JACAMAR – die clevere Datenbank

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Die Initiative Mittelstand im Gespräch mit der KATLA GmbH

Mit JACAMAR lassen sich Projekte agil und anforderungsgerecht abbilden. Die Daten-Management-Software für KMU aus Produktion und Handel übernimmt dabei in einem dynamischen Projektumfeld die Modellierung, Navigation und Verarbeitung von Datenstrukturen. Damit konnte sich die KATLA GmbH im BEST OF der Kategorie ERP platzieren.

Ihr Produkt gehört zu den Besten in Ihrer Kategorie beim INNOVATIONSPREIS-IT 2015. Können Sie uns Ihre Lösung in drei prägnanten Sätzen beschreiben?

JACAMAR ist eine Daten-Management-Software für die Zusammenarbeit von Projektteams jenseits von Excel & Co. Im Do-It-Yourself Prinzip ermöglicht sie dezentral arbeitenden Teams, einen gemeinsamen Daten-Pool aufzubauen, zu erweitern und weltweit zu teilen. In einem dynamischen Projektumfeld lassen sich Geschäftsprozesse agil und anforderungsgerecht abbilden.

Was ist aus Ihrer Sicht das Innovative an Ihrer IT-Lösung?

Mit JACAMAR wird das Client/Server Konzept auf den „Kopf gestellt“. JACAMAR nutzt die Rechenpower intelligenter Arbeitsplatzrechner und verarbeitet Daten In-Memory und in Realtime und sendet danach die Änderungen an einen gemeinsamen Datenpool, um ihn anderen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Es entfällt die Frage-Antwort-Verzögerungszeit (Latenz). Der Server dient nur als Datenspeicher.

Warum braucht ein Unternehmen eine Lösung wie Ihre und welche Vorteile bietet sie mittelständischen Unternehmen?

JACAMAR vereint die Vorteile der Tabellenkalkulation à la Excel mit denen der Datenbanken. In allen Branchen fallen große Excellisten an, die verteilt und von mehreren Mitarbeitern bearbeitet werden müssen. Unsere Software bindet alle Nutzer ein, mindert die Komplexität, schafft Übersichtlichkeit (Konzentration aufs Wesentliche) bei Steigerung der Datenqualität. Alle Nutzer haben aktuelle Daten in Echtzeit verfügbar.

Wie lange dauerte die Entwicklung Ihrer innovativen Lösung und planen Sie weitere Optimierungsmaßnahmen?

Wir starteten 2010 in Zusammenarbeit mit einem deutschen Automobilhersteller mit ersten Versionen eines ‚Structural Data Viewers‘. Wir haben inzwischen JACAMAR in der Version 5 veröffentlicht und werden es permanent weiterentwickeln. Die nächsten Schritte sind die Integration von Reporting-Designs und Assistenzsystemen für den Excel-Umstieg.

Welche fünf Keywords würden Sie mit Ihrer Lösung verbinden?

  • Agil
  • Echtzeit Datenbank
  • In-Memory Datenbank
  • Daten-Management-Software
  • NoSQL

Wie wichtig ist für Sie die Teilnahme an Wettbewerben wie dem INNOVATIONSPREIS-IT?

Zum einen sehen wir in der Teilnahme  an diesem Wettbewerb einen wichtigen Indikator für die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens – wenn es vor einer renommierten Jury bestehen und wie 2013 als Landessieger aus dem Wettbewerb hervorgehen kann. Zum anderen bieten die Außenwirksamkeit dieses Wettbewerbs und die damit flankierenden Werbemaßnahmen eine einzigartige Gelegenheit den Bekanntheitsgrad der Software JACAMAR zu steigern.

Welche Rolle spielt das Thema „Innovation“ Ihrer Meinung nach für den Mittelstand?

Innovationen entstehen nicht nur in den Forschungslaboren der  „großen DAX-Konzerne“. Nein, gerade der deutsche Mittelstand ist permanent gefordert gegen die ausländische Konkurrenz die „Nasenlänge“ voraus zu sein. Die Innovation findet aktuell gerade in der betrieblichen Automatisierung – Stichwort Industrie 4.0 –  und in der Einführung intelligenter Software statt  – mit Schnittstellen, die den Wissensarbeiter bei der täglichen Arbeit dort unterstützen, wo er eintönige oder organisatorisch aufwendige Tätigkeiten zu erledigen hat. Mit einer agilen Daten-Management-Software leisten wir unseren Beitrag für die Innovation im Mittelstand.

Wie schafft es Ihr Unternehmen, dauerhaft innovativ zu bleiben? Wie sieht Ihre Zukunftsplanung aus?

Die Nähe zu Universitäten und Forschungseinrichtungen sorgt dafür, dass ein ständiger Wissenstransfer stattfindet. Ein angenehmes Arbeitsklima schafft Freiräume für Kreativität. Unsere Entwicklungsabteilung beobachtet den Markt, sieht Trends voraus und denkt perspektivisch an die Unterstützung anderer Ein- und Ausgabegeräte. Zusammenfassen kann man es vielleicht in den Slogans: ‚JACAMAR goes 3D‘ und ‚JACAMAR goes mobile‘.

