Jobmotor der Nation

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Laut KfW-Mittelstandspanel 2012 beschäftigte der deutsche Mittelstand im Jahr 2011 mit 29,1 Millionen Beschäftigten  die Mehrzahl aller Arbeitstätigen – etwas mehr als 70 Prozent.  Die Zahl der bei mittelständischen Unternehmen tätigen Arbeitnehmer ist demnach um satte 925.000 gestiegen.

Ein dickes Umsatzplus von etwa 8 Prozent und eine stattliche Erhöhung der Beschäftigtenzahlen um 925.000 im Jahr 2011: Auf diese Bilanz kann der deutsche Mittelstand durchaus stolz sein.  Denn trotz Wirtschaftskrise hat er sein Wachstum weiter kräftig vorangetrieben und beschäftigt mit 29,1 Mio. Menschen erstmals mehr als 70 Prozent aller Erwerbstätigen. Diese im KfW-Mittelstandspanel 2012 veröffentlichten Zahlen belegen eindrucksvoll die sozioökonomische Relevanz, die der Mittelstand als Umsatzgenenerator und Jobmotor in Deutschland hat. In großen Unternehmen und im öffentlichen Dienst sieht es dagegen ganz anders aus: Hier wurden gegenüber 2010 eher Stellen abgebaut als neue geschaffen.

Doch das KfW-Mittelstandspanel hält noch weitere positive Fakten bereit: Gegenüber dem Vorjahr verbesserten mittelständische Unternehmen ihre Eigenkapitalquote um o,3 Prozent auf nunmehr 26,9, und auch die durchschnittliche Umsatzrendite stieg laut FfW-Mittelstandspanel um  0,1 Prozentpunkte auf 5,7 %. Ein weiterer positiver Indikator für eine „gesunden Mittelstand  ist die Tatsache, dass mit 104 Mrd. Euro wesentlich mehr Eigenmittel zur Finanzierung zum Einsatz kamen und der Bedarf an Krediten zur Investitionsfinanzierung um -5,7 Prozent zurückging.

KfW-Bankengruppe rühmt sich, als einzige Institution ein repräsentatives Mittelstandspanel vorweisen zu können. Doch das stimmt nicht so ganz: Neben dem KfW liefern unter anderem auch der BDI in Kooperation mit dem Institut für Mittelstandsforschung Bonn und Ernst & Young ein Mittelstandspanel, und auch Gruner & Jahr verfügt über ein solches Instrument. Wer sich also über weitere Zahlen zum Mittelstand informieren möchte, kann durchaus auch auf diese Jahresberichte zurückgreifen. 

Via: Mittelstandswiki

© Gunnar Assmy – Fotolia.com

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1 Kommentar

  1. Der mittelständische Jobmotor wäre noch effektiver, wenn er seine Stärken und Potenziale besser kommunizieren würde. Viele mittelständische Unternehmen, selbst Weltmarktführer, sind nur regional bekannt und haben Schwierigkeiten, top Fachkräfte überregional zu rekrutieren. Ein gutes Employer Branding muss nicht teuer sein. Die Social Media Landschaft bietet alle Möglichkeiten, ein attraktives Arbeitgeberimage aufzubauen. Ein Unternehmen muss sich nur dafür entscheiden und es nachhaltig tun.

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