Kommentar – Surface und Windows 8/RT: Microsoft, das könnte klappen!

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Letzte Woche hat Microsoft die Tablet-Serie Surface vorgestellt und sofort setzte es von einigen Kollegen aus der Mac-Szene blödsinnige Kommentare. Von einer plumpen Kopie war die Rede. Wir wissen es besser. Surface bietet in Verbindung mit Windows RT und 8 enormes Potenzial in Sachen effizientes Arbeiten. Der Preis wird allerdings entscheidend sein.

Einige mögen den Zeitpunkt von Microsoft als zu spät registriert haben. Analysten sind dennoch positiv überrascht. Die Redmonder haben bewusst den Zeitpunkt der Veröffentlichung inklusive deren Details zurückgehalten. Und? Surface ist kein iPad-Killer. Hurra. Warum einige Fanboys das Tablet mit ihrem Liebling vergleichen bleibt ein Geheimnis. Vielleicht sind es auch nur die selbsternannten Fachleute, die das Unternehmen Apple gerne mit dem Betriebssystem Android vergleichen? Was bleibt, ist Surface: Die Serie beschreibt endlich ein Arbeitsgerät und kein „Content Consuming Device“. Wo wir auch schon beim Kollegen Sascha Pallenberg sind. Der Blogger hat sich mit seinem Kommentar ebenfalls etwas Zeit gelassen und attestiert dem Tablet sowie OS gute Zukunft-Chancen; mit einem kräftigen ABER.

„Machen wir uns nichts vor, bisher sind Tablets Content Consuming-Plattformen“ Sascha Pallenberg

Sascha schreibt mir aus der Seele. Eben weil er in seinem Kommentar, neben den Baustellen, auch die Möglichkeiten von Windows RT aufzeigt. Das Tablet bringt neben der RT-Variante auf Wunsch auch das für berührungsempfindliche Oberflächen optimierte Betriebssystem Windows 8 mit. So verschmelzen Desktop, Notebook, Tablet sowie Smartphone das erste Mal richtig miteinander. Geht es nach Sascha, wird es endlich möglich sein, bekannte Office und Desktop-Apps auf dem Tablet auszuführen. Ich erinnere mich immer ungerne an die Versuche, lediglich mit dem iPad bewaffnet, Veranstaltungen, zuletzt die Re:publica, zu besuchen. Es funktioniert einfach nicht; egal ob mit WordPress oder Photoshop. Die Tastatur macht so aus dem Surface eine mobile Workstation. iOS und Android versuchen das bis heute vergebens. Damit wird Surface speziell im Business-Sektor seine Abnehmer finden. Auch weil die verbaute Hardware auf neustem Stand ist: Core i5, 10,6 Zoll Full-HD-Display und Speicher-Varianten mit 32 bis 128 Gigabyte klingen brauchbar.

Dennoch, Steve Ballmer weiß um die Herausforderung mit Windows 8. Er setzt innerhalb kürzester Zeit ein neues User-Interface ein und erste Reaktionen zeigen, dass das System kein Selbstgänger wird.

Nutzer müssen sich komplett auf eine neue Bedienungsumgebung einstellen und genau deshalb will Ballmer ein eigenes Tablet. Denn droht Windows 8 ein Flop zu werden, ist auch die Surface-Serie in Gefahr. Ich bleibe dabei, Microsoft wird die Verschmelzung von Desktop- und Tabelt-PC schaffen, damit ist ein Erfolg des Betriebssystems und Surface programmiert – aber nur, wenn der Preis stimmt.

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