 

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4 Kommentare

  1. Walter Maier am

    Hallo,

    ich hätte da mal eine Frage (oder eigentlich beschreibe ich mehr den Verlauf eines Gedankengangs): Gibt es einen nennenswerten Unterschied zwischen (1) „Daten-Management-System“, (2) „Dokumentenverwaltungssystem“ und (3) „Dokumentenmanagementsystem“? Auf die letzten beiden Begriffe bin ich auf der Website eines Unternehmens (www.intechcore.com) gestoßen, das, so schien es mir, ein ganz ähnliches Produkt wie das o.g. „JACAMAR“ anzubieten scheint und mit dem ich mich neulich im telefonischen Gespräch befand.

    Dort heißt es zu (2), es sei ein „datenbankgestütztes“ System „inkl. Dokumentengenerierung“ und sei entwickelt worden für „die Verwaltung von Justiz XML-Dokumenten“ und ermögliche es, „mit allen Datenformaten im System zu arbeiten“.

    Und zu (3) heißt es, es gehe um die „Automatisierung beim elektronischen Datenfluss“ und um die „Automatisierung von Arbeitsplätzen“ – insbesondere bei letzterem frage ich mich, was genau das auszusagen hat.

    Das entscheidende: Ich finde, das klingt nicht nach demselben wie nach dem, was oben für (1) gesagt wird, nämlich „einen gemeinsamen Daten-Pool aufzubauen, zu erweitern und weltweit zu teilen“ – und das eben, obwohl alle drei Bezeichnungen (1), (2) und (3) nach etwas sehr ähnlichem klingen.

    Nochmal die Frage: Was genau verbirgt sich hinter all dem?

    Man muss auf Unternehmensseite offenbar sehr genau aufpassen, worauf man setzt bzw. nach welcher IT-Lösung man Ausschau hält? Man kommt ja von außerhalb der Materie. Will heißen: Vielleicht ist die hier vorgestelle Lösung die, die unser Unternehmen eigentlich sucht. Und allein dass Sie mich auf diese Überlegung gebracht haben, lässt mich Ihnen für IHr Interview und allgemein für die Arbeit auf diesem Blog danken.

    Mit besten GRüßen,
    Walter Maier

    • Sarah Blakowski am

      Hallo Herr Maier,
      es gibt durchaus einen Unterschied zwischen Datenmanagementsystemen und Dokumentenmanagement-/-verwaltungssystemen. Daten- oder auch Informationsmanagementsysteme beschäftigen sich mit der Erfassung und Pflege von Daten aller Art. Dazu gehören in etwa auch ERP-Lösungen oder Systeme zur Verwaltung von Stamm- und Kundendaten.
      Hingegen sind Dokumentenmanagement- bzw. Dokumentenverwaltungssysteme für die Verwaltung elektronischer Dokumente mithilfe von Datenbanken ausgerichtet. Dazu gehören z.B. das Inputmanagement wie Scannen, die E-Mail-Archivierung oder Aktenverwaltung.
      Da ich nicht genau weiß, was Sie für Ihr Unternehmen suchen, würde ich Ihnen empfehlen, das im Interview vorgestellte Unternehmen Katla zu kontaktieren. Dort erhalten Sie eine kompetente Beratung und erfahren so, ob JACAMAR die passende Lösung für Sie ist.
      Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und würde mich freuen, Sie auch weiterhin als Leser des MIT-Blog begrüßen zu dürfen.
      Viele Grüße aus der Redaktion!

    • Hallo Herr Maier,
      es gibt wesentliche Unterschiede in den „Managementsystemen“. In der Kategorie (2) und (3) verwalten Sie Dokumente (Texte, PDF, Bilder, E-Mails, etc.), d.h. sie laden Dokumente in ein System und verschlagworten diese und bereiten Sie für eine Archivierung vor. Teilweise erfolgt eine automatisierte Kategorisierung der Dokumente anhand von Metadaten. Verknüpfungen entstehen zwischen Dokumenten und Ereignissen oder zwischen Dokumenten.

      Datenmanagement (1) wie wir es umsetzen bezieht sich nicht auf das Dokument an sich sondern auf ein einzelnes Datum. Diese Daten sind von einem Datentyp (Zeichenkette, Zahl, Datum) und durchlaufen auch einen „LifeCycle“. So hat eine Artikel- oder Zeichnungsnummer eine Historie, die abgebildet wird.
      In JACAMAR werden Verknüpfungen und Rechte auf Daten-Ebene hergestellt (das entspräche in MS Excel einer einzelnen Zelle). Damit das System nicht wuchert steht hinter allem ein Datenmodell, das genau ihr Geschäftsmodell abbildet – bei uns MetaModell genannt. Hier stellt sich der Bezug wieder zu den Metadaten aus den o.g. Systemen her.

      mit den besten Grüßen

      Joerg Czekalla

      Katla Support

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