Mieten statt kaufen: Warum wir Software heute nutzungsabhängig bezahlen

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Was beim Zeitungs-Abo normal ist, wird es zunehmend auch bei der Software. Statt ein Exemplar, also eine Lösung, einzeln zu kaufen, „abonnieren“ die Kunden heute ihre Lösungen. Gemeint ist, dass sie eine Nutzungsgebühr – meist monatlich – zahlen, anstatt einmal eine Lizenz. Der „Abo“-Preis ist entsprechend wesentlich niedriger, als bei dem Einmal-Kauf. Trotzdem überwiegt in den meisten deutschen Unternehmen noch die klassische Lizenzsoftware.

Die Cloud hat der „Software zur Miete“ zum Durchbruch verholfen. Erst in den letzten zehn Jahren haben sich mehr und mehr Unternehmen für die monatliche Nutzungsgebühren entschieden. Auch Sage, britischer Softwarehersteller, setzt auf das neue Preismodell, das in Fachkreisen auch unter dem Namen „Subskription“ bekannt ist.

Online-Produkte immer beliebter

Erfolgreich durchgesetzt am Markt hat sich Sage One Lohn & Gehalt (bekannt als Sage einfachLohn). Der Pionier in Sachen Lohnabrechnung wurde 2009 auf den deutschen Markt gebracht. Das Innovative: Sage One Lohn & Gehalt ist ein Online-Dienst mit dem Nutzer ohne Lohn-Know-how einfach und intuitiv ihre Lohnabrechnung machen können. Geeignet ist das Produkt für Kleinunternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern. Gezahlt wird nur nach Nutzung – 5,90 zzgl. MwSt. pro Lohnabrechnung. Mehrere tausend Kunden haben das Online-Programm heute im Einsatz.

Vor einem Jahr hat das Software-Haus gleich zwei neue, reine Online-Lösungen auf den Markt gebracht: zum einen die Buchhaltungslösung Sage One sowie die Lohnabrechnungs- und Personalmanagementsoftware Sage Entgelt & Personal.

Subskription kein reines Cloud-Thema

„Pay per use“, also nur so viel zu zahlen, wie man eben braucht, ist ein Trend, der gefragt ist. Geläufig ist das Modell bei vielen alltäglichen Dingen – wie Strom und Wasser. Ein Ansatz, den die Software-Anbieter nun auch verfolgen. Oft geht man beim nutzungsabhängigen Bezahlmodell gleich von Online-Lösungen aus. Doch Subskription ist kein reines Cloud-Thema. Zunehmend gibt es auch vor Ort auf dem Rechner installierte Programme, die nach Nutzung abgerechnet werden. Sage bietet beispielsweise das ERP-Produkt für Kleinunternehmer GS-Office auch zum Tarif GS-Office Flex an. Bezahlt wird monatlich.

Software zur Miete – egal ob fest installiert oder aus dem Internet bezogen – hat zunächst den Vorteil der geringeren Anfangsinvestition. Ob mehrere Euro monatlich oder gleich auf einen Schlag rund 100 bis 300 Euro pro Jahr zu bezahlen, macht für viele Kleinunternehmen oder Existenzgründer einen enormen Unterschied. Einher geht die monatliche Nutzungsgebühr meist mit einer kurzen Kündigungsfrist. Während Nutzer beim Einmal-Kauf meist rein aus Kostengründen die Software mehrere Jahre nutzen, ist die Online-Lösung häufig monatlich kündbar.

Aktualität bedeutet Sicherheit

Haben sich die Unternehmer für eine Miet-Software entschieden, profitieren sie von der Aktualität der Software. Genau wie Online-Lösungen werden heutzutage auch fest installierte Programme über ein Internet-Update regelmäßig aktualisiert. Gesetzliche Änderungen, neue Funktionen, Software-Verbesserungen: All das wird per Updates installiert. Die Software ist so immer auf dem neuesten Stand, während gekaufte Lösungen ohne zusätzlichen Update-Service mit der Zeit immer weiter veralten.

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