EWS – Der Spezialist für Sondermaschinen

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Die Initiative Mittelstand im Gespräch mit Felix Eckert und Markus Westerhoff, geschäftsführende Gesellschafter der EWS GmbH

Wenn Standardlösungen Sie nicht mehr weiterbringen, dann hilft die EWS GmbH. Der Sondermaschinenbauer entwickelt und realisiert Projekte in den Bereichen Automatisierungs- und Fertigungstechnik sowie im Sondermaschinenbau. Damit gehört das Unternehmen zum BEST OF der Kategorie Produktionstechnik und Maschinenbau.

Ihr Produkt gehört zu den Besten beim INDUSTRIEPREIS 2015. Können Sie uns Ihre Lösung in drei prägnanten Sätzen beschreiben?

Ja, natürlich. Doch zuerst einmal ist es hilfreich für das Verständnis, wenn man sich löst von der klassischen „ein-Unternehmen-und-sein-Produkt“-Vorstellung. Wir sind ein Sondermaschinenbauer, der Unikat-Maschinen und Anlagen herstellt – individuelle Lösungen für besondere Aufgabenstellungen unserer branchenübergreifenden Kunden aus dem produzierenden Gewerbe. Nun zu Ihrer Frage:
Erstens, wir sind ein Sondermaschinenbauer und liefern individuelle Sonderlösungen für die Produktion – nicht nur das Konzept, sondern die fertige Anlage – Schlüssel umdrehen, Anlage läuft. Zweitens, unsere Kunden verringern damit ihre Produktionskosten drastisch und bauen neue Fertigungskompetenzen in ihrer Produktion auf. Drittens, wir setzen dort an, wo unsere Kunden mit normalen Standardmaschinen nicht mehr weiter kommen, wo Konfektion sozusagen nicht mehr passt.

Was ist aus Ihrer Sicht das Innovative an Ihrer Lösung?

Am Anfang einer jeden Projektanfrage steht die immer gleiche Frage: „Wenn das jetzt schon so gut geht, wie müssten wir es denn machen, damit es noch besser geht.“ Das hat erst einmal mit viel Respekt vor dem Bestehenden zu tun, aber eben auch mit der Einschätzung, dass es nichts Gutes gibt, was man nicht noch verbessern könnte. Unsere Antriebsfeder zur Innovation ist es nichts als gegeben hinzunehmen. Neugierig darauf zu bleiben, ob und wie sich etwas besser und damit oft auch einfacher realisieren lässt. Damit fordern wir uns ein Stück weit dann auch selbst heraus…
Natürlich greifen wir dabei auf einen Gesamterfahrungsschatz aus über 20 Jahren im Sondermaschinenbau zurück, seit 10 Jahren als eigenständige EWS GmbH. Dennoch erstellen wir für jede Projektaufgabe ein 100 Prozent maßgeschneidertes Konzept – also nichts aus der Schublade, was gegebenenfalls nur irgendwie passen würde.
In zweiter Linie liegt der innovative Charakter unserer Lösungen wohl in unserer Abstraktionsfähigkeit, neuartige Funktionen aus bewährten prozessstabilen Einzelelementen aufzubauen. Elemente und Komponenten, die ursprünglich vielleicht mal für einen ganz anderen Zweck gedacht waren. Dass das kostenseitig extrem positive Auswirkungen für unsere Kunden haben kann, muss nicht betont werden.

Warum braucht ein Unternehmen eine Lösung wie Ihre und welche Vorteile bietet sie anderen Industrieunternehmen?

Auf Grund der fortschreitenden Globalisierung stehen mittlerweile auch mittelständische und teils sogar kleine Produktionsunternehmen im internationalen Wettbewerb. Zwar oft nur indirekt, jedoch stets unmittelbar in den Unternehmen spürbar. Unsere Kunden streben danach, entweder wirtschaftlicher zu produzieren, oder ihre technologische Reichweite zu vergrößern. Unsere Sondermaschinen ermöglichen beides. Es geht also schlichtweg um Wettbewerbs- und damit Existenzfähigkeit.

Wie lange dauerte die Entwicklung Ihrer innovativen Lösung und planen Sie weitere Optimierungsmaßnahmen?

