Faire Arbeitsbedingungen in der Modeindustrie

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Wir alle werden täglich mit ihr konfrontiert: der Mode. Ständig gibt es neue Trends, die in aufwendigen Modenschauen präsentiert werden. Als Teil der Gesellschaft muss man sich also beim Styling auf den aktuellsten Stand halten. Aber nur die wenigsten wissen, wo die Kleidung überhaupt herkommt und wie sie hergestellt wird.


Die Arbeitsbedingungen im Ausland

Bevor wir auf Shoppingportalen wie www.zalando.de die neusten Modetrends einsehen und kaufen können, legen die Kleidungsstücke einen langen Weg zurück. Der Großteil davon wird in Asien hergestellt. Dort unterscheiden sich natürlich die heutigen Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken eindeutig vom 19. Jahrhundert. Das liegt vor allem daran, dass es inzwischen überall auf der Welt Gesetze gibt, die die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten schützen. Zusätzlich wurden in vielen Ländern Mindestlöhne für Arbeitszeiten und Überstunden eingeführt, sodass eine Existenzsicherung garantiert werden kann.
Nun wird auch vermehrt das Recht auf Tarifverhandlungen gefordert, sodass die Arbeiter ihre Stimme erheben können. Allerdings ist das bei Kurzzeitverträgen und unsicheren Beschäftigungsverhältnissen nicht so einfach. Immer mehr Beschäftigte setzten sich trotzdem aktiv für Gewerkschaften ein.

Der lange Weg der Textilherstellung

Wenn es um Textil-Exporte geht, hat China einen Weltmarktanteil von circa 32%. Allerdings ist ungewiss, ob das Land diese Vormachtstellung halten kann. Deutsche Handelskonzerne und Industriebetriebe beklagen nämlich, dass Importe aus China zu teuer geworden sind. Nun findet eine Art Wettlauf um die geringsten Kosten zwischen Indien, Vietnam, Kambodscha, Indonesien und Bangladesch statt. Bevor ein Shirt also in Deutschland auf einer Ladentheke landet, hat es oft eine ganze Weltreise hinter sich. Bis zu 18.000 Kilometern legt die Ware zurück und geht dabei durch viele Hände. Ein Beispiel zeigt den Verlauf des Herstellungsprozesses: Baumwolle aus Indien wird in China gewebt, auf den Philippinen gefärbt und in Bangladesch oder Thailand zu einem Kleidungsstück genäht. Dieses wird anschließend in Osteuropa mit Preisschildern und Labeln versehen, bevor es an die Verkaufsstelle geschickt wird.

Tipps für faire Kleiderkäufe

Da der Spruch „Kleider machen Leute“ immer wieder zutrifft, sollte jeder darauf achten, fair produzierte Ware zu kaufen. Wir haben zu diesem Thema ein paar Tipps für Sie und Ihren Kleiderschrank zusammengestellt:

  • Informieren Sie sich vor dem Kauf im Internet über das Unternehmen.
  • Greifen Sie zu Produkten von Herstellern, die auf Mindestlöhne ihrer Arbeiter und die Einhaltung von Sozialstandards achten.
  • Achten Sie auf Qualitätssiegel wie zum Beispiel „Global Organic Textile Standard“ und „Fairtrade“.
  • Werfen Sie Ihre alte Kleidung nicht einfach weg – viele Organisationen freuen sich über solche Spenden.

Bild: © Jupiterimages/Pixland/Thinkstock


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