Können Roboter Krankenpfleger ersetzen?

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Der Fortschritt der KI macht auch vor der Pflege nicht halt, denn es könnten schon bald flächendeckend Medizin-Roboter in der Pflege zum Einsatz kommen. Welche Vorteile das hat, aber auch Bedenken auslöst, wird im Artikel betrachtet.

Medizin-Roboter: Roboter als Krankenpfleger der Zukunft?

Roboter nehmen uns in Zukunft weniger Jobs weg als sie uns bringen. Darum ist ein Studium im Bereich KI und Robotik eine richtige Wahl heutzutage. Roboter in der Medizin und insbesondere in der Pflege klingt nach Science-Fiction. Die konkrete und flächendeckende Umsetzung fehlt zwar noch, aber es gibt bereits erste Pilotprojekte und -studien. So ist also die Zukunft schon näher gerückt als gedacht und deswegen lohnt sich umso mehr ein tieferer Einblick in die Diskussion darüber.

Beispiele für den Einsatz von Robotern in der Pflege

Ein schnelles Übernehmen von pflegerischen Aufgaben könnte in der Interaktion, Kontrolle und des generellen Beschäftigungs der Patientinnen gesehen werden. So könnten die Roboter beispielsweise spielerisch Kinder auf einer Krebsstation durch Aktionen mehr Lebensfreude vermitteln. Auf einer Demenzstation könnten sie die Bewohner beschäftigen und auch zur Einkehr bringen, dass sie nicht unbeaufsichtigt das Pflegeheim verlassen möchten. Falls sie es dennoch nicht schaffen, geben sie dem menschlichen Pflegeteam Bescheid. Somit erhöhen sie sogleich die wichtige Kontrollfunktion solcher Pflegebedürftiger. Da die Pflege-Roboter eine Künstliche Intelligenz (KI) erhalten, werden sie zunehmend aus den vorkommenden Interaktionen lernen und neue sowie noch bessere Facetten zeigen können. Es werden zudem Begleitroboter als Hilfe dienen, die zum Beispiel in Tiergestalt auf den Stationen vorkommen. Auch sie helfen bezüglich der Kommunikation, Pflege-Unterstützung oder als erste Hilfe im Notfall.

Vorteile von Pflegerobotern

Im Blick auf die Vorteile sollen nicht nur die Pflegenotstand des Personals und unternehmerische Interessen gesehen werden. Der Betrachter sollte die Meinungen des Ethikrats hinzuziehen, denn es geht um eine menschliche Pflege, der auch heilende und eben eine notwendige Wirkung nachgesagt wird. Insgesamt sieht der Ethikrat den Einsatz von Pflege-Robotern durchaus als sinnvoll und hilfreich an. Sie können Aufgaben übernehmen, wie sie oben beispielsweise angedeutet wurden und doch für das Pflegepersonal sehr zeitaufwendig sind. Auf diese Weise könnten Pflegeroboter Teilleistungen bei körperlichen und kognitiven Fähigkeiten sowie auch rehabilitativen Maßnahmen übernehmen. Das würde wiederum das bisherige Pflegeteam entlasten und diese könnten sich auf ihr ureigenes Geschäft konzentrieren, wozu eine Robotertechnik nicht fähig ist.

Bedenken über Pflege-Roboter

Einschränkungen und deswegen Bedenken gibt es bezüglich der Pflege-Roboter, da sie nur menschliche Gefühle simulieren aber niemals selbst empfinden können. Das ist in dem Sinne problematisch, wenn sie die menschliche Pflege und derartige Interaktion komplett ersetzen sollten. Das führt zu einer neuartigen Isolation, die die Pflegebedürftigen tatsächlich menschlich einsam macht. Der Ethikrat spricht sich zusätzlich kritisch dahingehend aus, wenn die Pflegebedürftigen eine Roboter-Pflege selbst nicht wünschen. Die Selbstbestimmung stehe im Vordergrund. Schwierig wird dieser Aspekt der Freiwilligkeit jedoch, wenn beispielsweise Demenzkranken nicht mehr adäquat auf diese Frage antworten können. Diese Grauzone müsste noch geschlossen werden. Ergänzend sollte auch über Sicherheitsstandards und Haftungsregelungen nachgedacht sowie diese festgelegt werden. Damit soll verhindert werden, dass später keinen gegenseitigen Schuldzuweisungen erhoben werden, falls etwas beispielsweise pflegerisch unterlassen wurde. Das Pflegepersonal sollte zudem bereits ab Ausbildung mit der Möglichkeit aber auch dem ethischen Umgang mit der Robotertechnik geschult werden.

Abschließende Betrachtung

Eine vollständige pflegerische Aufgabe können die Pflege-Roboter nicht übernehmen. Denn Menschen spenden emotionalen Trost, Hoffnung und Wärme, die Roboter nur simulieren können. Das wissen die Patienten und Klienten, die eine gesunde Wahrnehmung besitzen. Es fehlen den Robotern auch noch die pflegerischen Behandlungen wie waschen, Verbandswechsel und die pflegerische Diagnose, die erfahrenes Pflegepersonal aus einer Hand anbietet. Deswegen kann hier immer nur von einer ergänzenden Pflegetätigkeit gesprochen werden. Natürlich ist wiederum diese wichtig, damit der Pflegenotstand weniger wird. Es sollten ab dem Einsatz keine Sparmaßnahmen stattfinden, sondern die Roboter müssten sogar zuzüglich auf die Krankenstationen und in die Pflegeheime, damit die Pflegesituation baldmöglichst positiv verändert wird. Dies soll eben nicht bedeuten, dass an anderer Stelle, nämlich dem Pflegepersonal, eingespart wird. Dann ist die kritische Sichtweise des Ethikrates zu diesem Sachverhalt durchaus sorgenvoll berechtigt. Es werden zwar auch andere alternative Modelle angewandt, wie beispielsweise ausländisches Pflegepersonal über die Dekra aus Brasilien zu holen, aber das kann den Mangel immer noch nicht komplett wettmachen. So bleibt der Druck auf die Regierung sehr groß, einen weiteren finanziellen Zuschuss zu gewähren, damit die Robotik wirklich in der Pflege ankommt und dort einen wichtigen unterstützenden Beitrag leistet.

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