Prozess-Ablauf Management Philosophie „Wettbewerbsvorteile“ by Rolf Popp

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Gemäß der Definition von Wettbewerbsvorteilen nach Rolf Popp, welche auf dem gleichnamigen Blog „Wettbewerbsvorteile“ zu finden ist, handelt es sich bei Wettbewerbsvorteilen zunächst ausschließlich um verschieden zur Konkurrenz ausgeprägte Aspekte beziehungsweise um gewisse Eigenschaften eines Unternehmens. Daraus leitet sich für das Arbeiten mit Wettbewerbsvorteilen folgende Vorgehensweise ab:

1. Wettbewerbsvorteile – analysieren

Zunächst ist zu analysieren, wo genau Unterschiede zum Wettbewerb liegen bzw. wo Besonderheiten im eigenen Unternehmen zu finden sind. Diese bezeichnet man als sogenannte Roh-Wettbewerbsvorteile. Dabei muss die Analyse wertfrei erfolgen, um möglichst viele Unterschiede zu finden und um Kreativität nicht schon im Keim zu ersticken. Wichtig ist ebenfalls, dies nicht als einmalige Aufgabe zu sehen, sondern als kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP). Damit können künftig auch kurzfristige Unterschiede als temporäre Wettbewerbsvorteile ermittelt und das volle Potenzial einer Firma genutzt werden.

2. Wettbewerbsvorteile – erkennen

Der nächste Schritt des Erkennens ist einer der wichtigsten, denn all zu oft bleiben gut geeignete Möglichkeiten ungenutzt. Das besondere Merkmal an sogenannten „Roh-Wettbewerbsvorteilen“ besteht darin, dass der Ungeübte diese kaum als solche erkennen wird. Neben der Diskussion zu jedem einzelnen „Roh-Wettbewerbsvorteil“ ist auch die Kombination mit anderen Wettbewerbsvorteilen zu beachten und einzubeziehen. Dies ist deshalb so wichtig, da i.d.R. vor allem das Sortiment aus verschiedenen Wettbewerbsvorteilen am Markt ein gewisses Profil-Bild der Firma erzeugt. Bei der genauen Betrachtung wird deutlich, dass die meisten Wettbewerbsvorteile im Bezug zu sogenannten Fix-Wettbewerbsvorteilen stehen, die einen besonderen Stellenwert im jeweiligen Unternehmen haben. Dabei ist auch zu berücksichtigen bzw. einzubeziehen, dass jeder Wettbewerbsvorteil nur eine gewisse Zeitspanne an Wirkkraft besitzt.

3. Wettbewerbsvorteile – planen

Wurden die Roh-Aspekte also erkannt, besteht der nächste Schritt darin geeignete Strategien und Maßnahmen rund um den bzw. die Wettbewerbsvorteile zu planen. Die Konkretisierung in Bezug auf eine spezielle Zielgruppe erhöht die Wirkkraft. Es ist hilfreich, nicht zu viele Wettbewerbsvorteile in eine einzelne Maßnahme zu integrieren, sondern Schwerpunkte zu setzen. Ebenso ist zu beachten, dass nicht immer nur die vermeintlichen Haupt-Wettbewerbsvorteile berücksichtigt werden. Grundsätzlich gilt, dass Kreativität das Heben des Firmen-Potentials um ein Vielfaches fördert.

4. Wettbewerbsvorteile – aktivieren

Die aktive Anwendung der geplanten Strategien und Maßnahmen im Markt ist schließlich der entscheidende Schritt zur echten Aktivierung von Wettbewerbsvorteilen. Dabei ist zu beachten, dass sich die Aktivierung nie durch das Abwarten erzielen lässt, sondern die Betonung auf dem Wort AKTIV liegt. Die echte „Marktdurchdringung“ der jeweiligen Wettbewerbsvorteile in der spezifischen Zielgruppe ist hier entscheidend. Es müssen also innerhalb der Zielgruppe die Wettbewerbsvorteile aktiv verankert und ins Bewusstsein geführt werden. Kreativität und taktische Elemente helfen immens. Wichtig an dieser Stelle zu beachten ist auch, dass jede Aktivierung nur eine begrenzte Lebensdauer hat. Manchmal sehr kurz, manchmal länger und teilweise über viele Jahre hinweg. Eine Aktivierung hält umso länger, je intensiver Verflechtungen in der Praxis umgesetzt wurden und werden. Diese Verflechtungen zur langfristigen Aktivierung sind an dieser Stelle der vielleicht interessanteste Hinweis.

5. Wettbewerbsvorteile – controllen

Natürlich wird nicht jede Maßnahme oder Strategie ihre erhoffte Wirkung entfalten bzw. sofort entfalten. Deshalb stellt das laufende Controlling für alle Teilschritte einen wichtigen Erfolgsfaktor dar. Das laufende, genaue Beobachten hilft dabei, feine Aspekte und damit Veränderungsanforderungen zu erkennen, um mit leichten Anpassungen die Wirkkraft zu optimieren. Generell gilt, einmal gefundene oder festgelegte Wettbewerbsvorteile benötigen immer eine Aktivierung. Die Realität zeigt zudem, dass sich Wettbewerbsvorteile auch verändern können, dies teilweise sogar sehr kurzfristig und drastisch. Besonders hervor zu heben ist, dass die sogenannten Fix-Wettbewerbsvorteile, sprich die wichtigsten Wettbewerbsvorteile für Ihre Firma, immer beobachtet werden müssen. Eine laufende Abweichungsanalyse und Anpassung in Bezug auf diese wichtigen Elemente ist daher unerlässlich.

Dies sind die Gründe dafür, wieso ein kontinuierlicher und bewusster Prozessablauf für Wettbewerbsvorteile als eigeneständige Management-Philosophie notwendig und für unternehmerischen Erfolg unerlässlich ist.

Daher kann man eine Wettbewerbsvorteile-Philosophie auch als die Nr. 1 Management-Philosophie für eine moderne und erfolgreiche Unternehmensführung bezeichnen.

Quelle © Dipl.-Wirtsch. Ing. (FH) Rolf Popp
Internet: www.wettbewerbsvorteile.com
Internet: www.pro-consult.com
Hier können Vorträge, Seminare und Workshops, Beratung und Coaching zum Thema angefragt werden.

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