openHPI als Mittelstandsinitiative

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Wissen ist Macht!

Unsere Kinder sind Digital Natives. Smartphones und Tablets sind für sie selbstverständlich und nicht mehr wegzudenken – auf dem Schulhof und in den Hörsälen. Und doch ist die Domäne der Wissensvermittlung noch nicht vollständig in dieser digitalen Welt angekommen – Bildungsneuland sozusagen.

Seit zwei Jahren gibt es nun Online-Lernkurse mit Zehntausenden von Lernwilligen. Heute zieht das Hasso-Plattner-Institut (HPI) auf dem openHPI-Forum eine erste Zwischenbilanz und kommt zu überraschenden Ergebnissen…

MOOCs und openHPI

MOOCs (sprich: [mu:k(s)]) sind seit 2012 in aller Munde. Die Massive Open Online Courses (MOOCs) sind als Interaktive Online-Kurse, dezentral und diversifiziert über das Internet, von jedem Interessierten nutzbar. Dabei ist bei allen Anbietern zumindest der Zugang offen, auch wenn bei manchen Anbietern für einige Leistungen Geld verlangt wird, schließlich wollen Millionen an Venture Capital auch refinanziert werden.

Das HPI als IT-Exzellenzcenter hat im „Jahr der MOOCs“ (New York Times, 2012) die Chancen erkannt und bietet seitdem mit openHPI[1] eine überaus erfolgreiche, komplett kostenfreie Plattform an. Hierbei werden die Grenzen des Hörsaals gesprengt und tausende Nutzer können auf Universitätsniveau lernen.

MOOCs also sind Bildungskurse, die, frei verfügbar, über das Internet zugänglich gemacht werden und die jeder nutzen kann. Zumeist werden wissenschaftliche Hintergründe erklärt, ausgeführt und dargestellt, es können aber sämtliche Zusammenhänge aufbereitet werden, die es wert sind, aufbereitet zu werden und die eine interessierte Lernergemeinschaft finden.

Diese Inhalte werden dann in ein gut verständliches Kurssystem überführt, welches den Nutzer anleitet und ihm mit Kurzvideos, Texten, Bildern, Graphiken oder anderen audio-visuell vermittelbaren Medien den Lerninhalte  erläutert.

Durch die kurzen Lerninhalte mit den unmittelbar darauf folgenden Selbst-Tests kann das vermittelte Wissen direkt überprüft werden. Weiterführende Inhalte ermöglichen bei Bedarf und Interesse den tieferen Einstieg. Am Ende eines Kurses steht meist ein Zertifikat, welches Arbeitgeber in Zukunft immer öfter in den Bewerbungsunterlagen neuer Mitarbeiter finden werden.

MOOCs als Ende der klassischen Bildung?

MOOCs wurden schon als Revolution in der Bildungslandschaft gefeiert. Professoren und Universitäten freuten sich und träumten davon, Einführungsveranstaltung einmal aufzunehmen und dann die fürderhin gewonnene Zeit darauf zu verwenden, „spannendere“ Dinge zu tun.

Da sie grundsätzlich ein unendliches Publikum erreichen können, welches sich nach dem eigenem Verständnis mit den vermittelten Inhalten auseinandersetzen kann und dabei lernt, könnten MOOCs helfen, die Bildungslandschaft zu revolutionieren: Couch statt Hörsaal. Große, teure und umständliche klassische Kurse könnten über die schlanken und eleganten MOOCs entbehrlich werden. Universitätskurse könnten jedermann befähigen, wissenschaftliche Abschlüsse in kurzer Zeit zu erreichen.

Doch so einfach ist ein komplexes Feld wie Bildung nicht zu bestellen. Bildung ist weiterhin auf Kommunikation und Kontakt zwischen Menschen angewiesen und lässt sich nicht allein durch Computer ersetzen. openHPI setzt deshalb sowohl auf ein Forum, welches die Nutzer miteinander kommunikativ verknüpft, als auch auf eine engmaschige Betreuung durch das sogenannte Teaching-Team. Aber wir können auch feststellen, dass sich viele Nutzer regional verknüpfen, um sich anschließend physisch zu treffen und Erfahrungen auszutauschen.

MOOCs und ihr Einsatz im Enterprise-Umfeld

MOOCs eignen sich neben der wissenschaftlichen Bildung ausgezeichnet für den Einsatz in klassischer „In-House-Education“. Überall dort, wo Mitarbeiter geschult werden, wo neue Erkenntnisse in die Firma getragen werden, wo Firmen ihre Produkte und Lösungen mit Kunden und Zulieferern diskutieren und sie schulen um Hochkomplexität sichtbar zu machen, überall dort sind MOOCs das kostengünstige Mittel der Wahl.

MOOCs – Das Formativ für viele Benutzer

MOOCs als eine konsequente Fortsetzung des bekannten e-Learnings, bei dem asynchron Inhalte im Internet bereitgestellt werden, sind bekannt und werden seit ihrer medialen Begleitung auch stark wissenschaftlich diskutiert.

Die Ergebnisse sind sehr erfreulich, viele Nutzer erwerben Wissen, interessieren sich umfassender und bilden sich weiter. MOOCs erleichtern ihnen den Bildungserwerb auch lange nach Abschluss jedweder Ausbildung und wecken ihre persönliche Neugier. Individuelle Rückmeldungen durch das System und die Nutzergemeinschaft helfen, die Motivation zu stärken.

Als soziales Mitmach-Instrument mit audio-visuellen Medien, technisch hoch automatisiert, fällt es auch den Betreuern leicht, große Nutzergruppen zu begleiten und zu orchestrieren.

Der Mittelstand und das openHPI-MOOC-Erlebnis

Der Mittelstand als Herzstück der deutschen Wirtschaft ist grundsätzlich auf geistige und technische Innovation angewiesen. Was liegt da näher als neue Ideen und Entwicklungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette vorzustellen und diskutieren zu lassen? MOOCs können von der Qualifizierung der Mitarbeiter bis hin zur Innovationskontrolle dienen.

openHPI als der erste europäische MOOC-Anbieter hat somit auf diesem Feld die längste und umfassendste Erfahrung, auch, weil die Plattform openHPI sowohl im eigenen Haus entwickelt wurde, wie auch umfangreich wissenschaftlich begleitet wird – ein Feature welches in dieser Kombination so nirgendwo angeboten wird.

Darüber hinaus hat das Hasso-Plattner-Institut großflächige Erfahrungen in Wirtschaftskooperationen, sowohl im MOOC-, wie im IKT- oder Innovationsbereich. Als Neutraler Partner sind wir weiterhin der eleganten Lösung verpflichtet und nicht einer Gewinnoptimierung.

Downloads und tele-TASK

Auf dem openHPI-Forum[2], auf welchem wir mit Partnern aus der Wirtschaft und Wissenschaft über den Einsatz von MOOCs sprachen, wurde über die Nutzung von MOOCs diskutiert[3]. Bei aller berechtigten Skepsis über MOOCs im universitären Umfeld, war man sich hierbei einig, das MOOCs als Werkzeug der wirtschaftsnahen Bildung funktionieren.

Sie können die Veranstaltung nachschauen[4] und auch verschiedene Materiealien herunterladen[5], um sich einen Eindruck von der Mächtigkeit von openHPI zu verschaffen.

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1 Kommentar

  1. Der Mittelstand schafft Arbeitsplätze und ist auch an gut ausgebildeten Mitarbeitern interessiert und investiert dementsprechend auch in die Mitarbeiterbildung, was durch solche Projekte interessante neue Wege eröffnet, denen offen und positiv begegnet wird.

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