Siegerinterview mit H&R Medizintechnik

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1. Ihr Produkt ist Sieger beim INDUSTRIEPREIS 2017. Können Sie Ihre Lösung in drei prägnanten Sätzen beschreiben?

Ihre Lösung in drei prägnanten Sätzen beschreiben?
BONEHELIX® ist ein limitiert flexibler Markraumstabilisator für Schaftfrakturen langer Röhrenknochen (z. B. Oberarm oder Schienbein), der wie ein Korkenzieher eingeschraubt wird. Er funktioniert nach dem Prinzip einer Schraubenfeder mit geringer Flexibilität, die aber gleichzeitig Mikrobewegungen erzeugt, welche die Bruchheilung fördern und eine kräftige Kallusformation ermöglichen.

2. Was ist aus Ihrer Sicht das Fortschrittliche an Ihrem Industrieprodukt?

Mit der BONEHELIX ist es gelungen, ein Produkt zu entwickeln, dass bei richtiger Indikation für alle Beteiligten Vorteile bietet. Patienten profitieren von minimal-invasiven Eingriffen und schnellerer Heilung des Bruches, die Chirurgen benötigen weniger Zeit und deutlich geringere Anzahl von Röntgenkontrollen für den Eingriff und das Krankenhaus genießt die wirtschaftlichen Vorteile dieser Behandlung.

3. Warum braucht ein Unternehmen eine Lösung wie Ihre und welche Vorteile bietet sie anderen Industrieunternehmen?

Eine schonende Behandlung und Heilung nutzt allen Beteiligten. Krankenhäuser, die dieses System einsetzen erhalten wirtschaftliche Vorteile und zufriedene Mit-arbeiter und Kunden/Patienten. Diesen Nutzen kann jedes Krankenhaus ziehen.

4. Wie lange dauerte die Entwicklung Ihres ausgezeichneten Produkts und planen Sie weitere Optimierungsmaßnahmen oder Erweiterungen?

Die ersten Tests und Erfahrungen mit einem solchen Medizinprodukt wurden von Professor Dr. Labitzke bereits Anfang der 2000er durchgeführt. Die BONEHELIX zur Marktreife zu führen und Zulassung zu erhalten hat insgesamt rund drei Jahre gedauert. Wir arbeiten aktuell an weiteren Indikationen, in denen die BONEHELIX anderen Produkten überlegen ist. Wir denken beispielswise darüber nach, welchen Nutzen das Produkt bei der Behandlung von Osteoporose haben könnte.

5. Wie wichtig ist für Sie die Teilnahme an Wettbewerben wie dem INDUSTRIEPREIS und was bedeutet ein solcher Preis für Ihr Unternehmen und Ihre Arbeit?

Sich mit anderen Unternehmen und Produkten zu messen ist immer eine herausfordernde Tätigkeit und ermöglicht eine Standortbestimmung für Produkt und Unternehmen. Insofern nehmen wir gern an Wettbewerben wie dem Industriepreis teil. Sieger der Kategorie „Medizintechnik“ zu werden, wie jetzt im Jahre 2017 geschehen ist eine große Ehre und macht uns natürlich stolz. Der Preis ist Bestätigung für viele Jahre intensiver Arbeit und die Beteiligung sehr vieler engagierter Menschen.

6. Welche Rolle spielt das Thema „Industrie 4.0“ Ihrer Meinung nach für die Wettbewerbsfähigkeit deutschsprachiger Industrieunternehmen?

Die fortschreitende Digitalisierung und die zunehmende Vernetzung aller Prozesse ist eine Entwicklung, die nicht mehr aufzuhalten ist. Selbst in der Medizintechnik, wo der Mensch noch im Vordergrund der Aktivitäten steht, finden Operationen unter dem Eindruck modernster Prozesse statt. Anschluß an diese Prozesse zu halten, besser noch diese mitzugestalten ist zwingende Notwendigkeit für jedes Unternehmen, das teilnehmen will. Und da spielt die Sprache keine Rolle.

7. Wie schafft es Ihr Unternehmen, dauerhaft fortschrittlich zu bleiben? Wie sieht Ihre Zukunftsplanung aus?

Das ist natürlich auch unser Wunsch, dauerhaft fortschrittlich zu bleiben. Neben den Investitionen in Technologie und moderne Fertigung steht in unserem Hause insbesondere die Förderung der Mitarbeiter ganz oben auf der Liste. Ohne qualifiziertes Personal, das das große Ganze im Auge behält sind Unternehmen langfristig nicht wettbewerbsfähig. Wer das im Auge behält und dazu noch innovativ bleibt, der hat gute Aussichten für die Zukunft.

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