Siegerinterview mit der Firma Kommunikationsoptimierer

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1. Ihr Produkt ist Sieger beim INNOVATIONSPREIS-IT 2018. Können Sie uns Ihre Lösung in drei prägnanten Sätzen beschreiben?
 
Die Nutzen-Kompass-App zeigt sehr verständlich auf, 

  1. welche neuen Bedürfnisse die Kunden an ein intelligentes, vernetztes – also smartes – Produkt haben.
  2. was das smarte Produkt aus Kundensicht genau wertvoll macht.
  3. welche technischen Funktionen das neue smarte Produkt haben sollte, um einen Kassenschlager zu landen.

Kurzum: Die Nutzen-Kompass-App gibt Klarsicht im i40-Nebel!
 

2. Was ist aus Ihrer Sicht das Innovative an Ihrer IT-Lösung
 
Die Nutzen-Kompass-App hat einen klaren USP! Warum? Weil sie die drei Kriterien einer Alleinstellung nach Prof. Philip Kotler von der Kellogg School of Management eindeutig erfüllt!

  1. WICHTIGKEIT: Weil die smarte Produktaufrüstung im Wege der Industrie 4.0 ein Muss fürs Überleben ist!
  2. WAHRNEHMBARKEIT: Weil die KMUs damit eine systematische smarte Bedürfnisanalyse in die Hand bekommen!
  3. EINZIGARTIGKEIT: Weil es eine solche App bisher nicht gab! Es ist eine Premiere in der smarten Produktaufrüstung.

Hier spricht man dann von einem echten Produkt-USP. Und den erfüllt meine APP dazu noch sehr clever über den Spieltrieb der Menschen, also über Gamification. Keine ermüdenden Texte im reinstem Fachchinesisch; und damit Menschen im Maschinenbau eher verschrecken, anstatt sie für die Digitalisierung zu begeistern. Ich setzt noch einen drauf: Die App befeuert sogar in der Personalentwicklung den digitalen Mindset!
 

3. Warum braucht ein Unternehmen eine Lösung wie Ihre und welche Vorteile bietet sie mittelständischen Unternehmen?
 
Gegenfrage: Wie ermittelt heute ein Hersteller die smarten Kundenbedürfnisse seiner Kunden? Wer macht das? Wie genau? Was ist in der Bedürfnisanalyse dabei wirklich neu, um die smarten Produktanforderungen einzubinden? Schließlich erschließt sich mit der Digitalisierung ein neues, grenzenloses Potenzial für Wertschöpfung aber auch – Achtung! – Werterschließung! Als Vertriebs-/SmartCoach erlebe ich im Markt draußen: Es geht wie Kraut und Rüben durcheinander. Jeder macht`s nach Gutdünken. Hier muss dringend Klarheit und ein roter Faden rein. Für alle Beteiligten über Abteilungsgrenzen hinweg. Ich sage dann gerne auch: Klarsicht im i40-Nebel. Das wiederum bedeutet: Over-Engineering ade, neue Wertschöpfung und Werterschließung führen damit erst zu neuen digitalen Geschäftsmodellen. Und wenn der Bildschirm im Büro immer mehr Begreifbares ins Virtuelle aufsaugt – Stichwort Digitaler Zwilling – ,dann zeigt das ja besonders im Maschinenbau die Dramatik. Viele Maschinenbauer wähnen sich nämlich aktuell in einer trügerischen Absatz-Sicherheit. Aber in meinen Projekten erlebe ich hautnah, dass das bisherige Geschäftsmodell schnell am Ende sein kann. Da eine App fürs Kundengespräch 4.0 spontan griffbereit zu haben, das ist ein großes Glück und ein knallharte USP im Kundenkontakt. Sozusagen exzellente Kundennähe 4.0 zum Erleben!
 

