Klebstoffe nach natürlichem Vorbild bereits auf dem Weg

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Seit Jahrtausenden benutzt der Mensch Klebstoffe. Die Fortschritte führen zurück zur Natur, denn diese liefert erstaunliche Vorbilder. Die Umsetzung ist dementsprechend anspruchsvoll, dennoch können sich die ersten Erfolge sehen lassen.

Mehrere Millionen Jahre Evolution im Labor reproduziert

Bereits vor einigen Jahren machten Gerüchte über die Eigenschaften künftiger Klebstoffe die Runde. Diese sollen besser halten als mechanische Dübel, als Vorbild dient dabei die Natur. Allen voran die Fäden bestimmter Muschelarten (wie der sogenannte Muschelsuperkleber) haben es den Forschern angetan, denn neben ihrer starken Haftfähigkeiten können sie sich im Schadensfall selbst reparieren. Speziell in der Industrie wartet man folglich mit Spannung auf die neuen Entwicklungen, erste Reproduktionsversuche sind an der Komplexität gescheitert, doch schon kurze Zeit später konnte ein Kleber mit ähnlichen Eigenschaften hergestellt werden. Aktuell steht die Einsatztauglichkeit in verschiedenen Umgebungen auf der Forschungsagenda; beispielsweise an Schiffsrümpfen oder bei Pflastern auf der Haut.

Bis zur Serientauglichkeit wird noch etwas Zeit verstreichen, doch ein ähnlich breites Spektrum weisen die etablierten Marken bereits heute auf. Die aktuell erhältlichen Produkte haben in den letzten Jahren große Schritte nach vorne gemacht. Sie kommen in allen Bereichen zum Einsatz, ob bei Displays, im Maschinenbau oder im Flugzeuginnenraum, wo Gewichtseinsparungen bei gleichzeitig großer Zuverlässigkeit gefragt sind, gibt es stets eine spezialisierte Lösung, mit der sich die Anwendungssicherheit mit relativ niedrigem Aufwand erhöhen lässt.

Vom Handydisplay bis zur Fahrzeugkamera: Ohne Klebstoff geht nichts

Davon profitieren Industrie und Endverbraucher gleichermaßen. Denn moderne Klebstoffe verrichten ihre Arbeit vollkommen unsichtbar und genau das ist ihre Aufgabe. Dafür gibt es viele Beispiele: LEDs, wie sie etwa bei bei Wearables verwendet werden, wären ohne Klebstoff gar nicht möglich, bei den Halbleitern und weiteren Komponenten von PC, Laptop und Co. sieht es ähnlich aus. Weitere Einsatzgebiete sind Photovoltaik und Automobilindustrie, schließlich sind Superkleber gerade aus der Sensorik nicht wegzudenken.

Günstigere Technik dank günstigem Klebstoff?

Parallel zur höheren Effektivität sollen die Kosten bei der Herstellung langfristig sinken. Diese Entwicklung ist typisch für Technologien aller Art und gerade beim Klebstoff ist das Einsparpotenzial offensichtlich. Smartphones, Lautsprecher, Fernseher und andere Konsumprodukte könnten in Zukunft günstiger und gleichzeitig robuster werden, genau wie die fortschreitende Heimtechnik im sogenannten Smart Home mit seinen vielen Automatisierungsmöglichkeiten. Die Zusammenhänge werden vom Klebstoff anschaulich demonstriert, denn in diesem Fall gilt wortwörtlich, dass er der Stoff ist, der die (moderne) Welt zusammenhält.

Bild: ©istock.com/Wisky

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