Gema fordert von den Musikpiraten Geld für CC-Musik

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Die Gema kommt nicht aus den schlechten Schlagzeilen heraus. Nach dem eher unterirdischen Interview kommt nun der nächste Kracher. Die Gesellschaft fordert Geld von den Musikpiraten. Grund ist ein Musiktitel, der unter einer Creative-Commons-Lizenz steht. Eine Gema-Freiheit wird bisher verweigert. Immerhin: Es geht um 68 Euro.

Vor dem Amtsgericht Frankfurt (Main) müssen sich die Musikpiraten mit einer Klage der Gema herumschlagen. Ein Musikstück unter CC-Lizenz ist von der Gesellschaft nicht als freies Musikgut freigegeben. Der Titel soll laut der Gema nur mit dem Künstlernamen versehen worden sein. „Eine Überprüfung sei daher nicht möglich“, so die Gema gegenüber golem.de. Laut Gema und den Musikpiraten geht es um einen Streitwert von 68 Euro.

Sollte die Gema mit der Klage Erfolg haben, dürften weitreichende Konsequenzen folgen. So geht es um den Song Dragonfly. Die Künstler dahinter haben unter dem Pseudonym Texas Radio an einem Wettbewerb der Musikpiraten mitgemacht und sind nicht erfreut, dass durch die Gema nun gegebenenfalls ihre wahre Identität preisgegeben wird. Die nächste Konsequenz: Anonyme Veröffentlichungen von Musik würden ab sofort einer Abgabepflicht unterliegen. Zudem würden politisch motivierte Songschreiber sich nicht mehr anonym bewegen können und einen gewissen Schutz vor Verfolgung verlieren.

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