Erfolgreiche Multi-Channel-Distribution mit dem Batch Pick’n Scan Sorter

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Die Initiative Mittelstand im Gespräch mit Rainer Buchmann, Geschäftsführer der SSI Schäfer Peem GmbH

Mit dem Batch Pick’n Scan Sorter konnte SSI Schäfer den INDUSTRIEPREIS in der Kategorie Intralogistik & Produktionsmanagement gewinnen. Die Lösung ermöglicht einen Multi-Order-Pick, der anschließend automatisch vorkontrolliert und mithilfe eines Fotos dokumentiert sowie dem entsprechenden Kundenauftrag zugeordnet wird.

Ihr Produkt ist Sieger beim INDUSTRIEPREIS 2015. Können Sie uns Ihre Lösung in drei prägnanten Sätzen beschreiben?

Der Batch Pick’n Scan Sorter ist eine Kombination aus höchst effizientem Batch Pick mit anschließender automatischen Vorkontrolle und inklusiver Fotodokumentation. Abschließend wird automatisch nach Kundenaufträgen sortiert. Durch die Erkennung des Barcodes bzw. Data Matrix Codes wird die Verfolgung der Los-, Seriennummer und des Verfallsdatums ermöglicht.

Was ist aus Ihrer Sicht das Innovative an Ihrer Industrielösung?

Neben dem 6-seitigen Scan des Barcodes bzw. Data Matrix Codes werden auch Fotos von allen Seiten erzeugt, die jeden Nachweis der richtigen und vollständigen Lieferung belegen. Dies ist nicht nur im Pharmabereich von immenser Bedeutung, wie zum Beispiel bei Versandapotheken, sondern auch in der Multi-Channel-Distribution – bei Schmuck, Mobiltelefonen und Ähnlichem.

Warum braucht ein Unternehmen eine Lösung wie Ihre und welche Vorteile bietet sie anderen Industrieunternehmen?

Es gibt laufend die Bestrebung den Endkunden noch besser vor Fälschungen und nicht korrekt gelieferten Waren zu bewahren – in der Pharmabranche sind es die Patienten. Und in dieser Branche strebt die Gesetzgebung an, dass Artikelnummern, Verfallsdatum und Fertigungslos bis hin zur Seriennummer nachverfolgt werden. Dies bedeutet für den Pharmadistributeur erhebliche Mehrkosten in der Kommissionierung und Distribution, da jede einzelne Packung gescannt werden muss.
Der SSI Schäfer Batch Pick’n Scan Sorter setzt genau hier an: es wird nach Batch kommissioniert, darauffolgend wird der Artikel vollautomatisch 6-seitig gescannt und anschließend automatisch nach Auftrag sortiert. Dem Gesetz wird somit genüge getan und der Endkunde erhält die Sicherheit der einwandfreien Ware. Für den Distributeur entstehen keine Mehrkosten – im Gegenteil, für ihn bedeutet das erhebliche Einsparungen.
Zu beachten ist auch, dass bei Falschlieferung und gefälschten Produkten der Originalhersteller – durch die Beweisumkehr – den Nachweis erbringen muss, dass das Produkt nicht von ihm stammt. Es gibt kaum eine andere wirtschaftliche Lösung – für den Pharmabereich, oder aber auch zum Beispiel für den Multi-Channel-Vertrieb.

Wie lange dauerte die Entwicklung Ihrer innovativen Lösung und planen Sie weitere Optimierungsmaßnahmen?

Der erste Prototyp wurde schon nach sechs Monaten in der Praxis eingesetzt. Die laufenden Verbesserungen dauerten in etwa zwei Jahre und wurden bei Tests mit ca. 80.000 verschiedenen Produkten durchgeführt. Wir haben nun einen Stand erreicht der höchst zufriedenstellend ist. Optimiert wird aber weiterhin – zum Beispiel bei den Kameras, die sich kontinuierlich – auch technisch – immer weiter verbessern.

Welche fünf Keywords würden Sie mit Ihrer Lösung verbinden?

  • Effizientes Batch Picking
  • Nahezu 100 Prozent Kontrolle
  • Kosteneinsparung
  • Patientensicherheit
  • Keine Falschlieferungen

Wie wichtig ist für Sie die Teilnahme an Wettbewerben wie dem INDUSTRIEPREIS und was bedeutet ein solcher Preis für Ihr Unternehmen und Ihre Arbeit?

Die Teilnahme bedeutet vor allem auch Anerkennung den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber, die diese Entwicklung so stark vorangetrieben haben. Die Teilnahme macht sie auch zu Recht stolz. Für das Unternehmen ist es wichtig, die Innovationskraft zu zeigen und natürlich auch den Bekanntheitsgrad der Lösung zu erhöhen.

Welche Rolle spielt das Thema „Industrie 4.0“ Ihrer Meinung nach für die Wettbewerbsfähigkeit deutschsprachiger Unternehmen?

Industrie 4.0 betrifft einfach sämtliche Branchen – natürlich auch die Intralogistik. Die Automation der Lager- und Logistikprozesse und die Integration passgenauer Software lässt die Intralogistik zur Hightech-Industrie werden. Diese Entwicklungen schlagen sich auch in unserem Produktportfolio von leistungsfähigen und automatisierten Lager- und Kommissioniersystemen über intelligente Produkterkennung und -verfolgung bis hin zu Roboter-Applikationen und einer zuverlässigen Prozesssteuerung nieder.

Wie schafft es Ihr Unternehmen, dauerhaft innovativ zu bleiben? Wie sieht Ihre Zukunftsplanung aus?

Innovation muss marktgetrieben passieren, das heißt der Input für den Bedarf neuer, innovativer Lösungen muss vom Kunden über den Vertrieb ins Unternehmen gelangen. Wir arbeiten so nahe am Markt, dass wir neue Herausforderungen und Trends zeitnah miteinfließen lassen können.
Wir machen natürlich auch Wettbewerbsbeobachtung. Dies ist aber für uns jedoch zweitrangig, nach dem Motto „Wer in den Fußstapfen des Mitbewerbers tritt, kann ihn nie überholen“.
Wir sind in vielen Gremien vertreten, in denen neue Vorschriften erarbeitet werden, wie zum Beispiel zum Thema Patientensicherheit im Bereich Pharmadistribution und die damit einhergehende Nachverfolgbarkeit von Fertigungslosen und Einzelprodukten. Die weltweiten Trends erfahren wir somit rechtzeitig – wir nutzen hier auch die typische Zeitspanne von Markttrends bis diese z.B. von den USA nach Europa gelangen.

 

Weitere Informationen zur Lösung finden Sie hier

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