Torrent, Megaupload, Rapidshare: Google soll Begriffe zensieren

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Google soll Begriffe wie Torrent, Megaupload und Rapidshare aus der Autovervollständigung und Instantsuche herausnehmen. Diese Zensur erwirkte die französische Musikindustrie vor dem höchsten Gericht. Begründung: Bürgern soll es nicht leicht gemacht werden, illegale Inhalte zu finden. Google selbst wird sich das wohl nicht gefallen lassen.

Das höchste französische Gericht hat entschieden: Google soll die Begriffe Torrent, Rapidshare und Megaupload in seiner Autovervollständigung und Instantsuche blockieren. Geklagt hatte die Französische SNEP, welche in etwa der deutschen GEMA entspricht. Vor Gericht begründete diese, dass Google bei der Eingabe von bekannten Künstlern oft die besagten Begriffe vorschlägt und Nutzer zu illegalen Angeboten leitet.

Illegaler Content via Suchmaschine

Der Kassationshof in Frankreich räumte zwar ein, dass Google nicht für die Angebote anderer Seiten verantwortlich sei, doch dürfe es nach Angaben der Richter den Bürgern auch nicht leicht gemacht werden, illegalen Content über die Suchmaschine aufzufinden. Das Gericht bezog sich dabei auf den Artikel 336-2 des französischen Urheberrechts. Auf diesen beruft sich auch die Filmindustrie gegenüber Internet-Providern und Suchmaschinen mit fragwürdigem Inhalt. Entspricht ein Gericht diesem Artikel, wird der betroffene Inhalt gesperrt. Nutzer surfen somit ins Leere. Die Zensur sieht das Gericht in diesem Fall für legitim.

Eigentlich doch nichts für Google, oder? Es darf also erwartet werden, dass Google in Berufung geht, um nicht die Kontrolle über den eigenen Inhalt zu verlieren. Dies könnte spannend werden, da die SNEP in zwei unteren Instanzen jeweils unterlag.

Via: Cour de Cassation
Bildrechte-Teaser: (c) N-Media-Images – Fotolia.com

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