InQu.MES: Software-Lösung für die gesamte Wertschöpfungskette

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Der Huber Verlag für Neue Medien im Gespräch mit der InQu Informatics GmbH

Die InQu Informatics GmbH ist mit ihrer Software InQu.MES Sieger beim diesjährigen INDUSTRIEPREIS 2016 in der Kategorie IT- & Softwarelösungen für die Industrie. Die Fertigungsmanagementsoftware soll als Bindeglied zwischen Unternehmensleitebene und Produktion agieren. Die Redaktion des Huber Verlags für Neue Medien hat sich mit Geschäftsführer Peter Pauls über das Produkt unterhalten.

Ihr Produkt ist Sieger beim INDUSTRIEPREIS 2016. Können Sie Ihre Lösung in drei prägnanten Sätzen beschreiben?

Peter Pauls, Geschäftsführer InQu Informatics GmbH

Peter Pauls, Geschäftsführer InQu Informatics GmbH

InQu.MES (Manufacturing Execution System) liefert als modulare Fertigungsmanagementsoftware das Instrumentarium zur sicheren Beherrschung aller Produktions-, Qualitäts- und Logistikprozesse in Industrieunternehmen. Die einzelnen Produktmodule unterstützen das komplette Spektrum der Fertigungsprozesse durch Planungs-, Steuerungs-, Qualitätssicherungs-, sowie Management- und Auswertungsfunktionen. Das bedeutet für die Anwender höhere Transparenz in Fertigung und Montage, vorhandene Ressourcen können optimal genutzt werden und Produktionsabläufe werden effizienter.

Was ist aus Ihrer Sicht das Fortschrittliche an Ihrem Industrieprodukt?

InQu.MES integriert als eines der wenigen deutschen Systeme alle Funktionsblöcke, die sich aus der Richtlinie VDI 5600 ergeben, zu einer Einheit. Im Sinne einer intelligenten Fabrik (smart factory) ist das durchgängige Softwaresystem zur digitalisierten Produktionsoptimierung damit das Bindeglied zwischen Unternehmensleitebene und Produktion.

Mit MES wird die Digitalisierung der Produktion im Industrie 4.0-Sinn entscheidend vorangetrieben. Eine Software-Lösung für die gesamte Wertschöpfungskette wie InQu.MES sorgt für Transparenz, Effizienz und Zukunftsfähigkeit in der Fertigungsindustrie, denn als Informationsdrehscheibe stellt das integrierende System unter anderem die Kommunikation in Echtzeit sicher.

Warum braucht ein Unternehmen eine Lösung wie Ihre und welche Vorteile bietet sie anderen Industrieunternehmen?

Die komponentenbasierte IT-Lösung sorgt für eine optimierte und reibungslose Umsetzung der Planvorgaben in der Fertigungsindustrie (diskrete Fertigung, Prozessfertigung) und hilft mit reduzierten Durchlaufzeiten, den Anforderungen des Markts besser zu entsprechen. Durch die Einbeziehung aller produktionsrelevanten Bereiche in einem durchgängigen Gesamtsystem können im Sinne einer vernetzten Produktion alle Einsparungspotenziale im Wertschöpfungsprozess ausgenutzt werden.

Wie lange dauerte die Entwicklung Ihres ausgezeichneten Produkts und planen Sie weitere Optimierungsmaßnahmen oder Erweiterungen?

Auf Basis moderner Microsoft-Technologien und mit 20 Jahren Erfahrung entwickeln wir individuelle und bedienerfreundliche Software für die Fertigungsindustrie, die zukunftsorientiert die Anforderungen produzierender Unternehmen erfüllt. Die Entwicklung der aktuellen Module begann dabei bereits vor 10 Jahren. Mit klarem Fokus auf den Kundennutzen optimieren wir unsere MES-Lösung fortlaufend. So wurde 2015 beispielsweise die MES-Anwenderumgebung InQu.3D-Plan am Markt eingeführt. Das Human Production Interface verknüpft in einem für Mitarbeiter intuitiv bedienbaren digitalen Hallenlayout Produktionsdaten mit einem 3D-Modell des echten Fertigungsumfeldes und setzt damit Daten und Umgebung in eine direkte Beziehung. Die Übereinstimmung mit der realen Umgebung ermöglicht ein intuitives Verorten und Verstehen der Informationen. So können Auswirkungen der Feinplanung, KPI’s und Prozessdaten direkt im Hallenplan sichtbar gemacht werden. Dadurch ermöglicht die Anwendung eine schnellere Reaktionsfähigkeit: Abweichungen können zeitnah erkannt und behoben werden. Bei einer Maschinenstörung können beispielsweise Aufträge auf andere Maschinen umgeleitet werden. Fehlt dagegen Material für einen Auftrag, können eventuell andere Aufträge vorgezogen oder eine Materialanforderung ausgelöst werden.

