Volle Kontrolle im Chemiewerk von Kettlitz

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Heute wissen, worauf es morgen ankommt!

Die Kettlitz Chemie hat in sechs Produktionshallen die Materialtransporte von der Produktion bis zum Warenausgang mit RFID vollautomatisiert und plant bereits die nächsten Schritte für 2016

Seit Ende 2014 läuft bei der Kettlitz Chemie in Rennertshofen dank RFID-System die Palettenverfolgung durchgängig von der Produktion bis zum Warenausgang vollautomatisiert. Realisiert wurde die erfolgreiche Integration der Lösung von dem Unternehmen WS-Consulting. „Die RFID-Technologie hat uns überzeugt. Unsere Prozesse sind heute voll automatisiert, wir haben eine hundertprozentige Kontrolle über unsere Lagerbestände und planen bereits die Zukunft mit RFID“, erklärt Dirk Greineisen, Prokurist und Leiter der Logistik bei der Kettlitz Chemie.

„Als wir nach einer Lösung zur Optimierung der Produktionslogistik suchten, war von Anfang an klar: Es kommt nur eine RFID-Lösung infrage, um unsere Anforderung nach exakten Beständen und hoher Prozesssicherheit zu erfüllen“, erklärt Dirk Greineisen. „Mit Barcode und Handscanner zu arbeiten, schied von vornherein aus. Denn wir wollten ein System, das einfach, unkompliziert und zuverlässig funktioniert. Vor RFID war die Auftragsbearbeitung papierbasiert, dies war fehleranfällig, was zu ungenauen Lagerbeständen führte. Mit WS-Consulting haben wir letztendlich den Partner gefunden, der unsere Vorstellung einer durchgängigen Automatisierung umgesetzt hat.“

100 Prozent Sicherheit bei der Einlagerung

Heute verlässt keine Palette mehr ohne RFID-Label die Produktion. „Wir kennen genau die Historie jeder einzelnen Palette – quasi von der „Entstehung“ bis zur Verladung“, so der Logistikleiter. Alle sechs Produktionshallen am Standort sind insgesamt mit rund 25 Lesepunkten, netzwerkfähigen RFID-Druckern und PCs ausgestattet. Legt der Produktionsleiter den Produktionsauftrag im ERP-System fest, wird dieser automatisch in der Produktionshalle übernommen und am PC angezeigt. Am Touchpanel startet der Produktionsmitarbeiter dann die Produktion, das RFID-Etikett wird automatisch gedruckt und wird auf der Paletteneinheit aufgebracht. Bei der Einlagerung der fertiggestellten Paletten in das 10.000 Stellplätze umfassende Lager findet ein erneuter Statusabgleich statt, bevor der Produktionsauftrag am Bildschirm erlischt. „Speziell in der Einlagerungshalle legen wir Wert auf 100 Prozent. Daher sichern wir alle Prozesse zusätzlich ab.“

Stopp!! Keine Palette verlässt den Warenausgang ohne Labor-Kontrolle

Im Warenausgang greifen gleich mehrere Kontrollmechanismen: Bei der Erfassung der Staplerfahrt am Gate wird zusätzlich geprüft, dass die Palette durch das Labor freigegeben ist, also die darauf befindlichen Produkte den vorgeschriebenen Qualitätsstandards entsprechen. Die Erstellung des Lieferzertifikats erfolgt direkt auf Basis des Datensatzes auf dem Chip. Ist die Palette nicht freigegeben oder wird ein falscher Artikel verladen, löst sofort ein Alarm aus. Dazu sind auch die Stapler- Fahrer mit Tablets ausgestattet. Leuchtet die Anzeige „rot“, muss er sofort wieder aus dem Flurbereich rausfahren und die Palette wird in die Halle zurückgebucht. Als dritte Kontrollinstanz fungieren Antennen mit Richtungserkennung: „Diese ist wichtig für uns, um zu wissen, ob die Palette sich noch im Flurbereich befindet oder im Lager. Ein zusätzlich eingebauter Sicherheitsmechanismus verhindert, dass im Minusbereich, sprich eine größere Menge als eingelagert, verladen wird.“

Lesen Sie das komplette Interview im „RFID im Blick“ Wissensportal oder in der aktuellen Print-Ausgabe.

 

 

www.rfid-im-blick.de/usecases

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