Unverschämte Preiserhöhung? USB-Sticks werden teurer

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Trotz Cloud Computing sind USB-Sticks und Speicherkarten sehr beliebt. Grund genug, die so genannten Leermedien mit einer satten Preiserhöhung zu belasten. Die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) hat dieses nun bestätigt. Zurzeit müssen pro Stick und Speicherkarte pauschal zehn Cent an die Verwertungsgesellschaft abgegeben werden, im Sommer werden fast zwei Euro fällig.

Die Leermedienabgabe auf USB-Sticks und Speicherkarten wird im Sommer 2012 erheblich steigen. Das geht aus einem PDF hervor, welches auf den Servern der GEMA abgelegt wurde. Es zeigt auf, dass für USB-Sticks und Speicherkarten mit einer Kapazität von bis zu vier Gigabyte 91 Cent fällig werden. Für USB-Sticks mit mehr als vier Gigabyte müssen Nutzer ab 01. Juli 2012 1,56 Euro hinblättern, für eine Speicherkarte derselben Größe werden dann sogar 1,95 Euro fällig. Bestätigung findet man im Bundesanzeiger.

Die Preiserhöhung stößt bereits vor Einführung auf Empörung. So wettert der Informationskreis Aufnahmemedien, eine Interessensvertretung der Speichermedien-Hersteller, gegenüber Spiegel Online: „Die Verwertungsgesellschaften fordern offensichtlich und wissentlich Geld, das ihnen nicht zusteht.“ Der Informationskreis bezieht sich dabei auf ältere Aussagen der Verwertungsgesellschaft. So hatten die Verwertungsgesellschaften früher gesagt, dass sie nur die Speicherkarten für vergütungspflichtig hielten, die in Smartphones und Handys eingesetzt werden.

Bildrechte-Teaser: (c) djama – Fotolia.com

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