strecke bleiben wollen. Die Inseln der Vergangenheit müssen wieder Kontakt zum Festland  bekommen, bevor Sie überschwemmt werden oder sich verselbständigen und das weltweit. Das „Klima“ trägt bekanntlich maßgebend dazu bei.

Schauen wir uns mal die 7 Grundsätze eine QMS an – was fällt Ihnen dabei auf?

„Kundenorientierung – Führung – Einbeziehen von Personen – prozessorientierter Ansatz – Verbesserung – faktengestützte Entscheidungsfindung – Beziehungsmanagement“

Manchmal ist es wie bei den 10 Geboten – jeder kennt Sie – jeder will Sie – aber wenn Sie nicht eingehalten werden – will es keiner gewesen sein.

 „Wechselbeziehungen von Prozessen“ erfordert einen partnerschaftlichen Austausch, besonders dann, wenn es schwierig wird. Somit hat Qualität primär mit Kommunikation zu tun und damit gleichgesetzt mit Konflikt. Ah – jetzt wissen wir auch warum sich keiner so richtig damit beschäftigen will. Es ist unangenehm, es ist anstrengend, es ist keine Lösung in Sicht, also verschieben wir es auf MORGEN. QUALITÄT findet aber HEUTE statt. Kunden wollen HEUTE nicht mehr warten – Sie ja auch nicht, oder?

 Die „neue ISO“ fordert dazu auf den Kontext der Organisation zu hinterfragen.

Wissen wir denn eigentlich was unsere Kunden wollen? Kennen wir das Potential unserer Lieferanten? Haben wir uns eigentlich schon mal mit unserem Alleinstellungsmerkmal beschäftigt? Was macht die Konkurrenz eigentlich anders als wir?

 Um hier in einer Quizshow die richtigen Antworten zu finden, bräuchten Sie Ihre Kollegen aus dem Einkauf und Vertrieb als Joker.  Nutzen Sie diesen Joker doch einfach täglich in Ihrem  Betrieb, anstatt ihn sich für später aufzuheben! Wie hoch ist das Risiko, wenn Sie damit zu lange warten? Wird der „Millioneneinsatz“ damit gefährdet?

Wie würde sich das anfühlen, wenn wir einfach mal behaupten würden der Vertrieb sei der interne Lieferant des Einkaufs und der Einkauf sei der interne Kunde des Vertriebes. Sie sagen „Meuterei auf der Bounty“? Wir sagen es ist an der Zeit zwischen den Inseln Brücken zu schlagen und den gemeinsamen Dialog über Anforderungen, Ergebnisse und gemeinsamer Wertschätzung zu führen.

Deutschland steckt bis 2030 ca. 11 Milliarden Euro (Quelle: Welt am Sonntag, 2013) in seine maroden Brücken im Verkehrsbetrieb. Wie viel sind Sie bereit in Ihre zu investieren? Und dabei geht es nicht nur um Geld – es geht um Zeit, Methodik, Konsequenz, Offenheit und Ehrlichkeit  und das Interesse am Miteinander mit der vollen Unterstützung der Führungsmannschaft. Was wäre der Kapitän ohne seine Mannschaft, was wäre die Mannschaft ohne Kapitän?

 Sie sagen das sehen wir genauso, dann lassen Sie uns gemeinsam an Ihren Brücken bauen, und die Koordinaten für Ihr GPS System (Gearing Procurement Sales) entwickeln. Gehen wir gemeinsam den wertschätzenden Qualitätspfad Richtung ERFOLG.

 

 Wir freuen uns auf Ihren Anruf, weil wir Interesse an Ihnen haben.

 Ihr BPI Team

 www.best-practice-institute.com

„Die Menschen bauen zu viele Mauern und zu wenig Brücken“ (Isaac Newton)

www.best-practice-institute.com

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