Entlassungen bei StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ: …und tschüs

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Es war nur noch eine Frage der Zeit. Jetzt ist es amtlich: StudiVZ kündigt 25 Mitarbeitern und lagert bestehendes Personal aus – damit besiegelt Holzbrinck den Niedergang der Netzwerke offiziell. Die sozialen Netzwerke StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ sollen nach ersten Angaben neu aufgestellt werden. Bereits am kommenden Montag soll verkündet werden, wie es mit ihnen und dem Unternehmen selbst weitergeht.

Jetzt werden die von Holzbrinck künstlich am Leben gehaltenen VZ-Netzwerke also doch fallen gelassen. Offiziell spricht man allerdings von einem Neustart im Sommer. Nun haben wir Sommer und bisher sieht der Neustart so aus: 25 Mitarbeiter müssen gehen, die restlichen 45 Angestellten werden neu aufgestellt. Zudem soll die Technik in eine neue Firma namens Devbliss überführt werden. Das berichtet zumindest das Magazin „Horizont„.

85 Millionen Euro, Nutzerzahlen fallen in den Keller

Bereits Mitte April 2012 sprach der Geschäftsführer von Holtzbrinck Digital, Markus Schunk, in einem Interview von einem „Relaunch“. Damals kam eine Aufgabe für ihn nicht in Frage. Nun sieht es zumindest nach einer aus, halt in kleinen Schritten. Spiegel Online stellt zurecht die Frage: „…lohnt sich ein Neustart überhaupt noch„?

Die VZ-Netzwerke konnten zuletzt gerade einmal 50 Millionen Besuche im April 2012 verbuchen. Im Vorjahr sollen es noch 250 Millionen gewesen sein – Facebook und Google+ sind vermutlich die prominentesten Verstärker des enormen Abgangs. Zum Vergleich zu den 50 Millionen Visits: Facebook zählt alleine in Deutschland um die 23 Millionen Mitglieder. Eine gute Investition sieht bekanntlich anders aus. So hat Holzbrinck die Netzwerke 2007 für nicht bestätigte 85 Millionen Euro gekauft.

Bildrechte-Teaser: Gaspard via Wikipedia

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