Wie wichtig ist für Sie die Teilnahme an Wettbewerben wie dem INDUSTRIEPREIS und was bedeutet ein solcher Preis für Ihr Unternehmen und Ihre Arbeit?

Die Auszeichnung freut uns sehr. Wir danken der Jury für die entgegengebrachte Wertschätzung unserer täglichen Arbeit. Der Kategoriesieg bestätigt uns in unserer Mission, individuelle und bedienerfreundliche Software für die Fertigungsindustrie zu entwickeln und unseren Kunden damit sichere Entscheidungshilfen im Produktionsprozess zu geben.

Welche Rolle spielt das Thema „Industrie 4.0“ Ihrer Meinung nach für die Wettbewerbsfähigkeit deutschsprachiger Industrieunternehmen?

Viele Fertigungsunternehmen stehen in der Evaluierungsphase, inwieweit Manufacturing Execution Systems (MES) sie bei der Erhöhung der Effizienz unterstützen können. Mit der Umsetzung der Anforderung von Industrie-4.0-Konzepten wächst die Bedeutung von MES-Lösungen in der fertigenden Industrie. Laut aktuellen Erhebungen beziehen ca. 60% der Fertigungsunternehmen im D.A.CH-Raum das Thema „Effizienz- und Produktivitätssteigerung in der Produktion“ in den nächsten 12 Monaten vordergründig in ihre strategischen Überlegungen ein. Industrie 4.0 als Vollendung der Verschmelzung von Produktion und IT ist deshalb weiterhin das Trend-Thema schlechthin. Von zentraler Bedeutung in der Fabrik der Zukunft ist es, die zunehmende Dynamik und Komplexität der Produktionsprozesse durch intelligente Verfahren zur Überwachung und Analyse sowie durch eigenständige Kommunikation und Selbststeuerung der Bauteile und Maschinen zu kontrollieren.

Die Anforderungen einer vernetzten Industrie an diesen Echtzeit-Informationsaustausch erfordern den Einsatz einer modernen MES-Lösung, um die digitale Transformation der Fertigungsindustrie nachhaltig zu begleiten. Mit der Einführung eines MES sind Einsparungen im 2-stelligen Prozentbereich durch die Verringerung von Lagerbeständen, die Vermeidung von Stillstandszeiten oder durch vorausschauende Instandhaltungsmaßnahmen absolut realistisch. InQu Informatics bietet mit InQu.MES diesbezüglich eine Produkt-Suite, die die Digitalisierung der Produktion entscheidend vorantreibt. Intuitiv bedienbare Maschinen Interfaces wie InQu.3D-Plan sind z.B. ein Schlüsselfaktor für den Erfolg von Industrie 4.0, da die Komplexität der Technologien in größerem Maße als die kognitiven Fähigkeiten der Bediener steigt. Mit einem Human Production Interface wie InQu.3D-Plan werden die Produktionsprozesse wieder transparenter und nachvollziehbar für die notwendigen Reaktionen durch die Entscheider.

Wie schafft es Ihr Unternehmen, dauerhaft fortschrittlich zu bleiben? Wie sieht Ihre Zukunftsplanung aus?

Wir befinden uns in fruchtbaren Partnerschaften mit Universitäten und Forschungseinrichtungen wie der TU Dresden, der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, dem Kunststoffzentrum SKZ oder der Bergakademie Freiberg. Damit sichern wir zukunftsorientiert den Know-how-Transfer. Beispielsweise ist die Erweiterung und Neuentwicklung von dezentrale Planungs- & Simulationsinstrumenten ein gemeinsames Ziel von Wissenschaft, Forschung und MES-Anbietern.

Gemäß der aktuellen Industrie 4.0-Entwicklung fließen in unsere tägliche Arbeit außerdem folgende Themen ein: intuitive Software-Oberflächen, Sprach- und Gestiksteuerung, Big Data Analytics und internetbasierter Datenaustausch.

Alle weiteren Informationen zum Produkt finden Sie hier.

 

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