Flexible Messdatenverarbeitung mit dem T1R1-Board

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Die Initiative Mittelstand im Gespräch mit Günter Keul, Geschäftsführer der Günter Keul GmbH

Das T1R1-Board mit dazugehöriger Sensorkarte ist ein flexibel gestaltetes optisches Auswertesystem zur Bestimmung photometrisch erfassbarer Daten aller Art. Es ist vielfältig einsetzbar wie z.B. in der Abwasseranalytik, der Virologie oder auch der Nahrungsmittelanalyse und gehört daher zum BEST OF der Kategorie Optische Technologien.

Ihr Produkt gehört zu den Besten beim INDUSTRIEPREIS 2015. Können Sie uns Ihre Lösung in drei prägnanten Sätzen beschreiben?

Die Messdatenverarbeitung für Photometer und sonstige Analysensysteme mit dem T1R1‐Board und dazugehöriger Sensorkarte ist für viele Bereiche universell einsetzbar. Sie ist offen für neue Anwendungsbereiche und zeichnet sich durch hohe Qualität und ein günstiges Preis‐Leistungs-Verhältnis aus. Eine flexible Modulerweiterungsmöglichkeit macht sie interessant für jeden Einsatz.

Was ist aus Ihrer Sicht das Innovative an Ihrer Industrielösung?

Hier wurde auf kleinstem Raum ein System geschaffen, welches mittels USB‐Port, Daten zum PC liefert und dazu externe Stromversorgung benötigt. Das System wird vom PC gespeist und hat je nach Anwendungsgebiet eine interne 9V Batterie oder auch Akku. So kann ein solches Photometer für Untersuchungen auch in der Natur ohne feste Stromquelle betrieben werden. Ferner ist es unabhängig von Stromschwankungen und liefert somit präzise Werte.

Warum braucht ein Unternehmen eine Lösung wie Ihre und welche Vorteile bietet sie anderen Industrieunternehmen?

Unsere Lösung ist flexibel und kann unzähligen Anwendungsgebieten angepasst werden. Somit ermöglicht es neue Kontrollmöglichkeiten in der Analytik und Produktionsüberwachung. Kunden können nach Erkennen der Schwachstellen im Fertigungsablauf, der Analytik oder Kontrolle von
Umwelteinflüssen Messdaten auswerten und reagieren.

Wie lange dauerte die Entwicklung Ihrer innovativen Lösung und planen Sie weitere Optimierungsmaßnahmen?

Die erste Entwicklungsstufe belief sich auf etwa zwei Jahre und es werden weitere Optimierungen in Soft- und Hardware folgen, um den Vorsprung auch weiterhin zu garantieren.

Welche fünf Keywords würden Sie mit Ihrer Lösung verbinden?

  • Messdatenverarbeitung für Photometer
  • Analysensystem: Umweltanalytik, Abwasseranalytik
  • Produktionskontrolle
  • Hygiene
  • Sterilität

Wie wichtig ist für Sie die Teilnahme an Wettbewerben wie dem INDUSTRIEPREIS und was bedeutet ein solcher Preis für Ihr Unternehmen und Ihre Arbeit?

Die Auszeichnung bedeutet für uns eine Anerkennung, aber auch die Aufforderung in neue Bereiche weiter vorzustoßen und neue Entwicklungen zu realisieren, die vor allem praxisbezogen sind und eine Hilfe für Probleme der Datengewinnung darstellen.

Welche Rolle spielt das Thema „Industrie 4.0“ Ihrer Meinung nach für die Wettbewerbsfähigkeit deutschsprachiger Unternehmen?

Bei kleineren Unternehmen wie uns müsste eine bessere finanzielle Unterstützung stattfinden. Unser Projekt wurde ohne jegliche Fremdmittel finanziert. Durch Mittel könnten weitere Arbeitskräfte für diese Innovationen gewonnen werden und somit das Know-how schneller erworben werden.

Wie schafft es Ihr Unternehmen, dauerhaft innovativ zu bleiben? Wie sieht Ihre Zukunftsplanung aus?

Als Unternehmen unserer Größe können wir nicht länger breitflächig Innovationen erzeugen, sondern müssen uns auf eine Kernentwicklungsrichtung konzentrieren. Somit wurde auch jetzt beschlossen, keine weiteren Gelder in die Biotechnologie zu investieren und das Patent Nr. 103 14 363 Verfahren zur Simulierung humaner Blutzellen aus Tierblutzellen zu veräußern, um somit einem anderen deutschen Unternehmen die Möglichkeit zu geben, eine führende Marktposition einzunehmen.

 

Weitere Informationen zur Lösung finden Sie hier

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