Mehr als 8 Millionen Euro kostet Unternehmen kurzfristig jeder IT-Ausfall

0

Compuware-Studie erforscht Kosten und Auswirkungen von schwacher Technologie-Performance. Compuware hat im Rahmen einer weltweiten Studie die finanziellen Auswirkungen von IT-Ausfällen in Unternehmen untersucht und die wesentlichen lang- und kurzfristigen Kosten erhoben. Zusätzliche Schäden verursachen geringere Produktivität, Produktionsausfälle und unzufriedene Kunden.

Die Antworten der Führungskräfte und IT-Verantwortlichen aus unterschiedlichen Branchen wie Produktion, Pharmazie und Handel zu einem Komplettausfall der IT belegen hohe Kosten, teure Langzeitauswirkungen und eine Dauer von durchschnittlich drei Wochen bis der Betrieb wieder regulär läuft. Pro Technologie-Ausfall müssen Unternehmen kurzfristig für Betrieb, Vertrieb und Marketing durchschnittlich rund 8 Millionen Euro (10,8 Millionen US-Dollar) zahlen.

Berücksichtigt man ausschließlich die Befragten, bei denen die IT-Ausfälle Rückrufaktionen zur Folge hatten und Produktkapazitäten sowie Vertriebs- und Marketing-Aktivitäten vergeudet wurden, erhöht sich diese Zahl auf fast 13 Millionen Euro (17 Millionen US-Dollar). Die Kosten für Rückrufaktionen und defekte Produkte beliefen sich dabei auf durchschnittlich 3 Millionen Euro (4 Millionen US-Dollar), die Ausgaben für Vertrieb und Marketing auf fast 10 Millionen Euro (13 Millionen US-Dollar).

„Das Messen der IT-Performance und insbesondere das Erfassen der realen finanziellen Auswirkungen auf das Business sind ein komplizierter Prozess. Daher führen viele Unternehmen solche Messungen nicht einheitlich oder umfassend durch“, sagt Paul Czarnik, CTO bei Compuware. „Als Grundlage haben wir deshalb eine Formel entwickelt, die eine einheitliche Basis für IT-Abteilungen und die Geschäftsführung schafft – sowohl in der Beurteilung der Auswirkungen als auch, was noch wichtiger ist, in der Priorisierung und einer besseren Ressourcenauslastung: Die Kosten für einen IT-Ausfall entsprechen den kurz- und langfristigen Ausgaben für ein Fehlerereignis multipliziert mit der Häufigkeit dieses Vorfalls sowie der Wiederherstellungszeit bis zum normalen Betrieb.“

Langzeitauswirkungen von IT-Performance-Ausfällen

Über die kurzfristigen Folgen hinaus, zeigen sich häufig immer mehr Schäden und negative Auswirkungen, wenn man die IT-Ausfälle genauer untersucht. Der Geschäftsführer eines US-Produktionsunternehmens erläutert dazu: „Wenn unsere Distributions-Datenbank nicht verfügbar ist, können wir keine Produkte ausliefern. Darüber hinaus verlieren wir den Überblick über unsere Lagerbestände und müssen die Produkte manuell zählen. Unter dem Strich haben wir dadurch hohe Verluste im Vertrieb zu verzeichnen und einige sehr aufgeregte Kunden.“ Laut der Studie sind Kundenservice, Finanzabteilung, Verkauf und Marketing sowie Einkauf und Versand die Bereiche, die am meisten leiden.

Wie häufig sind Performance-Ausfälle?

94 Prozent der befragten Führungskräfte (Line of Business (LoB)) gaben an, dass sie in den letzten drei Jahren signifikante Performance-Probleme hatten. 50 Prozent bestätigten, dass in den vergangenen drei Monaten ein Fehler aufgetreten ist. In der Regel traten diese sogar mehrfach auf: 80 Prozent der Befragten meinten, dass der gleiche Fehler zuvor schon einmal erkennbar war. Fast 20 Prozent der Umfrageteilnehmer sagten sogar, dass er bereits drei- bis fünfmal aufgetreten war. Laut der Compuware-Umfrage sind Verluste von Marktanteilen und des Markenwertes sowie Reorganisation und rechtliche Konsequenzen die häufigsten Langzeitauswirkungen.

Mehr als 8 Millionen Euro kostet Unternehmen kurzfristig jeder IT-Ausfall

Wiederherstellung des Normalzustandes

Die Antworten hierzu sind sehr unterschiedlich und von den jeweils Befragten abhängig. So gehen LoB-Manager davon aus, dass für die Wiederherstellung in der Regel 24 Tage in Anspruch genommen werden. IT-Führungskräfte hingegen sagen, dass die vollständige Wiederherstellung nach nur elf Tagen erledigt sei. Der statistische Durchschnittswert liegt bei 21 Tagen.

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen insgesamt, dass ein IT-Ausfall sehr Ressourcen-intensiv für ein Unternehmen ist. Viele Unternehmen reagieren mit dem Ausbau ihrer IT und erhöhen so die Komplexität und die Kosten. Die häufigsten Konsequenzen sind:

  • Einkauf bzw. Aktualisierung von Software und/oder Hardware
  • Intensivere IT-Schulungen/-Trainings
  • Einstellung von weiterem IT-Personal
  • Einbindung von IT-Beratern

Cisco-Studie bestätigt Compuware-Umfrage

Eine kürzlich durchgeführte Studie von Cisco mit dem Titel „Global IT Impact Survey“ bestätigt die Studienergebnisse. Danach gaben drei Viertel der Befragten (71 Prozent) an, dass sie mehr IT-Anwendungen einsetzen als noch ein Jahr zuvor. „IT-Abteilungen werden zunehmend dazu aufgefordert, einen größeren Beitrag zum finanziellen Gleichgewicht eines Unternehmens beizutragen“, erklärt Czarnik. „IT ist nicht mehr nur ein operativer Kostenfaktor, sondern trägt entscheidend zum Erfolg anderer Unternehmensbereiche bei, wie Kundenbetreuung, Einkauf, Vertrieb oder Marketing. Ein florierendes Unternehmen muss auch eine reibungslos funktionierende IT-Abteilung besitzen. Die Kunst liegt heute darin, den richtigen Weg trotz enger Budgets zu finden.“  Außerdem ist die Überwindung der Technologie-Performance-Probleme entscheidend für das Geschäft. „Kein Unternehmen kann auf komplexe IT verzichten“, resümiert Czarnik. „Sie ist elementarer Bestandteil heutiger Unternehmen. Wie die Umfrage zeigt, sind die Kosten für einen Ausfall wegen der steigenden Komplexität und der wachsenden IT-Anteile größer als je zuvor.“

Die komplette Studie, weitere Informationen und ein Video mit Paul Czarnik zu den Studienergebnissen finden Sie unter http://www.compuware.com/en_us/about/techfail.html.

Disclaimer:
„Für den oben stehenden Beitrag sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Nutzer verantwortlich. Eine inhaltliche Kontrolle des Beitrags seitens der Seitenbetreiberin erfolgt weder vor noch nach der Veröffentlichung. Die Seitenbetreiberin macht sich den Inhalt insbesondere nicht zu eigen.“

Share.

Eine Antwort verfassen