Wanted: Feel Good Manager

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„Wir suchen ab sofort eine/n Feel Good Manager/in (m/w) in Vollzeit“. Diese Stellenanzeige wird zukünftig öfter in den Suchergebnislisten der Stellenbörsen auftauchen. Warum? Unternehmen, die eine solche Anzeige schalten, wollen ein Zeichen setzen und gezielter auf die persönlichen Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter eingehen. Eine aktuelle Monster-Umfrage ergab, dass 76 Prozent der befragten Monster-Nutzer (739 insgesamt, jeder hatte nur eine Auswahlmöglichkeit) sich einen Feel Good Manager in ihrem Unternehmen wünschen. Wer hinter diesem zugegebenermaßen recht leichtfüßigen Stellentitel einen Animateur im All-Inclusive-Club vermutet, liegt falsch.

 

Feel Good Manager kümmern sich um eine enorme Bandbreite von Aufgaben; von der Chill-Out Ecke über die Organisation von Veranstaltungen bis hin zur Integration neuer Kollegen aus dem In-und Ausland. Von Events und Know-how-Workshops bis zur internen Kommunikation. Damit soll die Leistung und Motivation der Arbeitnehmer auf hohem Niveau gehalten werden. Der Wohlfühl-Manager sorgt nicht nur intern für eine angenehme Arbeitsatmosphäre und schafft die Voraussetzungen für erhöhte Produktivität, sondern er kommuniziert auch nach außen hin, dass das Unternehmen sich um seine Mitarbeiter kümmert.

 

Talente mit Wohlfühlargumenten ködern

Denn nicht nur bereits bestehende Mitarbeiter sollen sich wohl fühlen, auch der Wettbewerb um neue Talente boomt, vor allem in Branchen mit akutem Fachkräftemangel. Stefanie Frenking, Feel Good Managerin beim E-Commerce-Unternehmen Spreadshirt, erklärt den Wunsch der Mitarbeiter nach einem Wohlfühlbeauftragten mit der Tatsache, dass Arbeitnehmer einen Großteil ihrer Zeit am Arbeitsplatz verbringen und natürlich die Rahmenbedingungen stimmen sollten. „Ein Feel Good Manager ist ein Versprechen des Unternehmens an die Mitarbeiter, ein klares Zeichen der Wertschätzung. Denn Bezahlung reicht vielen Arbeitnehmern als Anerkennung nicht mehr aus“, so Frenking.

 

Gerade der sogenannten Generation Y reicht die Arbeit allein zur Selbstverwirklichung nicht aus. Sie möchten Teil von etwas sein, von einer Gemeinschaft, einem Unternehmen, einer Entwicklung. Für die Unternehmen heißt das, dass sie den Arbeitnehmer stärker in den Fokus stellen müssen und das kann der Feel Good Manager leisten. Die Generation Y will flexible Arbeitszeiten, Zeit für Reisen, Freunde und Familie. Außerdem soll das Unternehmen, für das sie arbeiten, ein möglichst ähnliches Werteverständnis aufweisen.

 

„Die Entscheidung einen Feel Good Manager einzustellen, trifft in Bezug auf das Image den Nagel auf den Kopf. Es geht darum, Anerkennung als Wert im Unternehmen zu definieren und diesen Wert anschließend auch in die Tat umzusetzen“, erläutert Marc Irmisch, Vice President General Manager bei Monster.“ Die Mitarbeiter wissen, es ist jemand für sie da, wenn Fragen aufkommen. Jedoch reicht es nicht aus, einen Feel Good Manager als letzte Rettung einzustellen und zu denken, die Arbeit wäre damit getan. Der Wert „Feel good at work“ sollte von A bis Z umgesetzt werden und sowohl von Führungskräften als auch von jedem einzelnen Mitarbeiter gelebt werden. Dazu gehört auch, dass Mitarbeiter bei Problemen, Anliegen oder Fragen offen kommunizieren können, damit eine Vertrauensbasis geschaffen wird, die zur Wohlfühlkultur wird.

 

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