Exasol-Studie: Fehlende Initiative beim Klimaschutz kann Unternehmen Kunden kosten

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  • 85 % der Verbraucher ändern ihre Kaufentscheidung, wenn Unternehmen nicht gegen den Klimawandel vorgehen
  • Gleichzeitig gehen 54 % der CSR-Entscheidungsträger davon aus, dass ihr Unternehmen in 10 Jahren nicht mehr existieren wird, wenn hier entsprechende Maßnahmen fehlen
  • Um dies zu verhindern, benötigen CSR-Entscheidungsträger (82%) einen datengestützten Ansatz für ihre Nachhaltigkeitsziele

Fehlende Bemühungen beim Klimaschutz stellen für Unternehmen inzwischen ein großes Risiko für den geschäftlichen Erfolg dar. Dies geht aus der neuen Studie von Exasol „Data for Good: Corporate Social Responsibility beginnt mit Daten“ hervor. Tatsächlich glauben 54 % der Entscheidungsträger im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR), dass ihr Unternehmen in zehn Jahren nicht mehr existieren wird, wenn es hier nicht handelt. Verbraucher spielen dabei eine große Rolle: Weltweit bemängeln in der Studie mehr als ein Viertel von ihnen (28 %), dass Unternehmen, bei denen sie einkaufen, den Klimawandel nicht ausreichend bekämpfen. Ganze 85 % der Verbraucher haben deswegen sogar schon einmal eine Kaufentscheidung geändert.

Verbraucher fordern Maßnahmen

Für mehr als vier von fünf Verbrauchern (86 %) ist die Glaubwürdigkeit eines Unternehmens in den Bereichen Klimawandel, Vielfalt und Integration sowie ethische Geschäftspraktiken ausschlaggebend dafür, ob sie überhaupt mit ihm Geschäfte machen bzw. dort etwas kaufen. Fast neun von zehn Verbrauchern (88 %) sehen vor allem ethische und nachhaltige Geschäftspraktiken als entscheidende Faktoren an. Unternehmen, die in diesen Bereichen weder Referenzen vorweisen können, noch planen, in den nächsten drei Jahren daran zu arbeiten, riskieren ihr Geschäft: Zwei Drittel der Verbraucher (66 %) geben an, in Zukunft nicht mehr bei diesen Unternehmen einzukaufen. Viele Organisationen stehen deshalb vor großen Herausforderungen, denn noch nicht einmal die Hälfte von ihnen (42 %) kann einen vollständig ausgearbeiteten Plan vorweisen, der die Einführung von klimafreundlicheren Geschäftspraktiken in den nächsten 36 Monaten sicherstellt. Drei von zehn Unternehmen (31 %) verfügen sogar über gar keine Strategie, in den nächsten zwölf Monaten etwas zu ändern.

Eine Strategie für den Wandel

CSR-Entscheidungsträger sind sich ihrer Verantwortung in puncto Klimaschutz und Diversität bewusst; sie fürchten, dass fehlende Initiativen in diesem Bereich den Fortbestand des Geschäfts gefährden. Um dies zu verhindern und bessere Entscheidungen treffen zu können, benötigen CSR-Entscheidungsträger (82 %) Zugang zu datengestützten Erkenntnissen in den Bereichen Klimawandel, Vielfalt und Integration sowie ethische und nachhaltige Geschäftspraktiken.

Peter Jackson, Chief Data & Analytics Officer bei Exasol, kommentiert: „Wir bei Exasol glauben an die Macht der Daten: Durch ihre Nutzung können wir eine Gemeinschaft aufbauen, die sich positiv auf unseren Planeten auswirkt – angefangen beim Menschen selbst über Ressourcen bis hin zur Politik. Unternehmen – allen voran ihre Führungskräfte – spielen dabei eine zentrale Rolle. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass sie sich über digitale Tools, die ihnen bei der Demokratisierung von Daten helfen können, informieren und in sie investieren. Auf diese Weise können Unternehmen datenbasierte Erkenntnisse generieren und den Wert von CSR-Initiativen nachweisen – also echte Veränderungen bewirken.“

Welche Beweise verlangen die Verbraucher?

Daten spielen dabei eine große Rolle, denn Verbraucher sind auch nicht mehr bereit, sich allein auf die Aussagen von Unternehmen zu verlassen, bei denen sie bereits gekauft haben. Rund zwei Drittel der Verbraucher (68 %) verlangen laut Studie in den nächsten 36 Monaten datengestützte Nachweise von Unternehmen, welche die positiven Beiträge zum Klimawandel, zur Vielfalt und Integration sowie zu ethischen und nachhaltigen Geschäftspraktiken belegen.

Wie die Studie zeigt, vertrauen Verbraucher dabei vor allem staatlichen Benchmarks als Datenquelle. 41 % der Befragten nutzen diese, um zu sehen, wie Unternehmen, mit denen sie Geschäfte machen wollen, im Bereich Nachhaltigkeit im Vergleich zur Konkurrenz abschneiden. Danach folgen branchenbezogene Benchmarks (35 %). Interessanterweise spielen auch Videos von bekannten Klima-Aktivisten, die Unternehmen in positivem Licht zeigen, für Verbraucher eine wichtige Rolle (33 %).

Peter Jackson sieht hier dringenden Handlungsbedarf: „Es ist wichtig, jetzt diese Schritte zu unternehmen. Wir haben unbestritten die Verantwortung, alles zu tun, was wir können, um unseren Planeten für künftige Generationen zu retten und gleichzeitig die Interessen der Stakeholder zu schützen. Wir haben die Daten, wir haben die Ressourcen und jetzt haben wir die Möglichkeit, etwas zu bewirken.“

Über die Studie

In der Studie „Data for Good: Corporate Social Responsibility beginnt mit Daten“ untersuchten Exasol und Sapio Research, welche Rolle datenbasierte Entscheidungen in den Bereichen Diversität and Inklusion (D&I), Klimawandel und Nachhaltigkeit spielen. Dafür wurden in den USA, Großbritannien, Deutschland, China, Südafrika und Australien insgesamt 8.056 Verbraucher befragt sowie 716 Arbeitnehmer, die Programme zur sozialen Verantwortung von Unternehmen (CSR), Environmental Social Governance (ESG) sowie Diversität und Inklusion (D&I) durchführen.

Exasol_Infografik_Data for Good

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