Energieströme intelligent optimieren: iPad App macht Energieverbrauch sichtbar

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Energieeffizienz und Kostensenkung sind Schlüsselthemen für den produzierenden Mittelstand und die Industrie. Ein Gemeinschaftsprojekt der TU Braunschweig und des Softwareentwicklers c4c Engineering ermöglicht Einsparungen bei Energie- und Rohstoffverbrauch.

Steigende Energie- und Rohstoffkosten sind neben ökologischen Gesichtspunkten ein Grund für viele Unternehmen, Produktionsprozesse zu optimieren. Größere Unternehmen können durch den Einsatz von zusätzlichem Personal und speziell entwickelten Werkzeugen ihren Energieverbrauch senken. Für kleine und mittlere Unternehmen fehlte es bisher an Lösungen, die sich kosteneffizient umsetzen lassen.

Energieströme intelligent optimieren: iPad App macht Energieverbrauch sichtbarIm Rahmen eines Verbundprojekts entwickelte die TU Braunschweig, Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik (IWF), einen eigenen Ansatz. Werkzeugmaschinen, Elemente der Technischen Gebäudeausstattung sowie maschinennahe Peripherie, wie Druckluftkompressoren oder Kühlschmierstofffilter sind mit Leistungsmessgeräten verbunden. Über integrierte Sensoren werden fortwährend Leistungs- und Verbrauchsdaten erfasst. Diese Daten werden von einem Datensammler erfasst, zentral in einer Datenbank gespeichert und über eine plattform-unabhängige Schnittstelle bereitgestellt.

„Mit diesem Prozess erhält man die Erkenntnisse, wie viel Energie von der jeweiligen Maschine während produktiver Zeiten und während Rüstzeiten verbraucht wurde. Die Informationen kann man dazu nutzen, um tatsächliche Kosten und Nebenkosten zugewiesen auf den produzierten Artikel zu evaluieren.“, so Gerrit Posselt, Projektleiter und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Braunschweig.

Im nächsten Schritt wurde eine Strategie entwickelt, um diese Daten anschaulich nach außen zu kommunizieren und zu visualisieren. Das Kernelement war die Entwicklung einer eigenen App mit dem Namen „EnyFlow“ für das iPad. Mit dem ortsansässigen Entwicklungsunternehmen c4c Engineering wurde ein Partner gefunden, der die nötige Expertise für die Umsetzung der App und die Entwicklung des Backends hatte.

Energieströme intelligent optimieren: iPad App macht Energieverbrauch sichtbar„Eine besondere Herausforderung war die Umsetzung des gewünschten ‚Live-Effekts’, der den aktuellen Verbrauchsstatus der Maschine ad-hoc darstellt“, erklärt Britta Jürgensen, Senior-Softwareentwicklerin von c4c Engineering.

Auf die in der Datenbank gespeicherten Produktions- und Messdaten der einzelnen Maschinen greift ein Backend zu und stellt die Informationen der App zur Verfügung. Zur Auswahl der Maschine hat der User zwei Möglichkeiten: Einerseits wird ihm über die Drahtlos-Verbindung eine Liste der Maschinen angezeigt, aus welcher er die gewünschte Maschine auswählen kann. Zum anderen wurden an speziellen signifikanten Punkten einer Maschine QR-Tags angebracht, die durch eine Scan-Funktion in der App lesbar sind. Wenn ein Anwender vor einer Maschine steht und unmittelbar Informationen über diese beziehen möchte, kann er die Informationen sofort auf seinem Tablet einsehen.

„Die Entwicklung der App im Auftrag der TU Braunschweig war sehr anspruchsvoll, hat uns aber auch viel Freude bereitet. Denn wir von der c4c als auch die TU Braunschweig verfolgen dasselbe Ziel – die Unterstützung von KMUs in deren Produktionen sowie eine Optimierung von den jeweiligen Prozessen, um diese Unternehmen wirtschaftlich zu stärken. Die Ergebnisse verringern nicht nur die Energiekosten, sondern tragen auch dazu bei die Umwelt durch weniger CO2-Ausstoß zu belasten.“, so Sascha Hummel, Geschäftsführer der c4c Engineering GmbH.

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