Karrierestart: „Das Unternehmen muss zu mir passen, nicht umgekehrt“

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Sie ist zwar nicht repräsentativ, doch die Trendstudie der Business Systems Integration AG gibt zumindest einen kleinen Einblick und Aufschluss über Treiber, Motivation, Werte und Perspektiven der Generation Y. Die Kernaussage: „Das Unternehmen muss zu mir passen, nicht umgekehrt.“

Was will ich, wo will ich hin und welches Unternehmen passt zu mir? Diese Fragen gewinnen für Studenten am Sprungbrett zu ihrer beruflichen Karriere klar an Bedeutung, so der Tenor der aktuellen Trendstudie von BSI. Die Software-Schmiede führte die Studie unter 70 MINT-(Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) Studenten im Rahmen der Münchner Karrieremesse IKOM durch. Das Ergebnis: Persönliche Werte und Unternehmenswerte müssen übereinstimmen, Arbeit soll Sinn machen und darf gerne fachlich herausfordernd sein. Digital Natives suchen keine Erwerbstätigkeit im Sinne von Brötchen verdienen, sondern abwechslungsreiche und eigenverantwortliche Aufgaben in Unternehmen mit gutem Teamspirit.

Bis hierhin nichts Neues. Doch im Gegensatz zur Generation der Digital Immigrants (Menschen die vor 1980 geboren wurden), streben laut der Befragung Digital Natives nicht nach Prestige, Hierarchien und Privilegien. Junge Leute schätzen emotionale Kompetenz und korrelierende Werte mehr als monetäre Treiber. So ist für 96.9 Prozent der befragten Studenten das wichtigste Kriterium bei der Wahl ihres Arbeitgebers eine interessante, fachlich herausfordernde und abwechslungsreiche Aufgabe. Für 82.8 Prozent der Befragten muss das Unternehmen zu den persönlichen Werten passen. Die Frage lautet nicht länger, ob jemand in ein Unternehmen passt, sondern ob das Unternehmen in die Wertewelt der Studenten passt. Zudem verdrängen Autonomie und Eigenverantwortung die Statussymbole der New Economy-Yuppies der 80er Jahre.

Potenzial entfalten

82.8 Prozent der Befragten wollen mit ihrer Arbeit etwas bewegen und sind bereit, dafür Verantwortung zu übernehmen. Vorbei die Zeit, als Pragmatisierung das höchste Gut der arbeitenden Bevölkerung darstellte: Klare Ziele bei maximaler Autonomie für den Weg zum Ziel haben für 70.7 Prozent der Studenten höchste Priorität. Ehrliches, häufiges Feedback, um sich weiterzuentwickeln wird von über 80 Prozent der Studenten gefordert, allerdings nur von Autoritäten, welche fachlich und persönlich Vorbilder sind. Hierarchie allein beeindruckt die Generation Y nicht. Dafür schätzen mehr als zwei Drittel interdisziplinäre Teamarbeit, um andere Sichtweisen, Ideen und Erfahrungen kennenzulernen.

Gefragt: High Tech und flexible Arbeitsmodelle

Für knapp die Hälfte der MINT-Studenten haben flexible Arbeitsmodelle eine große Bedeutung. Büros in Innenstadt-Lage, mit guter Infrastruktur und State-of-the-Art Ausstattung werden ebenfalls von 38 Prozent der Studienteilnehmer geschätzt.

Bildrechte-Teaser: (c) Eisenhans – Fotolia.com

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