Initiative Mittelstand im Gespräch mi der DecoIT GmbH

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Prof. Dr. Kai-Oliver Detken
1.) Ihr Produkt ist Sieger beim INNOVATIONSPREIS-IT 2017. Können Sie uns Ihre Lösung in drei prägnanten Sätzen beschreiben?
KITOMA ist eine Web-basierte Management-Oberfläche für die weit verbreitete Asterisk-Lösung. Sie ist hoch skalierbar und wächst mit den Unternehmensanforderungen, da die weitere Entwicklung sich direkt an Kundenanfragen ausrichtet. Es ist dabei immer die neuste Asterisk-Version einsetzbar, ohne den Asterisk-Dialekt beherrschen zu müssen und basiert komplett auf Open-Source-Zutaten.
2.) Was ist aus Ihrer Sicht das Innovative an Ihrer IT-Lösung?
Diese Lösung ist gleichermaßen für kleine wie auch große Umgebungen geeignet, da sie in der Lage ist mitzuwachsen. Das gilt nicht nur für die Funktionalität, sondern auch für die Skalierbarkeit. Durch offene Schnittstellen (z.B. REST-API) lassen sich immer die neusten Asterisk-Versionen einsetzen. Neue Funktionen werden auf Kundenwunsch kostenpflichtig entwickelt, um sie anschließend der gesamten Community zur Verfügung zu stellen. Lizenzkosten fallen aktuell nicht an, so dass für den Mittelstand ein großer Kostenblock entfällt. Zudem muss der etwas komplexere Asterisk-Dialekt nicht erlernt werden, um die Telefonanlage zu steuern, da die wichtigsten Funktionen über die KITOMA-Oberfläche nutzbar sind.
3.) Warum braucht ein Unternehmen eine Lösung wie Ihre und welche Vorteile bietet sie mittelständischen Unternehmen?
ISDN wird derzeit überall abgelöst. Insbesondere die Telekom baut rigoros ihre Infrastruktur zurück. VoIP-Lösungen müssen daher von Unternehmen immer häufiger eingesetzt werden. Dabei wird oftmals der Fehler der Vergangenheit wiederholt und auf proprietäre Lösungen gesetzt. Diese stellen aber für Unternehmen zunehmend technologisch eine Sackgasse dar. Hinzu kommen die hohen Lizenzkosten, die oftmals anfallen. KITOMA bietet daher eine Lösung an, die sowohl kostengünstig, als auch hochleistungsfähig ist sowie zusätzlich offene Schnittstellen besitzt, um unterschiedlichste Systeme anbinden zu können. Sie lässt sich sowohl mit ISDN, als auch mit SIP-Providern betreiben, so dass man für die Zukunft gerüstet ist. Mit Asterisk setzt man zudem auf eine VoIP-Plattform, die extrem stark verbreitet ist.
4.) Wie lange dauerte die Entwicklung Ihrer innovativen Lösung und planen Sie weitere Optimierungsmaßnahmen?
Die Entwicklung ist seit einem Jahr gezielt angegangen worden. Vorher wurde mit Asterisk4UCS bereits eine erste Asterisk-Verwaltung für UCS-Server geschaffen, die aber auf ein Infrastrukturmanagement ausgerichtet war. Erste globalere Lösungsansätze führten nicht zum gewünschten Erfolg und mussten revidiert bzw. neu umgesetzt werden. KITOMA wird bereits in Kundennetzen eingesetzt und ständig anhand der sich dort ergebenen Anforderungen weiterentwickelt. Diese Weiterentwicklungen kommen den anderen KITOMA-Kunden ebenfalls wieder zugute, da diese ebenfalls kostenlose Updates erhalten.
5.) Wie wichtig ist für Sie die Teilnahme an Wettbewerben wie dem INNOVATIONSPREIS-IT und was bedeutet ein solcher Preis für Ihr Unternehmen und Ihre Arbeit?
Wir nehmen seit vielen Jahren regelmäßig am Innovationspreis-IT teil. Da wir ein innovatives IT-Unternehmen sind, ergeben sich immer wieder neue Lösungen oder Produkte, die wir über diese Plattform gern einer größeren Gemeinde präsentieren. Der erste Platz bedeutet für uns, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden und dass unsere Arbeit entsprechend gewürdigt wird.
6.) Welche Rolle spielt das Thema „Innovation“ Ihrer Meinung nach für den Mittelstand?
Da wir in Deutschland überwiegend mittelständische Unternehmen haben, sollte „Innovation“ eine sehr große Rolle spielen. Leider steht dieses Thema nicht überall bei KMU-Vertretern auf der Agenda an Nummer eins, da viele Unternehmen im Tagesgeschäft untergehen. Umso wichtiger ist es, dass es Förderprogramme (BMWi, BMBF) der Bundesregierung gibt, die auch Forschung und Entwicklung (F&E) für KMU finanziell fördern und unterstützen.
7.) Wie schafft es Ihr Unternehmen, dauerhaft innovativ zu bleiben? Wie sieht Ihre Zukunftsplanung aus?
Wir nehmen seitdem es die Firma gibt an internationalen und nationalen Forschungsprojekten teil. Hierbei handelt es sich um Förderprojekte, die es ermöglichen, dass man Personal für F&E bereithalten kann, um neue Technologien zu erproben, einzusetzen und zu entwickeln. Dies ermöglicht uns immer über den sog. Tellerrand zu schauen und IT-Trends mitzubestimmen. Wir werden daher den Fokus bezüglich Innovation weiter auf Forschungsvorhaben setzen, um daraus wiederum neue Lösungen und Produkte zu generieren.
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