Intelligente voraussagende Instandhaltung im Maschinen- und Anlagenbau

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Gastbeitrag von Tobias Tauterat

– Entwicklung einer Methode zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit –

Im Zuge der Industrie 4.0 und dem damit verbundenen Wandel zur intelligenten Fabrik verändert sich ebenfalls die Instandhaltung. So ist bei der zustandsorientierten voraussagenden Instandhaltung, engl. Predictive Maintenance (PdM), im Sinne von Industrie 4.0 nicht die vom Hersteller angegebene Lebensdauer ausschlaggebend für das Durchführen der Instandhaltung, sondern die Verfassung der Maschinenkomponenten, welche in Echtzeit über entsprechende Sensoren, dem sogenannten Condition Monitoring, erfasst wird. Damit lässt sich die Instandhaltung bedarfsgerecht basierend auf dem gemessenen Zustand der Maschinenkomponente vorhersagen und anschließend durchführen.

Bisherige Erkenntnisse zeigen, dass Konzepte für die Einführung von PdM im Sinne von Industrie 4.0 sowie die dazugehörigen Technologien bereits existieren. Jedoch stellen sich viele Unternehmen, welche die Instandhaltung anbieten, die Frage nach der Wirtschaftlichkeit dieser Art der Instandhaltung. Hierfür existiert momentan keine wissenschaftlich begründete und allgemein akzeptierte Methode zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit von PdM für Maschinen und Anlagen zur Unterstützung der Investitionsentscheidung für Unternehmen, welche die Instandhaltung durchführen.

Dieses Problem greift ein Forschungsprojekt des Lehrstuhls für ABWL und Wirtschaftsinformatik II der Universität Stuttgart, mit dem Ziel eine Methode zur wirtschaftlichen Bewertung von PdM zu entwickeln, auf. Der Fokus liegt hierbei auf der Sichtweise des Anbieters der PdM Leistung, der basierend auf den Ergebnissen einer solchen Methode eine bessere Entscheidungsgrundlage bei der Investitionsentscheidung besitzen soll.

Um für Unternehmen aus der Industrie eine passende Methode zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit von PdM zu entwickeln, werden Unternehmen gesucht, die im ersten Schritt des Forschungsprojekts, der Anforderungserhebung, teilnehmen möchten. Hierbei zeigen die teilnehmenden Unternehmensvertreter ihre Anforderungen an eine solche Methode im Rahmen eines kurzen Interviews auf.

Als Dank für das Engagement erhalten die teilnehmenden Unternehmen die entwickelte Methode umgehend nach Fertigstellung. Bei Bedarf kann diese zudem exemplarisch im Unternehmen angewendet werden.

Sollten Sie Interesse an der Teilnahme und somit auch an der entwickelten Methode haben, so wenden Sie sich bitte an den Studienleiter Tobias Tauterat (tauterat@wius.bwi.uni-stuttgart.de).

 

Was:
Experteninterview
Ziel:
Erhebung von Anforderungen an eine Methode zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit von Predictive Maintenance
Ihr Mehrwert:
Bereitstellung der entwickelten Methode
Bei Bedarf exemplarische Anwendung im eigenen Unternehmen
 Wer:
Personen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, die sich mit der Instandhaltung befassen und die an deren Wirtschaftlichkeit interessiert sind
 Dauer:
 20-30 Minuten
Wie:
persönlich oder telefonisch
Kontakt:
Tobias Tauterat
Tel.: 0711 / 685 – 84186
E-Mail: tauterat@wius.bwi.uni-stuttgart.de

 

 

(Bild: Guido Wessel / pixelio.de)

 

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