Google Street View: Britische Datenschützer untersuchen WLAN-Daten erneut

0

Die britischen Ermittlungen wegen des Street-View-Debakels von 2010 werden wieder aufgenommen. Google musste bekanntgeben, dass Datensätze aus elf Ländern versehentlich nicht gelöscht worden sind. Nun will die Datenschutzbehörde auf der Insel nochmals genauer hinschauen.

Das Street-View-Debakel von Google geht in die nächste Runde. Nach dem die amerikanische Regulierungsbehörde in einem Bericht bekannt gab, dass die Software absichtlich die Kommunikation von offenen WLANs mitschnitt, ermittelt nun die britische Datenschutzbehörde erneut. Sie forderte Google bereits 2010 auf, bis Dezember desselben Jahres die gespeicherten Daten zu löschen. Aus einem Brief Googles geht nun hervor, dass nicht alle Daten gelöscht seien. In insgesamt elf Ländern, in denen die Street-View-Autos von Google fuhren, seien noch immer Datensätze einsehbar. In Deutschland ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Google, hierzulande sind die Datensätze also zum Löschen noch nicht freigegeben.

Passwörter, E-Mails und weitere vertrauliche Daten landeten bei Google

Das ganze Debakel fing 2008 an. Damals fuhren die ersten Autos um die Welt und hielten diese fotografisch fest. Dabei speicherte die Kamera-Technik die SSIDs und MAC-Adressen der betroffenen WLAN-Netze. Bei offenen WLAN-Netzen wurde sogar der Daten-Verkehr mitgeschnitten, sodass Passwörter, E-Mails und weitere vertrauliche Daten bei Google landeten. Als dies 2010 bekannt wurde, wollte Google den Schaden möglichst klein halten und stoppte weitere Fahrten.

Via: Golem, heise, TheVerge

Bild: Markus Henkel

Share.

Eine Antwort verfassen