Subventionsabbau soll Chinas Maismarkt gesunden

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Um die riesigen staatlichen Maisvorräte abzubauen, plant China einen weiteren zehnprozentigen Rückgang der Interventionspreise auf 1.800 Yuan/Tonne ($282) für die Vermarktungsperiode 2016/17. Die Regierung in Peking hofft, damit die Importe der chinesischen Verarbeiter zu reduzieren. China ist nach den USA der zweitgrößte Maiskonsument der Welt. Chinas Lieferanten sind die USA, Südamerika und die Ukraine. Mais wird zu Futtermitteln, Süßstoffe sowie Ethanol verarbeitet.

Eine Reduzierung der lokalen Maispreise würde auch Importe von Substituten reduzieren; das sind in erster Linie Sorghum, DDGS und Gerste. Diese Rohstoffe brachten es in 2014/15 auf stolze 30 Mio. Tonnen, die von chinesischen Verarbeitern importiert wurden.

Die großen Vorräte in China wären aber auch nach einem weiteren Abbau von Subventionen immer noch sehr viel teurer als Importe. Deshalb will man den Bestandsabbau zusätzlich mit subventionierten Frachten unterstützen. Die Maisproduktion findet schwerpunktmäßig in Chinas Nordosten statt, die Mischfutterhersteller und Verarbeiter sind aber im Süden lokalisiert.

Analysten und Branchenkenner schätzen, dass Importe von Mais und Substituten um mehr als 50 % im Vergleich zum Vorjahr sinken werden. Wenn die bisherige Politik zur Stützung des ländlichen Raums durch hohe Maispreise teilweise entfällt, dürften sich die für April 2016 geschätzten 200 Mio. Tonnen in staatlichen Lagerhäusern nicht weiter aufbauen. Diese Menge entspricht mehr als einer kompletten Jahresproduktion.

Die hohen Maispreise haben nicht nur die staatlichen Läger gefüllt, weil Bauern zur Produktion ermutigt wurden, die Verarbeiter waren mit ihren Produkten nicht wettbewerbsfähig, verloren Geld und mussten Kredite aufnehmen. 60 % der Verarbeitungskapazitäten lagen in den letzten drei Jahren brach. Sie konnte ebenfalls nur mit Subventionen überleben.

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