4. Wie lange dauerte die Entwicklung Ihrer innovativen Lösung und planen Sie weitere Optimierungsmaßnahmen?
 
Die ersten Gedanken zur App ploppten bereits 2013 hoch. In den VDI nachrichten las ich damals etwas von der „Industrie 4.0“. Ich fragte damals meinen Nachbarn am Gartenzaun, was er davon hielte und ob ich mich damit beschäftigen solle. Gott sei Dank entschied ich mich, seinen Rat nicht zu befolgen. Im Gegenteil: Ich kaufte mir das Buch von Jeremy Rifkin „Die Nullgrenzkostengesellschaft“ und es begann für mich eine wunderbare, faszinierende Reise der digitalen Erkenntnis. Nämlich: Das mein Wirtschaftsingenieurwesen-Studium aus der Dampfmaschinenzeit und Industrieerfahrung bei der KSB AG heute für die neue digitale Zeit bei Weitem nicht mehr ausreicht! Ich nutzte dafür den Sonderzug nach Harvard und Stanford. Da geht zum Digitalen einfach die Post ab. Somit mutierte auch gleich mein überholtes Rollenverständnis vom Vertriebstrainer 3.0 zum Vertriebs-/SmartCoach im Maschinenbau. Damit erst kann ich neuste Wertschöpfung und besonders die Werterschließung im Maschinenbau mit meinen Kunden gezielter ansteuern. Das erlebe ich wunderbar in aktuellen Projekten zur smarten Produktaufrüstung. Am Ende geht`s für mich immer um das Eine: Den Vertriebserfolg meiner Kunden! Aktuell baute ich mir auch einen Sympathisanten-Beirat auf, der mit der App im Feld arbeitet. Hier gibt`s Lernschleifen, die sehr wertvoll sind. Damit komme ich sehr agil zu neues Updates.
 

5. Wie wichtig ist für Sie die Teilnahme an Wettbewerben wie dem INNOVATIONSPREIS-IT und was bedeutet ein solcher Preis für Ihr Unternehmen und Ihre Arbeit?
 
Als Querdenker, Trendsetter und Visionär hat man`s ehrlich gesagt nicht leicht. Widerstände sind alltäglicher Standard. Wer im Maschinenbau nicht gerade ein zweistelliges Umsatzwachstum vorzuweisen hat, ist selten anzutreffen. Das macht träge und vernebelt das Hirn fürs klare Denken. Meine App ist neurowissenschaftlich nur für 20 % der Maschinenbauer interessant. Dr. Häusel nennt diesen Limbic Type „Stimulanz“. Diese Firmen-Kulturen und die Menschen suchen die Herausforderung, sie l(i)eben die Neugier, brechen aus Gewohnheiten aus. Kreativität und eine Fehlerfreundlichkeit gehören ebenso dazu. Fragen Sie sich selbst, für welche Menschen das in Ihrem Umfeld zutrifft? Insofern ist dieser Preis für mich eine Ehre und Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein. Und es ist auch Balsam für die meine Seele, wenn es mal wieder einen Vorwand nach dem nächsten gibt, warum die App für ihren ganz bestimmten Markt nicht zutrifft. Ich erlebe da wirklich Erstaunliches. An die Metapher „Deutschland Hochtechnologiestandort“ felsenfest zu glauben, ist schon eine Herausforderung!
 

6. Welche Rolle spielt das Thema „Innovation“ Ihrer Meinung nach für den Mittelstand?
 
Ganz einfach: Es ist die Grundlage zum Überleben. Punkt! Und es ist DIE Differenzierung zu den Konzernen, weil die bezüglich der notwenigen Agilität Probleme haben. Eine große Chance für KMUs. Deswegen lautet meine Devise auch: Lieber agil statt debil!


7. Wie schafft es Ihr Unternehmen, dauerhaft innovativ zu bleiben? Wie sieht Ihre Zukunftsplanung aus?
 
Meine Werte, die mich das ganze Leben schon treiben, lauten: Neugier, Wertschöpfung & Werterschließung und Wille. Und wenn ich so richtig nachdenke, fällt mir gerade auf: 1. Ich bin ein Bildungsjunkie und 2. Seit 20 Jahren ein echtes Start-up im Maschinenbau bin! Das hält mich auf Trab und jung. Eine schöne Perspektive, wie ich finde. Gerade deshalb auch, da ich am 3. Mai mit dem VDMA in Baden-Württemberg bei IBM in Böblingen einen Workshop durchführe. Ich will dabei prüfen, wie die Nutzen-Kompass-App die Künstliche Intelligenz des IBM Watson nutzen kann. Das wäre aus Sicht der Anwender sicherlich ein weiterer wichtiger Meilenstein bei der smarten Bedürfnisanalyse.

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