Photogene im Test: umfangreiche Bildbearbeitung auf dem iPad

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Auf der Re:publica 2012 hatte das erste mal mit der App Photogene gearbeitet und war zunächst nicht so begeistert. Nach einigen Stunden Mitarbeit hat sich der Kauf absolut gelohnt. Die Fotobearbeitung macht auf dem iPad wirklich Spaß, speziell die Effekte machen Lust auf mehr. Lediglich der nicht vorhandene manuelle Bild-Zuschnitt stört.

Software für die Bildbearbeitung auf dem iPad gibt es bekanntlich wie Pixel im Retina. Ob das nervige und teure iPhoto oder das meiner Meinung nach weniger funktionelle Resizer – ich habe mich für die Arbeit von unterwegs, neben Photoshop auf dem MacBook Pro, für Photogene von Mobile-Pond entschieden. Der Start mit der App ist dabei kinderleicht. Oben rechts klickt der Nutzer den Button „Edit New“ und wählt aus seiner Bildersammlung das gewünschte File aus. Der Nutzer darf vor der eigentlichen Manipulation das Bild auf dem Screen verschieben. Vorteil: Im Querformat etwa platzierte ich das Bild an den linken Bildrand und hatte nach einem Klick auf „Adjustments“ genügend Platz für das Justieren. Das Bild bleibt so immer im Blickfeld. Überschneiden sich Bild und Werkzeugleiste, verschwindet das Bild unter der transparenten Werkzeugleiste – kann man mit leben.

Photogene und seine Werkzeuge

Was für Werkzeuge stehen zur Verfügung? Unter „Presets“ darf ich aus unterschiedlichen vorgefertigten Kategorien wählen. Darunter fallen beispielsweise Drama, Bleach, Dynamic sowie Warm oder Cool. Wem das nicht reicht, nutzt die zusätzlichen Features wie Colors Vintage, Frames oder Fun – unter jeder Rubrik verstecken sich zusätzliche Bild-Varianten.

Ich persönlich bin begeistert. Das Verändern des einzelnen Bildes macht Spaß und kann mit nur einem Klick wieder rückgängig gemacht werden. So sind über dem Bild die Buttons „Undo“ und „Redo“ angebracht. über sie lässt sich jeder ausgeführte Klick schrittweise verändern/rückgängig machen – Radikale klicken gleich auf „Original“. Das Bild wird automatisch als Original angezeigt, egal wie viele Veränderungen zuvor vorgenommen worden sind.

Wer lieber selbst Hand anlegt, das Bild also manuell und individuell bearbeiten möchte, der nutzt dafür die Leiste „Adjustments“ oder den Reiter „Enhance“. Über beide kann der Nutzer nun Bild und Form anhand von Intensivierungsbalken selbst manipulieren. Für geübte User ist das ein Muss.

Share Your Picture: Flickr, Dropbox, Picasa Tumblr, Evernote, Facebook, Twitter

Das Bild ist bearbeitet und soll nun weitergeleitet werden? Auch dabei kann Photogene behilflich sein. Wobei das Angebot dabei eher erschlagend ist. So kann das Foto exportiert und direkt via Mail, FTP, Flickr, Dropbox, Picasa, Tumblr, Evernote, Facebook und Twitter geteilt werden. Schnittstellen zu anderen Devices stehen ebenfalls zur Verfügung. Ist Photogene auf anderen Geräten installiert, können diese die bearbeitenden Bilder empfangen.

Im Test habe ich diese Funktion allerdings nicht ausprobiert. Es soll allerdings mit einem weiteren iPad oder iPod touch sowie iPhone funktionieren. Die App kostet zurzeit 2,39 Euro (iPhone-Version: 0,79 Euro) und ist zum Vergleich mit Apples iPhoto nicht nur umfangreicher ausgestattet sowie offen zu anderen Netzwerken – iPhoto kostet für weniger Funktionen 3,99 Euro.

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