Kyocera-Handy überträgt Anrufe über Bildschirmvibration direkt ins Ohr

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Der Elektronik-Hersteller Kyocera hat eine neue Schall-Übertragungstechnik für Mobiltelefone vorgestellt. Dabei wird die Stimme des Anrufers nicht mehr über den herkömmlichen Lautsprecher, sondern über die Vibration des Bildschirms ins Ohr übertragen. Die unter dem Begriff „tissue conduction“ vermarktete Technologie soll vor allem störende Hintergrund-Geräusche verringern.

Seit gestern verkauft Kyocera in Japan Mobiltelefone, die die Anruferstimme über Bildschirmvibration direkt ins Ohr übertragen. Dabei wandelt ein sogenannter „Smart Sonic Reveiver“, der unter dem Bildschirm platziert ist, die Töne in Vibrationen um. Voraussetzung für die Wahrnehmung ist, dass der Nutzer das Handy an das Ohr presst. Wie das genau funktioniert, zeigt diese Demo Kyoceras auf der Wireless Japan Exhibition in Tokio:

Etwas mehr technischen Hintergrund vermittelt dieses japanische Erklärvideo zum „Smart Sonic Receiver“:

Der Vorteil der Technik: Gerade bei lauten Umgebungen, zum Beispiel auf Messen und im Straßenverkehr, soll die unter dem Begriff „tissue conduction“ vermarktete Technologie störende Umgebungsgeräusche reduzieren. Zusätzlich zum Vibrationsdisplay ist das vorgestellte Kyocera Urban Progresso mit einem Lautsprecher für Klingeltöne und freihändiges Sprechen ausgestattet.

Das Handy läuft mit Android 4.0 und ist mit einem 4-Zoll-Display sowie einer 8-Megapixel-Kamera ausgestattet.

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