Mit der MJR Technologie Betriebskosten senken

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Der Huber Verlag für Neue Medien im Gespräch mit Dr. Michael Steiner, CEO der nanoSaar AG

Die nanoSaar AG wurde mit ihrem Produkt MikroJetReaktor Technologie MJR Sieger beim diesjährigen INDUSTRIEPREIS 2016 in der Kategorie Mikrosystemtechnik. Die nanoSaar AG möchte mit der Technologie  zu einem der führenden Nanotechnologie-Unternehmen werden. Die Redaktion des Huber Verlags für Neue Medien hat sich mit dem CEO der Firma über das Produkt unterhalten.

Ihr Produkt ist Sieger beim INDUSTRIEPREIS 2016. Können Sie Ihre Lösung in drei prägnanten Sätzen beschreiben?

nanoSaar_2Unser MicroJet Reactor (MJR) produziert in einem speziellen Verfahren nano/mikro-Partikel, -Emulsionen und -Verkapselungen mit einer sehr definierten Größe. Unser kostengünstiger Produktionsansatz ermöglicht eine Skalierung in der Produktion >10.000 Jahrestonnen. Der Kundennutzen besteht in qualitativ besseren Endprodukten und deutlichen Kosteneinsparungen in der Produktion.

Was ist aus Ihrer Sicht das Fortschrittliche an Ihrem Industrieprodukt?

Traditionelle industrielle Batchverfahren werden durch unseren einfachen kontinuierlichen MJR-Herstellungsprozess ersetzt und führen zu einer signifikanten Reduktion der Betriebskosten durch niedrige Investitions-, Energie- und Personalkosten. Unsere MJR Technologie kann damit sehr gut in bestehende Produktionslinien integriert werden. Die Umsetzung erfolgt sehr zügig.

Warum braucht ein Unternehmen eine Lösung wie Ihre und welche Vorteile bietet sie anderen Industrieunternehmen?

Unser Ziel ist es, mit unserer innovativen MJR Technologie weltweit zu einem der führenden Nanotechnologie-Unternehmen zu werden. In unserem Geschäftsmodell kommerzialisieren wir unsere flexible kostengünstige MJR Produktionsplattform sehr breit in folgenden Industrien: Nutrition, Ernährung und Getränke, Kosmetika, Konsumgüter, Duft- und Aromastoffe, Chemische Produkte/Polymere und Additive, Schmierstoffe, Biozide und Holzschutz, Katalysatoren, Farben und Beschichtungen, Glas, Beton und Straßenbau, Medizin, Photovoltaik, Batterien und Elektronik.

Ein Beispiel: Mit einem Kunden in der Farbenindustrie haben wir Bariumsulfat Nanopartikel entwickelt, die durch die präzise Gleichmäßigkeit der produzierten Partikel eine wesentlich höhere Qualität des Premiumlacks für Autos erzielen. Darüber hinaus führt der Einsatz unseres MJR-Produktionsverfahrens zu Kosteneinsparungen von >60% im Produktionsprozess. Auch hier haben wir einen deutlichen Wettbewerbsvorteil für unseren Kunden geschaffen. Weitere Entwicklungen für innovative Autolacke schließen sich bereits an. Analog können wir prinzipiell für jedes andere Industrieunternehmen entsprechende kundenspezifische Lösungen entwickeln.

Wie lange dauerte die Entwicklung Ihres ausgezeichneten Produkts und planen Sie weitere Optimierungsmaßnahmen oder Erweiterungen?

Die Entwicklung eines neuen Produkts dauert je nach Aufgabenstellung etwa 1 – 2 Jahre. Kunden kaufen unsere MJR Maschinen für das Labor und die Produktion. nanoSaar unterstützt den Know-How Transfer mit einem Trainingsprogramm.

Eine der Stärken unseres Verfahrens ist das Arbeiten in flüssigen Phasen. Manche Kunden erwarten jedoch die Herstellung von trockenen Fertigprodukten. Dies können sowohl Zwischen- als auch Endprodukte sein. Zum Beispiel haben wir mit einem Kunden in der Lebensmittelindustrie einen zweistufigen Produktionsprozess entwickelt. Zunächst wird bei uns ein bestimmtes Vitamin mit unserem MJR Verfahren verkapselt. Die fertige flüssige Dispersion wird dann in einem zweiten Schritt beim Kunden sprühgetrocknet. Hier liegt dann die Expertise auf der Kundenseite, ein fertiges trockenes Pulver herzustellen.

Derartige Synergien lassen sich durch weitere Kombinationen mit verschiedensten anderen Verfahren realisieren und erweitern damit die Einsatzmöglichkeiten des MJR Verfahrens in neuen Produktanwendungen.

Wie wichtig ist für Sie die Teilnahme an Wettbewerben wie dem INDUSTRIEPREIS und was bedeutet ein solcher Preis für Ihr Unternehmen und Ihre Arbeit?

nanoSaar hat einen sehr innovativen Produktionsansatz entwickelt und nimmt gerne an Wettbewerben teil. Auf den Gewinn des Industriepreis 2016 ist unser Team sehr stolz. Das spornt unsere Mitarbeiter weiter an. Wir setzen diese Auszeichnung und weitere gewonnene Preise gezielt in der Kundenakquisition ein.

Welche Rolle spielt das Thema „Industrie 4.0″ Ihrer Meinung nach für die Wettbewerbsfähigkeit deutschsprachiger Industrieunternehmen?

Sehr wichtig! Es muss alles getan werden, dass Deutschland hier im internationalen Wettbewerb den Zug nicht verpasst.

Wie schafft es Ihr Unternehmen, dauerhaft fortschrittlich zu bleiben? Wie sieht Ihre Zukunftsplanung aus?

Die nanoSaar AG wurde im Mai 2013 in Starnberg gegründet und besitzt die exklusive Lizenz der bis 2030 patentierten MJR Nanotechnologie. Drei weitere Patentanmeldungen wurden eingereicht und erweitern den Patentschutz für diese innovative Querschnittstechnologie bis 2036.

Die MJR Technologie ist sehr breit anwendbar und wird bereits weltweit bei führenden Konzernen und Mittelständlern in Europa, USA und Asien eingesetzt. Die beschriebenen Vorteile des MJR Verfahrens sind ein großer Gewinn für unsere Kunden. Aus dieser Arbeit entstehen laufend neue Ideen für weitere Innovationen, die die weitere Entwicklung unseres Unternehmens schnell vorantreiben. So können wir heute Aufgabenstellungen lösen, an die wir vor 2 Jahren noch gar nicht gedacht hatten.

Alle weiteren Informationen zum Produkt finden Sie hier.

 

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