Ladungsträger in der Logistik – Das sind Ihre Optionen

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Bei der Auswahl an Ladungsträgern in der Logistik gibt es einige Optionen. Die Auswahl des richtigen Ladungsträgers hängt immer vom Anwendungsfall ab. Für manche Anwendungsfälle eignen sich mehrere verschiedene Typen, bei anderen ist nur eine der Optionen sinnvoll. In diesem Artikel liste ich die gängigsten Ladungsträger auf, und welchen Nutzen diese bieten können

Paletten

Paletten sind die wohl beliebtesten Ladungsträger. Es gibt grundsätzlich am europäischen Markt zwei Arten davon: Die Europalette und die Einwegpalette. Die Europalette ist stabiler und eignet sich daher für einen längeren Einsatz. Daher ist diese meistens auch mit einem Pfand von etwa 10 bis 20 € versehen. Aus diesem Grund sind Kunden angehalten, diese zu retournieren. Einwegpaletten sind nur für einen einmaligen Gebrauch geeignet und verbleiben somit oft beim Endkunden.

Die Auswahl zwischen Einwegpaletten und Europaletten hängt auch von der Art der Lagerung ab: Einwegpaletten eignen sich oftmals nicht für eine automatisierte Verarbeitung in einem Lager. Weiters ist die Dimension der Europalette genormt und sorgt daher für Kompatibilität mit einem Hochregallager und Staplern.

Sie eignen sich am besten für gut stapelbare Waren, wie gefüllte Kartons oder Ziegel. Andererseits ist sie ebenfalls ideal für sperrige Güter, wie z.B. Motoren. Durch ihren Einsatz lassen sich also eine Vielzahl von Gütern und Produkten effektiv bewegen und Lagern.

Kunststoffboxen

Kunststoffboxen sind beliebt für kleinere Teile und Schüttgüter. Die Dimension ist wie bei der Europalette ebenfalls genormt und ist mit dieser kompatibel. Während die Europalette 1200 mm x 800 mm groß ist, sind Kunststoffboxen (auch Euronorm Behälter genannt) halb so groß, bzw. kleiner. Am gängigsten ist die Dimension von 600 mm x 400 mm, von denen exakt 4 Stück auf eine Europalette passen. Somit wird der Platz ideal ausgenutzt. Es gibt aber noch kleinere Maße, welche wiederum teilbar sind.

Diese genormten Dimensionen ermöglichen oftmals eine Kompatibilität mit Automatischen Kleinteilelagern (AKLs) und übernehmen damit eine wichtige Rolle unter den Ladungsträgern. Zusätzlich gibt es eine Vielzahl an Anbietern auf dem Markt, welche auch Variationen für den idealen Einsatz anbieten (seitlich offen, ineinander stapelbar, mit Deckel, etc.). Stückpreise beginnen bei unter 10 €.

Rollbehälter

Rollbehälter sind wohl weniger bekannt unter den Ladungsträgern. Dennoch sind sie gut einsetzbar. Da der Stückpreis deutlich über den beiden vorigen liegt, beschränkt sich der Einsatz oftmals auf innerbetrieblichen Warenverkehr. Populäres Beispiel dafür ist der Lebensmittelhandel, bei dem die Behälter oftmals in einem Zentrallager mit den Waren für die Geschäfte bestückt werden und dorthin mittels LKW transportiert werden.

Durch ihre Form eignen sie sich gut in der Automatisierung, als auch bei menschlichem Transport (z.B. bei der Entladung aus einem LKW). Seitlich sind bei den meisten Rollbehälter zwei der vier Wände mittels Gitter verschlossen, es gibt aber auch andere Ausführungen. Sie eignen sich wie Paletten für stapelbare Güter, wobei die Seitenwände für zusätzliche Stabilität sorgen, falls die Güter keine einheitlichen Maße haben.

Zusammenfassend macht in der gesamten Logistik eines Unternehmens auch eine Kombination mehrerer Optionen Sinn, bei der Waren von einem Ladungsträger auf einen anderen transferiert werden.

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