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Gewinner des Porsche Data Cups stellen Innovations-Projekte vor

Die Sieger des ersten Porsche Data Cups haben ihre Projekte auf der Innovations-Plattform Startup Autobahn präsentiert: Zu den erfolgreichen Bewerbungen gehören ein digitales Fahrtenbuch, eine Bewertung von Unfallschäden mithilfe künstlicher Intelligenz und eine individuelle Versicherungs-Abrechnung. Die erfolgreichen Teilnehmer stellten ihre Innovationen am vergangenen Mittwoch beim Expo Day 10 der Startup Autobahn vor. Der Porsche Data Cup ist ein Open Innovation Wettbewerb von Porsche und der Datenplattform High Mobility.

Die teilnehmenden Teams hatten seit Mitte Mai neue datengestützte Geschäftsmodelle in den Kategorien E-Mobility, Smart Home sowie Versicherungen und Fintech entwickelt. Dabei konnten sie über den Porsche Car Emulator, dem digitalen Ebenbild eines Fahrzeuges, reale Anwendungen simulieren und unter Realbedingungen testen. Die Grundlage dafür bilden nachgestellte Fahrzeugdaten, die über mehr als 140 Programmierschnittstellen angesteuert werden können. Die Jury kürte die Teams AutoLogg, SwissRe und HDI zu den Siegern. Sie stellten beim virtuellen Expo Day 10 von Startup Autobahn ihre Projekte vor 120 Gästen in Stuttgart und 2500 Online-Teilnehmern vor.

AutoLogg: Digitalisierung des Fahrtenbuches
Das Führen eines analogen Fahrtenbuches ist mühsam und fehleranfällig. Bestehende digitale Lösungen nutzen GPS-Daten des Smartphones oder erfordern zusätzliche Hardware. AutoLogg bietet den automatischen und vernetzten Gegenentwurf: Über eine Programmierschnittstelle kommuniziert die Software direkt mit dem Fahrzeug und trackt die Fahrten in Echtzeit. Über eine App können die Fahrten als Geschäfts- oder Privatfahrt deklariert werden und in ein steuerkonformes Fahrtenbuch übertragen werden. Fahrer sparen sich manuelle Arbeit und profitieren von der akkuraten Buchführung.

SwissRe: Schadensfälle in Rekordzeit bewerten
Der Rückversicherer SwissRe entwickelte eine zeitgemäße Lösung für die Bearbeitung von Schadensfällen. Durch künstliche Intelligenz kann die Bewertungsdauer von Schäden von mehreren Tagen auf nur wenige Minuten reduziert werden. Schon kurz nach einem Unfall erkennen die im Fahrzeug verbauten Sensoren, welche Teile beschädigt sind und leiten diese Daten direkt an die Systeme von SwissRe weiter. Über eine App kann der Versicherungsnehmer Fotos vom Schaden hochladen, die dann innerhalb weniger Minuten von einer künstlichen Intelligenz analysiert werden. Sie erkennt, ob die betroffenen Teile repariert werden können oder ausgetauscht werden müssen und ermittelt sogleich die anfallenden Kosten. Durch die Konnektivität des Fahrzeuges wird der bisher papierbasierte und langwierige Prozess für Versicherung und Kunden unkompliziert und einfach.

HDI: individuelle Versicherungslösungen
Bei dem Projekt des Versicherers HDI steht ebenfalls die Vernetzung im Vordergrund. Über eine App können Fahrzeugdaten, wie etwa gefahrene Kilometer, direkt mit der HDI geteilt werden. Nutzer können über ein Dashboard jederzeit transparent bestimmen, welche Daten sie teilen möchten. Ziel ist dabei die Belohnung der Versicherten etwa für den Einsatz von Fahrsicherheitssystemen wie einem Spurhalteassistenten. Für den Kunden ergibt sich daraus ein transparenter und individualisierter Tarif, der sich an sein eigenes Mobilitätsverhalten anpasst.

„Sämtliche Einreichungen haben sich durch ihre hohe Qualität und den klugen Einsatz von Daten ausgezeichnet“, sagt Christoph Acker, Projektleiter Innovation Strategy bei Porsche. „In unserem heutigen Business-Ökosystem müssen wir für moderne Geschäftsmodelle vernetzt arbeiten und denken, um unseren Kunden die bestmögliche Experience zu bieten.“ Porsche-Innovationsmanager Andy Grau ergänzt: „Die erfolgreichen Projekte zeichnen sich durch dieses vernetzte Denken aus. Für Porsche steht die Kundenerfahrung immer im Mittelpunkt, umso glücklicher macht es uns, diesen Leitgedanken auch in digitalen Dienstleistungen wiederzufinden.“

Gewinner erhalten Zugriff auf die Porsche Connect Partner Services
Während des ersten Porsche Data Cups konnten die Teilnehmer die Schnittstelle der Porsche Connect Partner Services (PCPS) testen. Die Plattform bietet externen Diensteanbietern einen DSGVO-konformen und standardisierten Zugang zu realen Fahrzeugdaten, die zur Produktentwicklung genutzt werden können. Dabei entscheidet immer der Fahrzeugbesitzer, welche dieser Angebote er nutzen möchte und welche Daten er hierfür freigibt. Durch diesen Service soll in Zukunft ein ganzes Ökosystem rund ums Fahrzeug entstehen. Die Gewinner des Porsche Data Cups erhalten nun für sechs Monate einen kostenlosen Zugang und können ihre Produkte zusammen mit Experten bei Porsche weiterentwickeln. Nach erfolgreicher Testphase wird die Plattform Ende des Monats live gehen. Interessierte Unternehmen können sich per E-Mail um einen Zugang bewerben: pcps@porsche.de.

Über Startup Autobahn
Die Innovationsplattform Startup Autobahn bietet eine Schnittstelle zwischen branchenführenden Unternehmen und jungen Technologiefirmen am Standort Stuttgart. In den Programmen erarbeiten Unternehmenspartner gemeinsam mit Start-ups Prototypen, um die mögliche weitere Zusammenarbeit beider Parteien zu bewerten, Technologien zu testen und eine produktionsreife Implementierung anzustoßen. Die Projektarbeit ist auf sechs Monate angelegt. Zusammengeschlossen haben sich hierzu mehrere Unternehmen. Neben Porsche sind dies unter anderem Daimler, die Universität Stuttgart, Arena 2036, DXC Technology, ZF Friedrichshafen, Bosch, Schaeffler und BASF. Porsche hat bislang 80 Projekte im Rahmen von Startup Autobahn realisiert. Rund ein Drittel der Ergebnisse fließt in die Serienentwicklung ein.

www.porsche.de

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