Jetzt ist Schluss mit der Diskriminierung versicherter Selbstständiger

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Ab dem 21.12.2012 müssen die privaten Krankenversicherungen sogenannte Unisex-Tarife in der Privaten Krankenversicherung anbieten. Das dürfte vor allem für alle weiblichen Selbstständigen interessant sein. Die mussten sich nämlich bislang mit weit höheren Tarifen herumschlagen als Männer.

Es mag ja sein, dass Frauen älter werden als Männer und statistisch gesehen auch öfter zum Arzt gehen – aus welchen Gründen auch immer. Aber sie deswegen dafür finanziell abstrafen? Bei der Privaten Krankenversicherung war das bislang leider der Fall. Hier mussten die weiblichen Versicherten deutlich höhere Tarife zahlen als die Männer. Bis 2007 trugen auch die Kosten der Schwangerschaft zu den höheren Beiträgen bei – glücklicherweise wurde dann aber dafür gesorgt, dass diese Kosten gleichmäßig auf alle Versicherungsteilnehmer verteilt wurden. Nun kommt es dank des Einsatzes von Gleichstellungsaktivistinnen und verschiedenen Organisationen fairerweise endlich zu einer vollständigen Nivellierung der Beiträge. Der Europäische Gerichtshof hatte 2011 schließlich entschieden, dass die unterschiedliche Beitragshöhe aus Gründen des Geschlechts eine nicht rechtmäßige Diskriminierung darstellt und der Versicherungswirtschaft daher die Auflage gemacht, eine Anpassung ihrer Tarife vorzunehmen. Von dieser Regelung profitieren natürlich alle weiblichen privat Versicherten, besonders freuen dürften sich aber jene Frauen, die ein eigenes Business betreiben und sich zusätzlich zu den mit ihrer Selbstständigkeit verbundenen Risiken bislang noch mit erhöhten Versicherungstarifen herumschlagen mussten.

Mehr Informationen unter:

http://www.test-private-krankenversicherungen.de/

Bild: © DOC RABE Media – Fotolia.com

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1 Kommentar

  1. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist so gut wie sicher, das die Unisex-Beiträge für Frauen in der privaten Krankenversicherung nicht günstiger ausfallen werden. Dies geht aus einer Pressemitteilung des deutschen Bundestages hervor, wonach der PKV Verband im Finanzausschuss zu den höheren Beiträgen Stellung bezogen hat. Somit werden wohl in den Unisextarifen der privaten Krankenversicherer die Beiträge für Männer als auch für Frauen teurer werden.

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