Internet-Hype: Was man darüber wissen sollte

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Ein Internet-Hype ist ein typisches Phänomen unserer modernen Gesellschaft. Erst kürzlich wurde wieder ein Jugendlicher berühmt – und das, obwohl er lediglich ein selbst verfasstes Gedicht über die Generation von heute im Internet veröffentlichte. Seitdem hat er weltweit hunderttausende Verehrer. Doch wie entsteht ein Internet-Hype und wozu kann er führen?

Der Internet-Hype: spannend, kreativ, risikoreich

Spannend ist ein Internet-Hype deshalb, weil eine meist verrückte und häufig simple Idee zu einer weltweit bekannten Botschaft wird. Eine bis dahin oft noch unbekannte Person stellt ein Foto oder ein Video ins Netz, um entweder gezielt Aufmerksamkeit zu erregen oder aber auch, um ihre Idee lediglich mit ein paar Nutzern zu teilen. Wenn das Foto oder Video allerdings äußerst gut bei den Usern ankommt, dann besteht die Möglichkeit, dass es sich mithilfe der sozialen Netzwerke rasend schnell verbreitet und unzählige Nachahmer findet – ein Internet-Hype entsteht. Ein koreanischer Künstler ist dadurch sogar in das Guinnessbuch der Rekorde gekommen: Sein Videoclip wurde über 270 Millionen Mal angeklickt. Dass das Internet solche Möglichkeiten eröffnet und auf die Weise sogar bis dato unentdeckte Talente aus aller Welt ans Licht bringt, ist nicht zuletzt der Tatsache zu verdanken, dass mittlerweile viele Deutsche eine Internet-Flatrate haben. So ermöglicht eine Prepaid Internet Flat zum Beispiel das tagtägliche, kostengünstige Surfen im Netz. Pro Woche verbringen die insgesamt 54 Millionen deutschen Internetnutzer durchschnittlich 11,4 Stunden im Internet – auch mit dem Handy. Kein Wunder also, dass die Zahl der Internet-Hypes weiter ansteigt.

Meist sind es kreative Ideen, die es bis ganz nach oben schaffen. Die Schauspielerin Christina Ricci, die allerdings schon vorher bekannt war, ließ sich zum Beispiel in einem Kühlschrank und in einer Waschmaschine fotografieren, nur um zu beweisen, dass sie – wie in Kindertagen – noch in die kleinsten Verstecke passt. Das löste einen Internet-Hype aus, der zu dem Trend namens „riccing“ wurde. Die berühmteste Form des Internet-Hypes ist das Planking: Man legt sich stocksteif an die ungewöhnlichsten Orte und lässt sich dabei fotografieren.

Trotz aller Aufregung darf man nicht vergessen, welches Risiko ein Internet-Hype mit sich birgt. Dadurch, dass heutzutage jeder im Internet (fast) alles hochladen kann, was er mag, sind auch Kinder von Internet-Hypes betroffen oder Personen, die das Foto oder Video selbst gar nicht hochgeladen haben. Durch einen Internet-Hype wird man – oft unerwartet – über Nacht berühmt und es gibt Menschen, die damit nicht so gut umgehen können. Dies ist jedoch zum Glück selten der Fall, denn meistens freuen sich die neuen Stars über das zum größten Teil positive Feedback der breiten Öffentlichkeit.

Bild: © altrendo images/Stockbyte/Thinkstock

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