Lassen Sie mich die Frage mit dem Blick auf die Prozesse in einem typischen Sondermaschinenprojekt beantworten. Am Anfang nehmen wir den Bedarf des Kunden auf, das heißt, wir verstehen das Umfeld in der Produktion, wir verstehen die Aufgabenstellung sowie deren Wechselwirkungen.
Dann erstellen wir eine Lösungsempfehlung und das entsprechende Maschinen-/Anlagenkonzept. In der anschließenden Konzeptdiskussion mit dem Kunden gehen wir durch alle Details entsprechend Pflichtenheft, Briefing und Machbarkeit. Erfolgt das Go für die Umsetzung ohne weitere Modifizierungen, schließt die 3D CAD Konstruktion an.
Hiermit ist die Entwicklung der innovativen Lösung in der Regel abgeschlossen.
Der dafür benötigte Zeitraum beträgt in der Regel ca. fünf bis acht Wochen, je nach Umfang und Komplexität des Unterfangens. Dann beginnt die Umsetzung im Maschinenbau, das heißt die Herstellung der Einzelteile, Beschaffung der Komponenten, das Zusammenstellen von Baugruppen, Montage, erste Funktionstests etc.
Wenn Sie nach weiteren Optimierungsmaßnahmen fragen, so finden diese immer dann und dort statt, wo wir erkennen müssen, dass es in den einzelnen Prozessschritten hakt. Organisatorische und bisweilen eben auch menschliche Prozessoptimierung.

Welche fünf Keywords würden Sie mit Ihrer Lösung verbinden?

  • Individualität
  • Kostenminimierung
  • Prozesssicherheit
  • Kompetenzerweiterung in der Produktion des Kunden
  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Kunden

Wie wichtig ist für Sie die Teilnahme an Wettbewerben wie dem INDUSTRIEPREIS und was bedeutet ein solcher Preis für Ihr Unternehmen und Ihre Arbeit?

Wir sind im zehnten Jahr unseres Bestehens an der Schwelle zum Industriebetrieb. Damit einhergehen höhere Anforderungen an die öffentlichkeitswirksame Präsentation unserer eigenen Wettbewerbsfähigkeit als bisher.
Wenn wir uns also zur Teilnahme an einem Wettbewerb entschließen, tun wir das mit dem Wissen, dass unser Unternehmen und unser Geschäftsmodell im weiten Feld des Maschinenbaus eine besondere Stellung einnehmen und wir dieses auch kommunizieren müssen. Wir sehen unsere Teilnahme insofern als wichtig an, um die Attraktivität unseres Angebots und uns als Partner und Problemlöser – und nicht zuletzt als Arbeitgeber – zu reflektieren. Menschen und Mitarbeiter wollen stolz sein auf ihren Arbeitgeber. Ebenso vermuten wir natürlich auch einen gewissen Effekt für unsere Reputation am Markt.

Welche Rolle spielt das Thema „Industrie 4.0“ Ihrer Meinung nach für die Wettbewerbsfähigkeit deutschsprachiger Unternehmen?

„Industrie 4.0“ ist nach unserem heutigen Dafürhalten die kontinuierliche Weiterentwicklung der interaktiven Vernetzung überall dort, wo unterschiedliche Prozesse miteinander in logischer Verbindung stehen; so beispielsweise auch in der Produktion und der angeschlossenen Produktions-logistik unserer Kunden.
Was bedeutet das nun für uns im Sondermaschinenbau? Wir müssen unseren Blickwinkel erweitern; es steht nicht mehr nur die isolierte Aufgabe  – also die Kernfunktion der Anlage – im Fokus. Vielmehr werden wir es in den nächsten Jahren zunehmend mit einer ganzheitlichen aber vielschichtigen Vernetzung von Maschinen und Funktionseinheiten zu tun haben.
Um unsere eigene Kompetenz und technologische Attraktivität auch in diesem noch recht schwammigen Themengebiet weiter auszubauen, haben wir uns zum Ende des Jahres eine besondere Sache ausgedacht.
Unter dem Headliner „BUSINESS-TALK 2015 INDUSTRIE 4.0 – STANDARD IST HIER GAR NICHTS“ werden wir Kunden, Lieferanten und Interessierte zu einer spannenden Jubiläumsveranstaltung mit einem ganz besonderen Referenten in unsere neuen Firmenräume einladen. Mehr wird aber noch nicht verraten…

Wie schafft es Ihr Unternehmen, dauerhaft innovativ zu bleiben? Wie sieht Ihre Zukunftsplanung aus?

Wie gesagt, wir setzen stark auf die kontinuierliche Integration des 4.0-Gedankens im Sondermaschinenbau – wir schauen genau hin, was da auf uns zukommt. Gleichzeitig schauen wir aber auch, wo wir proaktiv und aus eigener Erfahrung Wertschöpfungspotentiale entwickeln können, die 4.0 eröffnet. Und als drittes im Rahmen unserer Zukunftsplanung wäre da auch noch die Realisierung eines Eigenproduktes für die Fertigung unserer Kunden zu nennen.
Stand heute sind wir in der Konzeptentwicklung, daher müssen wir noch sehr restriktiv mit weiteren Informationen umgehen. Auch hier am Ende des Jahres auf unserer Jubiläumsveranstaltung, zu der wir Sie jetzt schon herzlich einladen.

 

Weitere Informationen zur Lösung finden Sie hier

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